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Sonntag, 8. September 2013

Ernährungstipps für Schwangere

Um erhöhte Blutzuckerwerte zu senken oder Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen, sollten Schwangere
  • nicht "für zwei" essen, sondern darauf achten, dass sie genügend Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich nehmen
  • statt drei große möglichst fünf kleine Mahlzeiten täglich zu sich nehmen
  • kohlenhydrathaltige Lebensmittel über den Tag verteilt essen, um den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten zu begrenzen
  • täglich Obst, Gemüse und frische Salate essen
  • zu jeder Hauptmahlzeit Vollkornprodukte oder Kartoffeln verzehren
  • bei der Zubereitung der Speisen und als Brotaufstrich wenig Fett verwenden
  • regelmäßig fettarme Milchprodukte zu sich nehmen
  • mindestens eineinhalb Liter Wasser, ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee trinken
  • sparsam salzen und lieber mit Kräutern würzen
  • Gemüse kurz im geschlossenen Topf in wenig Flüssigkeit und Fett garen
  • auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel wie Fruchtsäfte, Limonade, Eistee, Bonbons und Gummibärchen verzichten, da sie den Blutzuckerspiegel schnell erhöhen und
  • Süßwaren wie Schokolade, Kuchen und Kekse sowie Fertiggerichte nur in kleinen Mengen verzehren.
Weitere Infos: Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses

Quelle: AOK

Die besten Hausmittel bei Schlaflosigkeit

Viele Menschen trifft es im Urlaub. Angefangen bei zirpenden Insekten und surrenden Moskitos bis hin zur ungewohnten Umgebung und dem Reisefieber. Es gibt viele Gründe für Schlaflosigkeit. Aber es kann uns auch zu Hause treffen. Fettes Essen, Stress oder Hitze, die selbst in der Nacht nicht weichen will, rauben uns den Schlaf. Was kann man dagegen tun? Einfache Hausmittel schaffen Abhilfe und bringen erholsamen Schlaf.


Baldrian

Baldrian zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte dieser „Wunderwurzel“. Plinius und Hildegard von Bingen hoben die vielfältigen medizinischen Einsatzmöglichkeiten des Baldrians hervor. Baldrian ist das Beruhigungsmittel schlechthin. Sein besonderer Wert liegt in seiner beruhigenden Wirkung auf unser Nervensystem, ohne zu betäuben oder die Leistungsfähigkeit herabzusetzen. Als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel der Wahl. 

Der Saft aus frischen Baldrianwurzeln (z. B. von Schoenenberger, in Apotheken und Reformhäusern) hilft beim abendlichen und nächtlichen Entspannen. Dabei wirkt er anders als viele chemische Schlafmittel nicht sedativ, wodurch der natürliche Schlafrhythmus erhalten bleibt. Das ist wichtig für einen gesunden und regenerierenden Schlaf. Deshalb ist Baldrian auch ein unverzichtbarer Bestandteil von arzneilich wirksamen Schlaf- und Nerventees. Daneben gibt es Baldrian auch in Form von Dragees oder Einschlaftropfen.


Herzgespannkraut

Als Heilpflanze hat das Herzgespannkraut eine lange Tradition. Der Name Herzgespann, und auch weitere Bezeichnungen wie Herzgold oder Herzkräutel, weisen deutlich auf das Hauptanwendungsgebiet hin. Die Heilpflanze wird vor allem bei nervösen Herzbeschwerden und starkem Herzklopfen eingesetzt. Als  wichtigste Wirkstoffe gelten Iridoide (u. a. Ajugol), Bitterstoffglykoside und herzwirksame Glykoside. Herzgespann wirkt schwach blutdrucksenkend, beruhigend und mindert die Herzfrequenz. 

Arzneilich genutzt wird das ganze Kraut bis auf den Wurzelstock und die stärker verholzten Stängelteile. Daraus werden meist Aufgüsse bzw. Tees zubereitet. Auch in herzstärkenden Tonika ist das Kraut zu finden. Unkundige sollten besser nicht selbst mit Herzgespann experimentieren. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind Nebenwirkungen allerdings nicht zu erwarten.


Johanniskraut

Johanniskraut ist eines der beliebtesten Heilkräuter. Als wichtigster Wirkstoff gilt das Hypericin. Darüber hinaus enthält das traditionelle Heilkraut ätherisches Öl, Flavonoide, Hyperforin und Gerbstoffe. Das Heilkraut des Jahres 1995 wird traditionell zur Unterstützung der Behandlung bei leichten und mittleren depressiven Verstimmungen und damit verbundenen Einschlafstörungen eingesetzt. Die klassische Anwendungsform ist Johanniskrautsaft. Er wird aus frischem blühendem Johanniskraut gewonnen und ist ein natürliches Aufbaumittel bei Nervosität, nervösen Erschöpfungszuständen und nicht organisch bedingten Nervenschmerzen (erhältlich in Apotheken und Reformhäusern, z. B. von Schoenenberger). Weit verbreitet sind auch Johanniskrauttee, Tabletten und Dragees. Gelegentlich kann, besonders bei hellhäutigen Personen, eine Lichtüberempfindlichkeit auftreten.


Melisse

Die ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien stammende Pflanze ist heute auch bei uns weit verbreitet. Beim Zerreiben riechen die frischen Blätter nach Zitrone. Daher stammt auch der häufig gebrauchte Name Zitronenmelisse. Melisse wirkt entspannend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und wird auch bei nervös bedingten Einschlafstörungen eingesetzt. Ihre Blätter enthalten eine Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen, v. a. das ätherische Öl Citronella, Gerbstoffe und Flavonoide. Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Melisse kann vielseitig verarbeitet werden. Besonders wirksam ist der aus dem frischen Melissenkraut hergestellte Presssaft, den es in Reformhäusern und Apotheken (z. B. von Schoenenberger) gibt. Als Tee ist Melisse wohlschmeckend und wohltuend zugleich, insbesondere für Magen, Herz und Nerven.


Salbei
Salbei ist ein Allheilmittel. Betrachtet man die Bandbreite seiner Inhaltsstoffe, erklärt sich sein vielfältiges Wirken von selbst. Die Blätter enthalten ätherisches Öl, insbesondere Thujon, Cineol und Campher. Dazu kommen weitere sekundäre Pflanzenstoffe, v. a. Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Salbei hilft bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenraum und wirkt auch lindernd bei Ohrenschmerzen. Er beruhigt die Nerven und setzt die Schweißabsonderung herab. Das Kraut ist zudem bekannt für seine krampflösenden Eigenschaften, insbesondere bei Frauenleiden oder bei Magen-Darmbeschwerden. Die bekannteste Anwendungsform ist Salbei-Tee. Daneben wird auch der aus frischem Salbeikraut gewonnene Presssaft angeboten. Er ist in Apotheken und Reformhäusern erhältlich, z. B. von Schoenenberger.


Honig


Honig wirkt beruhigend, sowohl auf Magen und Darm, als auch auf die Nerven. Warme Milch mit Honig ist ein beliebtes Hausmittel bei Schlaflosigkeit. Der regelmäßige Verzehr soll das Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen. Denn bei der Umwandlung des Zuckers durch Enzyme in andere Zuckerarten entstehen Substanzen mit einer antibakteriellen Wirkung. Der neuseeländische Manuka-Honig geht dabei noch einen Schritt weiter. In ihm enthalten ist ein im Gegensatz zu anderen Sorten wesentlich höherer Anteil von Methylglyoxal, kurz MGO. Dieser Wirkstoff ist stark antibakteriell und hilft Infektionen sowohl innerlich als auch äußerlich zu bekämpfen. Im Gegensatz zu normalen Honigen kann Manuka gut in heiße Getränke wie Milch oder Tee eingerührt werden, ohne seine antibakteriellen Eigenschaften zu verlieren. Denn der wichtige Wirkstoff MGO ist weitgehend hitzestabil.

Quelle: www.wirthspr.de

Mittwoch, 28. August 2013

Keller oder Kühlschrank: Obst und Gemüse richtig lagern

Ein Bund Möhren, ein Kopf Salat und eine Schale Erdbeeren - wer Obst und Gemüse bei Zimmertemperatur aufbewahrt, erlebt mitunter böse Überraschungen. Welke Blätter oder matschige Beeren verderben nicht nur den Appetit. Auch der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen nimmt bei Raumtemperatur rapide ab.

Dienstag, 27. August 2013

Äpfel: Knackig, lecker und gesund

Äpfel sind das Lieblingsobst der Deutschen. Und das hat viele Gründe: Sie sind nicht nur knackig und lecker, sie enthalten auch viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe - unter anderem leicht verdauliche Kohlenhydrate, Pektin, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die meisten davon sitzen direkt in oder unter der Schale. Deshalb das Obst am besten mit Schale genießen. Einfach gründlich waschen und mit einem Tuch gut abreiben.

Montag, 3. Juni 2013

Gestörter Redefluss - Wenn das Wort stecken bleibt

Er hat viel zu sagen, kann es aber nicht aussprechen. Ein ganzes Stadion voller Menschen beobachtet, wie der britische Königssohn Albert eine Rede zu halten versucht. Die Worte bleiben stecken, er zieht Grimassen, die Zuschauer starren den Königssohn an. Im preisgekrönten Film "The King’s Speech" hält der Schauspieler Colin Firth der Welt vor Augen, welche Qualen Stotterer durchmachen. Allein in Deutschland gibt es 800.000 von ihnen. "Stottern ist die häufigste und bekannteste Sprechstörung und betrifft etwa ein Prozent aller Kinder", sagt Rajko Ninic, Arzt im AOK-Bundesverband.

Als Stottern wird eine Störung des Redeflusses bezeichnet. Es kommt zu einer auffallend häufigen Unterbrechung des Sprechablaufs. Man unterscheidet, wie Mediziner Ninic erläutert, im Allgemeinen zwei Varianten: das Stottern, bei dem Buchstaben, Silben oder Wortteile wiederholt werden (klonisches Stottern) und das Stottern, bei dem es zu Pausen im Sprachablauf kommt (tonisches Stottern). Der Betroffene dehnt Silben und versucht vergeblich, bestimmte Anfangslaute herauszupressen. Diese Laute unterstützt er zusätzlich durch Bewegungen des Oberkörpers, der Arme und Beine und durch seine Mimik.


Betroffene meiden schwierige Situationen


Viele Stotterer suchen den Ausweg darin, besonders schlimme Situationen zu vermeiden: Wer schwierige Wörter wie Pizza Capricciosa nur stotternd herausbekommt, bestellt stattdessen eine Lasagne. Wer am Telefon daran erkannt wird, dass er statt seines Namens nur Buchstaben stammelt, vermeidet das Telefonieren. Wer bei Vorträgen nur bruchstückhaft redet, lehnt künftig Einladungen dazu ab. Ein solches Vermeidungsverhalten kann bis zu einem totalen gesellschaftlichen Rückzug führen.

Eine eindeutige Erklärung für die Ursache des Stotterns gibt es nicht. Die meisten stotternden Menschen haben vermutlich eine Veranlagung zum Stottern, dazu kommen dann auslösende und aufrechterhaltende Faktoren. Viele Einflüsse aus dem körperlichen, dem psychischen, dem sprachlichen und dem sozialen Bereich können bei der Entstehung eine Rolle spielen.

"Generell unterscheidet man zwischen dem Entwicklungsstottern und dem voll ausgebildeten Stottern", erklärt AOK-Mediziner Ninic. Das Entwicklungsstottern kann bei Kindern im Alter von etwa zwei bis vier Jahren auftreten, da in dieser Altersgruppe das Sprachvermögen im Verhältnis zum Mitteilungsvermögen oft unzureichend ist. Es ist für diese Altersgruppe normal und hält in der Regel nur wenige Monate an. Aus diesem Entwicklungsstottern kann jedoch das eigentliche Stottern entstehen. Wenn die Umwelt des Kindes auf das Stottern unangemessen mit Kritik, Unterbrechungen, Ermahnungen und mit Hänselei reagiert, kann sich die Sprechstörung verfestigen.

Stottert ein Kind im Vorschulalter (Entwicklungsstottern), ist in der Regel keine Therapie notwendig. Ist jedoch die Sprachentwicklung verzögert und hat das Kind gleichzeitig Schwierigkeiten bei der Artikulation, sollten die Eltern mit ihrem Nachwuchs zum Logopäden, also einem Stimm- und Sprachtherapeuten, gehen. Das ist auch ratsam, wenn das Kind über das vierte Lebensjahr hinaus stottert, damit sich aus anfänglichen Sprachauffälligkeiten keine chronische Sprechstörung entwickelt.


Stotternde Kinder nicht unterbrechen


Meist wird eine Kombination verschiedener Therapieansätze vorgenommen. Zum einen werden die Eltern über den Umgang mit ihrem stotternden Kind beraten. "Nehmen Sie sich Zeit zum Zuhören, unterbrechen Sie Ihr Kind nicht in seinem Redefluss und helfen Sie ihm auch nicht, Sätze zu vollenden", sagt Ninic. Außerdem wird den Eltern empfohlen, ihr stotterndes Kind beim Sprechen direkt anzuschauen und Kritik zu unterlassen. Diese Verhaltensweisen gelten im Übrigen auch für den Umgang mit erwachsenen Stotterpatienten.


Sprachtherapeutische Behandlung


Eine Haupttherapieform ist die logopädische (sprachtherapeutische) Behandlung, die bei den Symptomen ansetzt. Hier lernt der Patient anhand von Liedern und Sprechversen spielerisch den Umgang mit der Sprache. Er soll die Angst vor dem Sprechen verlieren und die richtige Atem- und Sprechtechnik erlernen. Dies geschieht beispielsweise, indem die Kinder oder Erwachsenen Geräusche nachahmen und das rhythmische Sprechen von Silben trainieren. Mithilfe von Bildergeschichten, Frage-Antwortspielen und Nacherzählungen üben die Patienten, flüssiger zu sprechen. Zudem erlernen sie Entspannungsübungen. Des Weiteren kann das Stottern psychotherapeutisch behandelt werden.

Die genannten Therapieansätze werden in unterschiedlichen Formen angeboten. So lernen die Stotterer bei der „Kasseler Stottertherapie“, die beim Berliner Gesundheitspreis 2008 "Gesagt ist nicht getan" in der engeren Auswahl war, in einem zweiwöchigen Intensivtraining eine ganz neue Sprechweise. Die Patienten sprechen sehr langsam, weich und verbinden Laute und Wörter so, dass Stottern nicht mehr möglich ist. Die Methode basiert auf dem Erlernen von Sprechtechniken und setzt auf die Unterstützung durch Computer. Mit einer eigens entwickelten Software üben die Patienten intensiv die neue Sprechweise.

Wichtig zur Vorbeugung von Sprachstörungen ist nach den Worten Ninics eine Förderung der Sprachentwicklung durch Lesen, Vorlesen, Gespräche, Sprachspiele, Singen und Erzählen. "Leider findet dieses in der Zeit der Fernseher, Computer und Videospiele immer seltener statt", so der AOK-Arzt. Außerdem sei es ratsam, bei ersten Symptomen einer Störung der Sprachentwicklung einen Fachmann zurate zu ziehen, damit aus Sprachauffälligkeiten keine Sprechstörung wird.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der AOK, bei der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. und der Homepage zur Kasseler Stottertherapie.

Sonntag, 2. Juni 2013

Wespen, Mücken... - mit einfachen Tricks Stiche vermeiden


Mit steigenden Temperaturen werden auch Mücken, Wespen und Bienen aktiver: Von Gerüchen wie Schweiß, Parfum, dem Duft von Süßspeisen oder Blüten angelockt, können sie zu lästigen Plagegeistern werden. "In der Regel sind Insektenstiche nicht gefährlich und mit einfachen Mitteln zu vermeiden", sagt  Dr. Detlef Schmidt, Arzt im AOK-Bundesverband.

"Am besten ist es, den Insekten soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen", rät Schmidt. Insbesondere in der Nähe von Teichen, in denen oftmals Mückenlarven heranwachsen, gehen die meisten Stechmücken ab dem frühen Abend auf die Jagd. Hält man sich am frühen Abend im Freien auf, sollten grundsätzlich auch Arme und Beine mit Kleidung bedeckt sein. Zugleich helfen Insekten abweisende Cremes oder Sprays. Bei der Grillparty im Garten können mückenabwehrende Zitronella-Kerzen die kleinen Plagegeister vertreiben. 

Mücken injizieren beim Stechen Blutgerinnungshemmer, die rote, geschwollene und juckende Pusteln verursachen. Dennoch sollte man möglichst nicht kratzen: "Dadurch werden die juckenden Proteine im Gewebe verteilt – verstärkter Juckreiz ist die Folge", erläutert AOK-Mediziner Schmidt. Besser ist es darum, Stiche zu kühlen, um eine Schwellung zu vermeiden.



Süßspeisen abdecken


Wespen und Bienen meidet man am effektivsten, indem man süße Speisen wie Kuchen, Eis oder zuckerhaltige Getränke zum Beispiel mit einer Folie oder einem Teller abdeckt. Der süße Duft zieht Wespen und Bienen magisch an. Bei einem Picknick im Park oder Garten sollte man seine Decke nicht in der Nähe von Fallobst, blühenden Bäumen oder offenen Mülleimern ausbreiten – dort halten sich Wespen und Bienen häufig in Massen auf. "Verzichten Sie im Sommer möglichst auch auf stark duftende Parfums, Cremes und Haarsprays", empfiehlt Schmidt.

Sollten dennoch Wespen oder Bienen auftauchen, ist es sinnvoll, sich ruhig zu verhalten. "Durch hastige Bewegungen oder Umsichschlagen fühlen sich die Insekten bedroht – um sich zu verteidigen, stechen sie zu", sagt Schmidt. Besser ist es, sich langsam und ruhig zu entfernen. Wird man trotzdem gestochen und steckt der Stachel noch in der Haut, sollte dieser vorsichtig mit den Fingernägeln oder einer Pinzette entfernt werden.

Im Mund- und Rachenraum, an der Schläfe und am Hals können Bienen- und Wespenstiche gefährlich sein. "Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die lokale Reaktion auf den Stich sehr ausgeprägt ist oder zunehmende Atembeschwerden auftreten; in Abhängigkeit vom Ausmaß der Allgemeinbeschwerden sollten Sie einen Notarzt anrufen", rät Mediziner Schmidt. Bei einem Stich im Mundraum sollte man sofort – wenn möglich – Eiswürfel lutschen, um eine Schwellung zu verhindern. Um solch lebensgefährliche Stiche zu vermeiden, sollte draußen nie direkt aus einer Dose oder einer dunklen Flasche getrunken werden. "Nehmen Sie lieber einen Strohhalm – sonst besteht die Gefahr, eine Wespe oder Biene zu verschlucken", so Schmidt weiter. Getränke für Kinder sollten in eine durchsichtige Trinkflasche mit entsprechendem Verschluss umgefüllt werden.

Ein Arztbesuch ist auch angeraten, wenn man mehrmals von Bienen oder Wespen gestochen wurde und die Reaktionen von Mal zu Mal zunehmen. Möglicherweise hat sich eine Allergie gegen Insektengift entwickelt. Menschen mit einer Insektengiftallergie sollten sich von ihrem Arzt beraten lassen und notwendige Medikamente immer dabei haben.

Samstag, 1. Juni 2013

Tipps im Umgang mit Demenz-Kranken

Die Prognosen zur Ausbreitung der Demenz sprechen eine deutliche Sprache: Bis zum Jahr 2060 rechnen Wissenschaftler mit einer Verdopplung der Betroffenen auf rund 2,5 Millionen. Das Gros der Erkrankten ist pflegebedürftig, viele werden daheim von Angehörigen gepflegt. Doch der Alltag ist für beide Seiten nicht immer leicht. Juliane Diekmann, Pflegewissenschaftlerin bei der Barmer GEK, weiß, worauf zu achten ist.

Ein Knackpunkt: Demenz-Patienten trinken häufig zu wenig. Statt sie ständig dazu aufzufordern, rät Diekmann zu spielerischen Alternativen: "Stimmen Sie auch einmal ein Trinklied an oder prosten Sie dem Erkranken zu." In punkto Flüssigkeitszufuhr gibt es noch weitere Möglichkeiten: Farbige Gläser werden besser erkannt, und eine Tasse mit Henkel ist leichter zu greifen. Aus Gefäßen, die oben möglichst breit sind, trinkt es sich zudem einfacher, weil man den Kopf nicht so weit nach hinten biegen muss.


Tipps gibt die Barmer GEK-Expertin auch in Sachen Bewegung. "Orientierungslosen Menschen sind dunkle Ecken unbehaglich. Aus diesem Grund sollte ihre Umgebung Tag und Nacht ausreichend beleuchtet sein. Für den nächtlichen Toilettengang beispielsweise kann man den Weg von Nachtlämpchen mit Bewegungsmeldern ausleuchten lassen", so Diekmann.

Pflegenden Angehörigen bietet die Barmer GEK zwei Informationsbroschüren zum Herunterladen: "Essen und Genießen – Was Menschen mit Demenz gut tut" (www.barmer-gek.de/123854) und "Wie vermeide ich Stürze" (www.barmer-gek.de/137719).

Freitag, 31. Mai 2013

Birkenpollenallergie? Auf Soja achten!

Mit dem Start der Birkenpollensaison müssen Allergiker besonders genau auswählen, was auf den Teller kommt. "Wer auf diese Pollen allergisch reagiert, hat häufig auch mit manchem Obst und Gemüse Probleme", erklärt Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK. Grund ist deren botanische Verwandtschaft.

Die Allergene der Birkenpollen kommen in ähnlicher Form auch in Lebensmitteln vor und können die gleichen Krankheitssymptome hervorrufen. Fachleute sprechen dann von Kreuzallergien. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes sind mehr als die Hälfte der zwölf Millionen Pollenallergiker in Deutschland von Kreuzallergien betroffen. Eine individuelle Ernährungsberatung kann klären, wie man mit Kreuzallergien umgehen kann.
Besondere Aufmerksamkeit ist bei Soja geboten. 

Es hat in den letzten Jahren als Allergieauslöser an Bedeutung gewonnen. Produkte, die Sojaprotein enthalten, können bei Birkenpollenallergikern zu schweren allergischen Reaktionen führen. Sojabestandteile werden in zahlreichen Lebensmitteln eingesetzt, zum Beispiel als Emulgator oder Bindemittel. Sie können in Margarine, Mayonnaise, Salatsoßen, Kaffeeweißer, Fischkonserven, Ketchup, Brot, Gebäck, Süßwaren, Kartoffelprodukten und Aufschnitt enthalten sein. Soja kommt auch bei vielen Halbfertig- oder Fertigprodukten der "Fix-food-Küche" vor. "Sojaeiweiß ist Grundbestandteil des Essens geworden", so Rudischer. Erwachsene verzehren täglich kleine Mengen, meistens ohne es bewusst wahrzunehmen.

Rudischers Rat: Den besten Schutz bieten unverarbeitete oder nur wenig verarbeitete Lebensmittel. Bei verpackten Lebensmitteln hilft ein Blick auf das Etikett. Sojabestandteile müssen gekennzeichnet werden. Für unverpackte Lebensmittel gibt es jedoch keine Kennzeichnungspflicht. Und Restaurant, Kantine oder Mensa? Hier sollten Allergiker nur essen, wenn eine Frage an das dortige Personal ausschließt, dass Soja in Speisen enthalten ist.


Weitere Informationen

www.barmer-gek.de/134285

Medikamente können auch krank machen

Pro Jahr werden in Deutschland 1,5 Milliarden Packungen Arzneimittel verbraucht. 4 von 10 Patienten über 65 Jahre bekommen 8 verschiedene Wirkstoffe und mehr verschrieben. Dabei ist seit langem bekannt, dass zu viele Medikamente, gleichzeitig eingenommen, mehr schaden können als nützen. Die Stiftung Warentest liefert mit der 9. Auflage des Handbuchs Medikamente unabhängige Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen von über 7000 häufig verschriebenen Präparaten.


Es geht um Mittel bei Depression, Demenz, Bluthochdruck, Herzschwäche oder Schmerzen, die häufig gleichzeitig eingenommen werden. Jedes Jahr müssen vor allem ältere Menschen ins Krankenhaus, weil Wechselwirkungen verschiedener Arzneimittel sie krank gemacht haben.

In diesem Ratgeber geht es aber auch um Medikamente, die, richtig eingesetzt, besonders wertvoll sind, aber viel zu häufig verordnet werden. So bekommen gerade Kinder und Jugendliche noch immer Antibiotika bei Erkältungskrankheiten oder Mittelohrentzündung verschrieben. Dabei werden die meisten Erkältungskrankheiten durch Viren hervorgerufen. Antibiotika wirken dann nicht. Es kann aber zu Bauchschmerzen, Durchfall, Allergien und im schlimmsten Fall zu Antibiotika-Resistenzen kommen.

Damit liefert das „Handbuch Medikamente“ wichtige Informationen für den richtigen Gebrauch der richtigen Arzneimittel. So können sich Patienten fundiert und von der Pharmaindustrie unabhängig über Medikamente informieren.


„Handbuch Medikamente“ hat 1472 Seiten und ist für 49,90 Euro im Buchhandel erhältlich oder kann unter www.test.de/handbuch-medikamente bestellt werden.

Wie grillt man Schwein, Rind und Lamm?

Foto: Wirths PR

So grillt man Schwein, Rind und Lamm

Saftige Stücke vom Schwein, Rind und Lamm sind die Hauptattraktion bei gelungenen Grillparties. Grundsätzlich kann jedes Fleischstück aus Rind-, Schweine- und Lammfleisch gegrillt werden, das auch in der Pfanne kurz gebraten wird. Wichtig: Grillfleisch darf nicht gepökelt sein, sonst können Krebs erregende Stoffe entstehen, die so genannten Nitrosamine. Gepökelte Fleischwaren erkennt man an ihrer rosa-roten Farbe. Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind Kasseler Rippenspeer und Leberkäse, sie gehören keinesfalls auf den Grill.

Vor dem Grillen sollte man das Fleisch kalt abspülen und dann gut mit Küchenpapier trocken tupfen. Wenn Sie tief gefrorenes Fleisch verwenden, sollten Sie darauf achten, dass es wirklich ganz aufgetaut und vor allem trocken ist, denn Feuchtigkeit hält die Grillhitze der Glut ab und verzögert somit das Schließen der Fleischporen. Als Folge tritt der Fleischsaft aus, das Fleisch trocknet aus.

Noch ein letzter Tipp, damit das Grillfleisch auch richtig saftig bleibt: das Fleisch stets bei hoher Hitze, aber möglichst kurz grillen – und zum Wenden stets eine Zange verwenden, keine Gabel, damit der Fleischsaft nicht austritt.


Schweinefleisch

Die Stars unter den Fleischstücken sind nach wie vor Koteletts oder Schnitzel aus Schweinefleisch, da sie unkompliziert in der Handhabung sind. Sie sind ruck, zuck vorbereitet und werden ganz durchgebraten. Sie müssen also keine so exakten Grillzeiten einhalten wie beim Rind- oder beim Lammfleisch.

Magere Schweineschnitzel schneidet man am besten aus dem Fleisch der Oberschale oder aus der Kugel. Wer sich etwas Besonderes gönnen möchte, nimmt Schweinefilet oder Schweinelende. Koteletts werden üblicherweise aus dem Rückenstück oder Nacken des Schweins geschnitten. Damit das Kotelett auch am Knochen gar wird, schneidet man das Kotelett am besten entlang des Knochens etwas ein.

Eine besonders rustikale Note bekommt Ihr Grillfest, wenn außer Schnitzeln und Koteletts auch gegrillten Schweinebauch serviert wird. Schweinebauch sollte aus dem vorderen Bauchteil des Schweins stammen (auch dicke Rippe genannt), da dieser relativ fleischig ist. Man lässt den Bauchspeck am besten vom Metzger in etwa 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Wichtig: Damit kein Fett in die Glut tropft, sollte man Schweinebauch auf Grillpfannen aus Alufolie grillen.

Aus dem Bauch des Schweins stammt übrigens auch eine typisch amerikanische Grillspezialität: die so genannten Spareribs. Durch würzige, fruchtige Marinaden werden diese Schälrippchen zum leckeren Knabberspaß, der auf keiner Grillparty fehlen sollte.


Rindfleisch

Der Gourmet schwört auf saftige Stücke vom Rind. Aus der Rinderlende stammt das berühmte Roastbeef, das am Stück oder in Scheiben als Rumpsteak gegrillt werden kann. Leckere Steaks lassen sich auch aus der Rinderhüfte schneiden, sie sind aber stärker mit Fett durchzogen. Ein edles Grillvergnügen verschafft das Filet des Rindes. Aus dem mittleren Stück gewinnt man zarte Filetscheiben, beliebt sind aber auch die Tournedos, kleine, etwa 4-5 cm hohe Filetsteaks aus dem spitz zulaufenden Teil des Filets. Wichtig: Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Rindfleisch nicht hell- sondern dunkelrot gefärbt ist. Nur dann ist es wirklich gut abgehangen. Außerdem sollte Rindfleisch nicht zu dünn geschnitten sein, sonst trocknen die Scheiben beim Grillen aus. Die Dicke sollte zwischen 3-5 cm betragen.

Steaks und Filetscheiben vom Rind sind üblicherweise an einer Seite mit einer Fettschicht überzogen. Diese sollte erst nach dem Grillen entfernt werden, sonst verliert das Rindfleisch an Saft. Allerdings muss die Fettschicht vor dem Grillen mehrmals eingeschnitten werden, damit sich das Rindfleisch während des Röstens nicht wellt.

Im Gegensatz zum Schweinefleisch darf Rindfleisch nicht ganz durchgebraten werden, sondern es sollte im Innern seine rosa Farbe behalten. Als Faustregel gilt: Rindfleisch zuerst von jeder Seite eine Minute grillen, dann für "medium" gegrilltes Fleisch jede Seite noch 2 Minuten, für durchgebratenes Fleisch jede Seite noch 4 Minuten grillen, wobei die genaue Grilldauer jedoch stark von der Dicke des Fleischs und dem Abstand zur Glut abhängig ist. Wer nicht so genau auf die Uhr sehen möchte, macht den "Drucktest": Medium gegrilltes Fleisch gibt auf Fingerdruck nur wenig nach.


Lammfleisch

Lange Zeit stand Lammfleisch in dem Ruf zu "hammeln", d. h. einen strengen Geschmack und Geruch zu haben, der höchstens durch Marinieren überdeckt werden könne. Heute kommt praktisch nur noch zartes Lammfleisch auf den Markt – deshalb gilt: Gegrilltes vom Lamm ist in!

Zum Grillen nimmt man am besten Doppelkoteletts vom Rücken oder Nacken des Lamms. Lammkeule am Stück oder in Scheiben geschnitten ist ebenfalls bestens zum Grillen geeignet. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Lammfleisch rosa gefärbt ist und von weißen, nicht gelblichen Fettschichten durchzogen ist. Dann stammt es wirklich von jungen Lämmern – und nicht von Hammeln oder älteren Schafen.

Wer den typischen Geschmack von Lammfleisch nicht so mag, schneidet vor dem Grillen die Fettschicht der Koteletts ab. Saftiger bleiben die Koteletts, wenn die Fettstreifen nur mehrmals eingeschnitten und mitgegrillt werden.

Wenn es schnell gehen soll, dann können Sie Lammkoteletts einfach mit Steakpfeffer würzen und sofort grillen. Besonders zart und aromatisch wird Lammfleisch, wenn sie vor dem Grillen einige Stunden in einer Ölmarinade mit Kräutern der Provence, mit Rosmarin oder mit Thymian, Oregano und Knoblauch eingelegt wurden. Wie Rindfleisch wird Lammfleisch nicht ganz durchgebraten. Lammkoteletts werden etwa 2-3 Minuten von jeder Seite gegrillt, dann behalten sie im Innern ihre rosa Farbe. Lammkeule oder Lammrücken am Stück benötigen dagegen mindestens 20 Minuten. Wichtig: Lammfleisch immer ganz frisch vom Rost verzehren, nach dem Erkalten schmeckt Fett vom Lammfleisch leicht tranig.


Jetzt geht’s um die Wurst

Spontan Lust auf Grillen? Kein Problem – mit Wurst und Würstchen kann Ihr Grillfest im Handumdrehen starten. Metzger und Lebensmittelhandel bieten ein großes Sortiment an, durch das Sie sich "durchwursteln" können. Klassiker sind natürlich die traditionelle Bratwurst, Kalbsbratwürste, Nürnberger Rostbratwürstchen, sächsischer Roster und Thüringer Bratwürste. Wer es abwechslungsreicher liebt, versucht auch einmal rohe Schweinsbratwürste oder fix und fertig zubereitete Bratwurstschnecken. Oder kreieren Sie doch einmal kunterbunte Würstchenspieße! Dafür eignet sich alles, was Sie gerade im Hause haben: Paprika, Zucchini, Pilze, Gurken, Zwiebeln, Peperoni – lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.

Zum Grillen eignen sich auch ungepökelte Brühwürste wie z. B. Regensburger oder Fleischwurst. Allerdings muss man sie vor dem Grillen leicht einritzen, sonst platzen sie durch die Hitze. Aus dem gleichen Grund sollte man frische Schweinsbratwürste vor dem Grillen kurz mit heißem Wasser überbrühen.

Damit genug der Vorbereitungen, jetzt nur noch alle Bratwürste gut einölen, damit sie nicht am Rost kleben bleiben – und los geht’s. Allerdings muss die Glut dafür wirklich gut durchgeglüht sein, ansonsten ist die Hitze zu stark für Ihre Wurstparade. Und: Fette Würstchen, wie z. B. frische Schweinsbratwürste oder Bratwurstschnecken, sticht man am besten nach einigen Minuten Grillen mehrmals mit der Gabel ein, damit das Fett ablaufen kann. Dazu sollte man diese Würstchen aber auf speziellen Grillpfannen aus Alufolie grillen, so kann kein Saft und Fett in die Glut tropfen.

Abgerundet wird Ihr zünftiges Wurstessen durch frisches Baguette und natürlich durch Senf, Tomatenketchup oder andere Grillsaucen. Hier dürfen aber auch selbst gemachte Dips nicht fehlen.


Hackfleischspezialitäten vom Grill

Klein, aber fein – getreu diesem Motto wird Gehacktes in der Grillküche immer beliebter. Bei gegrilltem Hackfleisch denkt man zuallererst an Hamburger, jene flachen Rindfleisch-Hacksteaks, die zwischen spezielle Hamburger-Brötchen gelegt und mit Salatblättern, Tomaten, Zwiebeln, geriebenem Käse und Tomatenketchup garniert serviert werden. Sie sind mittlerweile der Hit einer jeden Grillparty, insbesondere natürlich für Kinder.

Hackbällchen und traditionelle Frikadellen eignen sich ebenfalls zum Grillen - aber Hackfleisch hat noch vieles mehr zu bieten: In bunter Reihenfolge mit verschiedenen Gemüsesorten (z. B. Paprika, Mais, Zucchini) auf Spieße gesteckt, ergeben Hackfleischbällchen eine dekorative und vor allem leckere Hackfleisch-Variante. Größere Bällchen lassen sich aber auch gut mit Lauch umwickelt grillen. Aus der jugoslawischen Küche kennen wir die Cevapcicis, kleine sehr pikant gewürzte Hackfleischröllchen. Eine besondere Delikatesse ist außerdem gegrilltes Baguette oder Gemüse mit Hackfleischfüllung.

Im Handel ist zumeist nur Rinder- oder Schweinehackfleisch bzw. gemischtes Hack erhältlich. Es wird aus grob entsehntem und entfettetem Muskelfleisch hergestellt. Besonders pikant schmecken Hackfleischspezialitäten aus Lammfleisch. Gehacktes Lammfleisch müssen Sie aber zumeist vorher bestellen – es lässt sich aber auch leicht zuhause aus Lammschulter oder Lammkeule herstellen, indem man das zuvor parierte Fleisch durch einen Fleischwolf dreht.

Damit Grillgerichte aus Hackfleisch beim Rösten nicht auseinander fallen, muss die Hackfleischmasse gebunden werden. Dazu wird sie mit ganzen Eiern oder Eigelb verrührt und zusammen mit Zwiebeln und Gewürzen gut durchgeknetet, bevor man die Hackfleischmasse mit nassen Fingern zu Bällchen, Klopsen oder Cevapcicis formt. Hackbällchen, die auf Spieße gesteckt werden, können noch zusätzlich in Mehl gewälzt werden. Wer aber ganz sicher gehen will, dass die Hackfleisch-Spezialitäten beim Grillen keinen Schaden nehmen, sollte Hackbällchen, Frikadellen und Hackspieße auf Alu-Pfännchen rösten.

 Quelle: Wirths PR

Donnerstag, 30. Mai 2013

Kinder impfen statt anstecken

Niedersächsische Kinder sind beim Schuleintritt besser gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio und Tetanus geimpft als der Bundesdurchschnitt. Foto: Techniker Krankenkasse (TK)


Masern, Mumps, Röteln, Polio und Tetanus...

Niedersächsische Kinder sind beim Schuleintritt besser gegen Masern, Mumps, Röteln, Polio und Tetanus geimpft als der Bundesdurchschnitt. Lediglich bei den Pneumokokken-, Varizellen- und Meningokokken C-Impfungen gibt es in Niedersachsen noch Nachholbedarf, so die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen, die sich auf aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts bezieht.

"Auf keinen Fall sollte man Kinderkrankheiten unterschätzen. Masern zum Beispiel sind hoch ansteckend. Sie können Lungen- oder Hirnhautentzündungen hervorrufen, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sind", so Inga Heinrich, Sprecherin der TK in Niedersachsen.

Um die Masern einzudämmen ist eine Impfquote von 95 Prozent erforderlich. Niedersachsens Kinder erreichten 2011 mit der 1. Masernimpfung Impfquoten von 96,8 Prozent und liegen somit über dem Wert. Die Impfquoten der 2. Masernimpfung sind hingegen mit 92,9 Prozent noch unzureichend.

Impfungen sind der optimale Schutz vor schweren Infektionskrankheiten. Daher sollten bereits im jungen Alter Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Die Kosten für eine Impfung gegen Masern wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Instituts, erscheint in der Regel wöchentlich mit Beiträgen und offiziellen Mitteilungen insbesondere zu den nach IfSG meldepflichtigen Infektionskrankheiten.

Sonntag, 26. Mai 2013

Schwangerschaftsdiabetes - Test erhöht Sicherheit für Mutter und Kind

Schwangerschaftsdiabetes gehört in Deutschland zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Frühzeitig erkannt, kann die Erkrankung gut behandelt werden. Deshalb übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen seit März 2012 die Kosten für die Untersuchung. Warum es sinnvoll ist, dass sich werdende Mütter auf Schwangerschaftsdiabetes testen lassen, erläutert Dr. Astrid Maroß. Sie ist Ärztin im AOK-Bundesverband.

Bei Gestationsdiabetes (GDM), auch Schwangerschaftsdiabetes genannt, steigt der Blutzuckerspiegel der werdenden Mutter zu stark an. Eine Ursache dafür ist die Zunahme von Schwangerschaftshormonen. Sie mindern die Wirkung des Hormons Insulin, ohne das Zucker nicht vom Blut in die Zellen gelangen kann. "Da Schwangerschaftsdiabetes nur selten Beschwerden verursacht, bemerken die Frauen den erhöhten Blutzuckerspiegel meist nicht", sagt Maroß. Stark übergewichtige Frauen neigen besonders dazu, GDM zu entwickeln. Das Risiko ist auch erhöht, wenn Diabetes mellitus Typ 2 in der Familie vorkommt oder eine Frau bereits GDM hatte. Bei den meisten Frauen verschwindet der Diabetes nach der Entbindung wieder.

Risiken vermeiden


"Wird Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig festgestellt, kann er gut behandelt, und Risiken für Mutter und Kind können vermieden werden", sagt AOK-Medizinerin Maroß. Zwar entwickelt sich auch bei den meisten werdenden Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes das Kind normal. Allerdings sind die Säuglinge bei der Geburt im Durchschnitt schwerer und größer. Bei größeren Kindern kann sich die Geburt nach dem Austritt des Kopfes verzögern. Bei dieser sogenannten Schulterdystokie können sich Mutter und Kind verletzen. Wird ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt, kommt es nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses seltener zu Schulterdystokien. Außerdem lässt sich durch eine Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes das Risiko für Präemklampsie senken. Bei dieser seltenen Schwangerschaftserkrankung wird zu viel Eiweiß mit dem Urin ausgeschieden, der Blutdruck steigt und Wasser lagert sich im Körper ein. "Ohne Behandlung kann Präemklampsie Mutter und Kind schaden", warnt Maroß.

GDM lässt sich mittels eines Zuckertests (Glukosetoleranztest) feststellen. Dafür wird Frauen in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche ein Vortest angeboten, bei dem sie ein Glas Wasser mit 50 Gramm Zucker trinken. Nach einer Stunde wird ihnen Blut aus der Armvene abgenommen und der Blutzuckerwert bestimmt. Ist der Wert erhöht, folgt ein zweiter Test mit 75 Gramm Glukose. Dafür muss die Schwangere nüchtern sein – sie darf also mindestens acht Stunden vor dem Test nichts gegessen und getrunken haben. Jeweils nach einer und nach zwei Stunden wird wiederum Blut entnommen. Liegt der Blutzuckerwert nach einer Stunde bei 180 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder darüber oder nach zwei Stunden bei 153 mg/dl oder darüber, liegt Schwangerschaftsdiabetes vor.

"Meist reichen eine Umstellung der Ernährung und regelmäßige Bewegung aus, um die Blutzuckerwerte zu normalisieren", sagt AOK-Ärztin Maroß. Nur wenige Frauen haben so hohe Zuckerwerte, dass sie Insulin spritzen sollten.

Das Deutsche Diabetes-Zentrum Düsseldorf empfiehlt übergewichtigen Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, sich fettarm zu ernähren, damit sie in der Schwangerschaft nur wenig zunehmen. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme sollten sie auf die Zeit nach der Geburt und Stillzeit verschieben und dabei auf radikale Diäten verzichten.

Ernährungstipps für Schwangere

Um erhöhte Blutzuckerwerte zu senken oder Schwangerschaftsdiabetes vorzubeugen, sollten Schwangere
  • nicht "für zwei" essen, sondern darauf achten, dass sie genügend Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich nehmen
  • statt drei große möglichst fünf kleine Mahlzeiten täglich zu sich nehmen
  • kohlenhydrathaltige Lebensmittel über den Tag verteilt essen, um den Blutzuckeranstieg nach den Mahlzeiten zu begrenzen
  • täglich Obst, Gemüse und frische Salate essen
  • zu jeder Hauptmahlzeit Vollkornprodukte oder Kartoffeln verzehren
  • bei der Zubereitung der Speisen und als Brotaufstrich wenig Fett verwenden
  • regelmäßig fettarme Milchprodukte zu sich nehmen
  • mindestens eineinhalb Liter Wasser, ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee trinken
  • sparsam salzen und lieber mit Kräutern würzen
  • Gemüse kurz im geschlossenen Topf in wenig Flüssigkeit und Fett garen
  • auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel wie Fruchtsäfte, Limonade, Eistee, Bonbons und Gummibärchen verzichten, da sie den Blutzuckerspiegel schnell erhöhen und
  • Süßwaren wie Schokolade, Kuchen und Kekse sowie Fertiggerichte nur in kleinen Mengen verzehren.
Weitere Infos: Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses

Samstag, 25. Mai 2013

Tipps für den Umgang mit einer Pollenallergie


Durch das lang anhaltende kalte Wetter bis in den April hinein hat sich der Pollenflug bei vielen Pflanzen zeitlich nach hinten verlagert. Allergiker werden die Auswirkungen hiervon bald zu spüren bekommen, wenn sich die Frühjahrspollen verstärkt durch die Lüfte bewegen. Nach Schätzungen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) leidet jeder sechste Deutsche unter einer Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt. 

„Die Symptome hierfür können ganz unterschiedlich sein“, sagt Claudia Schmalhause vom KKH-Serviceteam in Krefeld. „Manch einer muss niesen, einem anderen tränen die Augen.“ Auch Dauerschnupfen, verstopfte Atemwege oder Augenjucken, Atemnot und Asthma bis hin zu Hautekzemen, Neurodermitis und Magen-Darm-Beschwerden können Anzeichen für Heuschnupfen sein.

Damit Heuschnupfengeplagte die kommenden Wochen gut überstehen, hat die KKH einige Tipps gesammelt:
  • Anti-allergische Tabletten (Antihistaminika) stets parat halten.
  • Fenster tagsüber geschlossen halten. In der Stadt sollte man zur Pollenzeit frühmorgens lüften, in ländlichen Gebieten zwischen 19 und 24 Uhr. Dann ist die Pollenkonzentration in der Luft niedriger.
  • Pollenschutzgitter an Schlafzimmerfenstern anbringen. Sie halten Flugsamen größtenteils ab.
  • Täglich Staub samt Pollen von Teppichen saugen und von Möbeln feucht abwischen.
  • Tagsüber getragene Kleidungsstücke nicht im Schlafzimmer ablegen.
  • Vor dem Schlafengehen Haare waschen, da sich hierin Pollen verfangen.
  • Bei Autofahrten Fenster geschlossen halten. Das Lüftungssystem sollte mit einem Pollenfilter versehen sein, der einmal jährlich gewechselt werden sollte.
  • Auf Pollenflugvorhersagen achten und während akuter, starker Pollenflugphasen längere Aufenthalte draußen vermeiden.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Pille, Kondom & Co.


Schmetterlinge im Bauch: Wenn Teenager das erste Mal verliebt sind, fahren ihre 
Gefühle oft Achterbahn. Foto: AOK-Mediendienst

Jugendliche sind gut beraten

Pubertierende Jungen und Mädchen sind in Sachen Sex gar nicht so draufgängerisch, wie Erwachsene glauben. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich dafür, mit dem "ersten Mal" eher länger zu warten - und sie verhüten dabei so gut wie nie zuvor. In der Regel haben Jungen und Mädchen ihren ersten Geschlechtsverkehr in einer festen Beziehung. "Die meisten Jugendlichen sind sehr gut aufgeklärt, sie verhüten besser als je zuvor und entscheiden sehr bewusst, was sie wollen und was nicht", sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband.

Aufklärung, Verhütung, Sexualität - das sind für Jugendliche von heute keine Themen mehr, die verschämt hinter der Turnhalle besprochen werden. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: Eltern, Schule, Beratungsstellen und das Internet leisten ihren Beitrag dazu, dass das Thema heute viel offener als früher besprochen wird. "Die Jugendlichen gehen unbefangener und dennoch verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität um", sagt Ebel.

Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung alle fünf Jahre unter mehreren tausend Mädchen und Jungen macht. Demnach sank der Anteil der 14-jährigen Mädchen, die bereits Geschlechtsverkehr hatten, von zwölf Prozent im Jahr 2005 auf sieben Prozent im Jahr 2010. Bei den gleichaltrigen Jungen sank er von zehn auf vier Prozent. Bis zu einem Alter von 17 Jahren hat mehr als ein Drittel der jungen Frauen und Männer noch keinen Geschlechtsverkehr gehabt.

Umfassende Informationen und freier Umgang mit dem Thema Sexualität haben auch dazu geführt, dass die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren heute besser denn je verhüten. Während 1980 noch 20 Prozent der Mädchen und 29 Prozent der Jungen angaben, Geschlechtsverkehr ohne Verhütung zu haben, sind es heute nur noch acht Prozent der Mädchen und Jungen - mittlerweile verhüten Jungen also genauso gut wie Mädchen. Und am häufigsten kommt hierbei das Kondom zum Einsatz. Drei Viertel aller deutschen Jungen und Mädchen verwenden es bei ihrem "ersten Mal". "Sind sie dann länger sexuell aktiv, verwenden Mädchen zunehmend die Pille", sagt Ebel.

Kondome und Pille empfehlen Experten den Jugendlichen auch als sichere und gut handhabbare Verhütungsmittel. Richtig angewendet, gilt das Kondom als sicher und bietet im Gegensatz zu anderen Verhütungsmitteln zusätzlich Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie einer HIV-Infektion, Syphilis oder Hepatitits B. Da die Sicherheit der Verhütung mit Kondom stark von der richtigen Anwendung abhängt, raten die Experten den Jungen, den Umgang mit dem Kondom vorher zu üben. Die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode beschreibt der sogenannten Pearl-Index. Je niedriger er ist, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Beim Kondom liegt er zwischen zwei und zwölf. Das bedeutet, von 100 Frauen, die zwölf Zyklen mit Kondom Geschlechtsverkehr haben, werden zwischen zwei und zwölf schwanger. Ebel: "Der Grund für die Schwankungsbreite sind im wesentlichen Anwendungsfehler."


50 Jahre Pille


Auch die Verhütung mit der Pille, die es seit gut 50 Jahren gibt, gilt als sicher - aber sie braucht Vorlauf. Der Frauenarzt entscheidet, welches Hormonpräparat das richtige für das jeweilige Mädchen ist. Die Sicherheit der Pille hängt stark von der regelmäßigen Einnahme ab - von 100 Frauen, die zwölf Zyklen lang die Pille mit Östrogenen und Gestagenen nehmen, werden 0,1 bis 0,9 schwanger. Bei der Minipille, die nur Gestagene enthält, liegt der Index etwas höher. Der Einnahme der Pille geht eine eingehende Untersuchung und Beratung voraus.

Anders als das Kondom kann die Pille Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme und Brustspannungen haben. "Raucherinnen haben ein höheres Thrombose-Risiko", warnt Ebel. Dabei gilt: Ist das Mädchen jünger als 14 Jahre, müssen die Eltern informiert und einbezogen werden. Zwischen 14 und 16 Jahren kann der Arzt die Pille auch ohne Zustimmung der Eltern verschreiben, die Entscheidung liegt in seinem Ermessen. Ab dem 16. Lebensjahr ist das Einverständnis der Eltern nicht mehr nötig.


Weitere Verhütungsmittel


Neben Pille und Kondom gibt es noch zahlreiche weitere Verhütungsmittel, die zum Teil auch als sicher gelten. Dazu gehört der Vaginalring, den das Mädchen für drei Wochen in die Scheide einführt, und der hier künstliche weibliche Hormone abgibt. In der vierten Woche kommt es dann zur Blutung. Der Vaginalring ist fast so sicher wie die Pille und kann dieselben Nebenwirkungen haben.

Auch beim Verhütungspflaster sind Sicherheit und Nebenwirkungen ähnlich wie bei der Pille. Das etwa fünf mal fünf Zentimeter große Verhütungspflaster wird auf die Haut geklebt und gibt hier regelmäßige weibliche Hormone ab. Wenn das verschreibungspflichtige Pflaster nach drei Wochen abgenommen wird, ist auch die pflasterfreie Woche geschützt, bevor dann wieder ein nächstes Pflaster aufgeklebt wird.

Wer drei Jahre lang Ruhe haben möchte, kann sich für ein Hormonimplantat entscheiden. Dabei implantiert der Frauenarzt ein weiches Kunststoffstäbchen an der Innenseite des Oberarms, das drei Jahre lang kleine Mengen des Hormons Gestagen abgibt. Diese Methode gilt ebenfalls als sehr sicher. Es kommt jedoch in seltenen Fällen zur Wanderung des Stäbchens, was Beschwerden verursachen kann. Für die Hormonspirale gilt, dass sie bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter liegt, kleine Mengen Gestagen freisetzt und damit eine Schwangerschaft verhindert.

Das Diaphragma oder auch Scheidenpessar dagegen bleibt nicht dauerhaft im Körper. Der biegsame Ring mit einer Gummihaut wird frühestens ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr mit einem Gel bestrichen, das Spermien abtötet. Dann wird es wie eine Barriere vor den Muttermund gelegt, damit keine Spermien in die Scheide gelangen können. Der Frauenarzt muss das Diaphragma anpassen. Wie sicher es ist, hängt stark von der Übung beim Einführen ab. Deshalb liegt der Verhütungsindex zwischen eins und 20.
Darüber hinaus gibt es noch verschiedenste chemische Verhütungsmethoden wie Gels, Schaumzäpfchen oder Cremes, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden und die Spermien unbeweglich machen sollen. "Solche Mittel sollten nur zusammen mit einem Kondom oder einem Diaphragma verwendet werden, da sie sonst nicht sicher sind", sagt Ebel.


Koitus interruptus ist unsichere Methode


Nicht ratsam ist der Koitus interruptus, also der Rückzieher des Mannes vorm Höhepunkt. Ebel: "Auch vor dem Samenerguss können schon Spermien in die Scheide gelangen."
Gab es Pannen bei der Verhütung, gibt es schließlich noch die "Pille danach". Diese muss der Arzt verschreiben, wobei der Zeitpunkt eine ganz wichtige Rolle spielt: Es muss bis spätestens 72 Stunden, bei neueren Präparaten bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Verkehr oder einer Panne eingenommen werden. Der Zeitpunkt ist so wichtig, weil es sich nicht um eine Abtreibungspille handelt. Ist die Eizelle bereits befruchtet, wirkt die "Pille danach" nicht mehr. Deshalb gilt: je eher, desto besser.


Viele Informationsangebote


Neben Elternhaus und Schule gibt es zahlreiche Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche, viele Jungen und Mädchen nutzen dazu gerne das Internet. 

Auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es viele Broschüren zum Thema, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für ihre Eltern. Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk und viele andere Träger haben Beratungsstellen, an die sich Jugendliche ebenfalls wenden können. Durch die vielfältigen Angebote und die verantwortungsvolle Aufklärung durch Elternhaus und Schule hat sich in Sachen Aufklärung und Verhütung in Deutschland viel getan. "So hat Deutschland heute eine der niedrigsten Teenagerschwangerschaftsraten in Europa", sagt Ebel.
  

Freitag, 15. März 2013

Mit stabilem Stoffwechsel fahren Diabetiker sicher Auto


Das Auto schlingert, kommt von der Straße ab und landet am Baum. Die Polizei vermutet zunächst, dass Alkohol im Spiel ist, doch es stellt sich heraus: Der Fahrer des Unglückswagens war unterzuckert. Zum Glück ist es beim Blechschaden geblieben. Diabetiker verursachen statistisch zwar nicht mehr Unfälle als andere Autofahrer. Doch wenn, ist meist Unterzuckerung dafür die Ursache. Deshalb müssen Diabetiker beim Autofahren besonders vorsorgen.

Diabetes ist in Deutschland mittlerweile eine Volkskrankheit. Rund sechs Millionen Menschen sind betroffen, Tendenz steigend. 90 Prozent der Betroffenen haben Typ-2-Diabetes (auch Altersdiabetes genannt) - eine Erkrankung, die neben einer genetischen Veranlagung vor allem auf Bewegungsmangel und ungünstige Ernährung zurückzuführen ist, und an der zunehmend auch immer mehr jüngere Menschen leiden.

Sowohl bei Diabetikern vom Typ 1 als auch vom Typ 2 kann es zu Unterzuckerungen kommen. Wie gefährlich das werden kann, zeigte erst kürzlich der Autounfall des Bundesliga-Fußballers Boris Vukcevic. Im unterzuckerten Zustand prallte der Hoffenheimer Mittelfeld-Spieler gegen einen Laster, dabei erlitt der Typ 1-Diabetiker schwere Kopfverletzungen.

"Damit niemand sich selbst und andere im Verkehr in Gefahr bringt, ist es ganz wichtig, dass man nur Auto fährt, wenn man sich wohl und fit fühlt - das gilt selbstverständlich für alle, nicht nur für Menschen mit chronischen Erkrankungen", sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. Um fit im Auto zu sein, müssen Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel gut im Griff haben, die Warnsignale ihres Körpers kennen und für Notfälle gerüstet sein.
  

Das sind Warnsignale für Unterzuckerung:

  • Zittern,
  • Schweißausbrüche,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Kopfschmerzen,
  • Herzklopfen,
  • Heißhunger,
  • Bewusstlosigkeit oder gar Koma.
Das ist wichtig, um Unterzuckerung zu vermeiden und den Stoffwechsel im Gleichgewicht zu halten:
  • Vor der Abfahrt den Blutzucker messen. Wenn er nicht in Ordnung ist, muss die Abfahrt verschoben werden.
  • Schnell wirkende Kohlenhydrate wie Traubenzucker, Cola oder Gummibärchen müssen beim Fahren greifbar sein.
  • Bei längeren Fahrten alle zwei Stunden den Blutzucker messen.
  • Achtung: Alkoholgenuss am Vorabend, aber auch Infekte und große Anstrengung erhöhen die Gefahr für Unterzuckerung.
  • Wenn sich die Werte nach einer Unterzuckerung wieder erhöht haben, fahren Sie nicht gleich wieder los, sondern machen Sie noch eine Kontrollmessung.
  • Dokumentieren Sie Ihre Werte in einem Tagebuch, so dass Sie den Verlauf im Fall des Falles belegen können.

Auf die Kohlenhydratmenge achten

Am größten ist das Risiko für Diabetiker, die Insulin spritzen. "Sie sollten das Thema Autofahren deshalb auch sorgfältig mit ihrem Arzt besprechen", sagt Ebel. Aber auch wer blutzuckersenkende Tabletten einnimmt, muss mögliche Unterzuckerungen im Auge behalten. Wichtig ist hier, auf die richtige Kohlenhydratmenge im Essen zu achten. Ist der Mediziner der Ansicht, dass der Patient gerade oder gar nicht in der Lage ist, Auto zu fahren, kann er das Autofahren verbieten. Gründe dafür können beispielsweise sein, dass der Stoffwechsel in der Vergangenheit zu häufig aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass das Umstellen der Therapie den Stoffwechsel durcheinander gebracht hat oder dass der Patient Unterzuckerungen nicht richtig wahrnehmen kann. Wer trotzdem fährt, macht sich womöglich strafbar. Vor allem: "Auch wenn der Arzt keine Behörde ist, sollten Patienten sich an seine Vorgabe halten. Es geht schließlich nicht nur um die eigene Sicherheit, sondern auch um die der anderen", sagt Ebel.

In manchen Fällen ist es ratsam oder wird sogar von Amts wegen vorgeschrieben, dass für die Fahrtauglichkeit ein Gutachten erstellt werden muss. Das gilt beispielsweise für Diabetiker, die den Führerschein machen wollen und Insulin spritzen. Die genauen gesundheitlichen Auflagen sind regional unterschiedlich, die Behörden vor Ort informieren darüber. Gutachten erstellt ein Diabetologe mit verkehrsmedizinischer Zusatzausbildung. Aber nicht nur die bevorstehende Führerscheinprüfung, sondern auch andere Situationen können ein solches Gutachten erforderlich machen. Das kann der Fall sein, wenn Diabetiker in einen Unfall verwickelt sind oder sich im Verkehr auffällig verhalten.

Wer den Führerschein schon hat und dann Diabetes bekommt, muss seine Krankheit nicht bei den Behörden melden oder gar den Führerschein abgeben. Das bedeutet allerdings nicht, dass man das Risiko einer möglichen Unterzuckerung dann auf die leichte Schulter nehmen darf. "Am besten fährt man als Diabetiker damit, wenn man darin geübt ist, die Alarmsignale, die der Körper aussendet, zu erkennen und das Wissen hat, schnell darauf reagieren zu können", sagt Ebel.

Donnerstag, 14. März 2013

Autismus - wie auf einem fremden Planeten

Bei autistischen Störungen denken viele Menschen an den Film "Rain Man" mit Dustin Hoffmann. Der Oscar-Preisträger verkörpert darin den extrem introvertierten Raymond, der monoton spricht, aber dafür ein phänomenales Zahlengedächtnis hat. Doch längst nicht alle Autisten sind hochbegabt. "Es gibt ganz unterschiedliche Formen und Ausprägungen dieser Entwicklungsstörung", sagt Dr. Astrid Maroß, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie im AOK-Bundesverband. Am häufigsten ist der frühkindliche Autismus, der in den ersten drei Lebensjahren beginnt.

Der amerikanische Kinderpsychiater Leo Kanner hat den frühkindlichen Autismus 1943 erstmals beschrieben; daher wird er auch als Kanner-Syndrom bezeichnet. Nach Angaben des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte sind etwa 17 von 10.000 Kindern davon betroffen, vor allem Jungen. Eine leichtere autistische Störung ist das Asperger-Syndrom, das bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter einsetzt. Sie sind meist normal bis überdurchschnittlich intelligent, während bei einem Viertel bis der Hälfte der Kinder mit frühkindlichem Autismus die Intelligenz gemindert ist. Sie können oft nicht oder nur wenig sprechen. Daneben gibt es weitere Formen autistischer Störungen.
Bei den meisten Autisten zeigen sich folgende drei Hauptmerkmale:

Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen

  • Menschen mit einer autistischen Störung neigen dazu, sich von der Umwelt abzukapseln.
  • Sie tun sich schwer damit, sich in andere hineinzuversetzen sowie eigene Gefühle und Bedürfnisse zu äußern.
  • Kinder mit frühkindlichem Autismus nehmen beispielsweise keinen Blickkontakt auf, reagieren nicht auf ein Lächeln, wollen nicht auf den Arm genommen werden. Häufig fallen sie durch einen starren Gesichtsausdruck auf.
  • Sie spielen lieber alleine als mit Gleichaltrigen.
  • Sie zeigen nicht, dass sie ihre Eltern vermissen.
Gestörte Kommunikation und Sprache
  • Etwa die Hälfte der Kinder mit frühkindlichem Autismus entwickeln keine oder nur eine unvollständige Sprache. Sie versuchen auch nicht, sich mithilfe von Gestik oder Mimik zu verständigen.
  • Sie benutzen bestimmte Wörter sehr gerne und wiederholen diese häufig; manche haben auch Spaß daran, neue Wörter zu erfinden.
  • Viele Autisten nehmen alles Gesagte wörtlich. Daher verstehen sie Sprichwörter, Redewendungen oder Ironie nicht.
Eingeschränkte Interessen und stereotype Verhaltensmuster
  • Typisch ist die ständige Wiederholung bestimmter Körperbewegungen (Stereotypien); zum Beispiel können autistische Kinder ausgiebig an Rädern drehen oder mit Fäden oder Papier wedeln,
  • Sie interessieren sich häufig mehr für Teilaspekte als für eine Sache selbst, zum Beispiel für ein Rad und nicht für das ganze Auto,
  • Sie entwickeln oft spezielle Interessen, die sie gut beherrschen, etwa Rechnen oder technische Disziplinen.
  • Rituale und gleichbleibende Abläufe sind ihnen sehr wichtig; auf Veränderungen reagieren sie oft mit Angst oder Aggressionen.
Zusätzlich haben viele autistische Kinder bereits im frühen Säuglingsalter Probleme mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus und der Nahrungsaufnahme. Sie fallen durch Schreien und starke Erregbarkeit auf. Später können Wutausbrüche, Aggressionen und ein Hang zur Selbstverletzung dazukommen.
Die Ursachen der Störung sind bisher nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass genetische Veränderungen zu einer Entwicklungsstörung des Gehirns führen. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass ein höheres Alter der Mutter oder des Vaters bei der Geburt des Kindes das Risiko für eine autistische Störung erhöht. Nicht bestätigt hat sich hingegen die frühere Annahme, dass Kinder erkranken, weil sich ihre Eltern "kalt" verhalten oder ihren Nachwuchs ablehnen.

Körpersignale wie Vokabeln lernen

Durch ihren Mangel an Einfühlungsvermögen und Kontaktfähigkeit wirken Autisten manchmal gefühlskalt. "Das sind sie aber nicht, sondern sie haben Schwierigkeiten, eigene Gefühle auszudrücken oder Gefühle anderer richtig zu interpretieren", sagt AOK-Ärztin Maroß. Doch so schwierig es für andere Menschen ist, Autisten zu verstehen, so wenig verstehen diese die Menschen um sich herum. Sie fühlen sich wie in einer fremden, chaotischen Welt oder wie auf einem fremden Planeten. Sie müssen Körpersignale anderer Menschen lernen wie Vokabeln.

Autismus ist nicht heilbar, sondern begleitet die Betroffenen und ihre Familien ein Leben lang. "Eine rechtzeitige Diagnose ist allerdings wichtig, denn frühzeitige Förderung kann einiges bewirken", sagt Maroß. Die Fachärztin empfiehlt Eltern, beim Verdacht auf eine autistische Störung zu einem Kinder- und Jugendpsychiater zu gehen. Der Arzt befragt die Eltern zunächst gezielt nach typischen Verhaltensweisen. Ein umfassendes Bild macht er sich außerdem durch Fragebögen und indem er das Kind genau beobachtet, etwa beim Spielen. Durch weitere Untersuchungen schließt er andere Erkrankungen oder Störungen aus. Zudem überprüft er Intelligenz, Sprachentwicklung und Motorik.

Eine Therapie zielt vor allem darauf ab, die Entwicklung der Betroffenen zu fördern und ihnen zu ermöglichen, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Die Eltern und Betreuer sollten in die Behandlung einbezogen werden. Während sich mit Medikamenten lediglich Begleiterscheinungen lindern lassen, kann ein Verhaltenstraining autistischen Kindern helfen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und sich mit ihnen zu verständigen. Zurzeit werden verschiedene Verfahren angewandt. Bei manchen Ansätzen wird beispielsweise erwünschtes Verhalten belohnt. Auch pädagogische Förderkonzepte kommen zum Einsatz. Je nach individueller Konstellation können die Kinder im Rahmen von einem therapeutischen Gesamtkonzept auch mit Ergotherapie, Logopädie oder kreativen Angeboten gefördert werden.

"Wichtig ist auch eine Beratung der Eltern, die stark belastet sind", sagt Maroß. Denn viele Autisten benötigen auch noch als Erwachsene umfassende Unterstützung in allen Lebensbereichen. Im Alltag sind die Eltern mit vielen Problemen konfrontiert, die das Familienleben einschränken. Wegen ihres Verhaltens fallen Kinder mit frühkindlichem Autismus bereits im Kindergarten auf, danach besuchen sie meist eine Förderschule.

Geduld und Verständnis sind wichtig

"Der Umgang mit autistischen Menschen erfordert Geduld und viel Verständnis", weiß AOK-Psychiaterin Maroß. Regelmäßige Abläufe geben einem autistischen Kind Sicherheit. Eltern, Betreuer, Erzieher und Lehrer sollten daher darauf Rücksicht nehmen und eine Atmosphäre schaffen, in der sich das Kind wohlfühlt. Damit es sich beispielsweise langsam an den Kindergarten gewöhnen kann, empfiehlt es sich, es anfangs nur stundenweise dort zu betreuen und die Betreuungszeit dann schrittweise auszuweiten. Sinnvoll ist es, wenn sich die Erzieherinnen und später die Lehrer eng mit den Eltern absprechen. Um die Eingewöhnung zu erleichtern, kann die Mutter dem Kind anfangs gewohnte Speisen mitbringen. Ratsam ist es auch, dem Kind einen Raum zu zeigen, in den es sich zurückziehen kann. Im Gespräch mit einem autistischen Jungen oder Mädchen ist es wichtig, sich klar zu äußern und dem Kind Zeit zu geben zu reagieren. Drohungen sollten vermieden werden.

Weitere Infos und Adressen:
im Versichertenportal der AOK
Elternselbsthilfeverband autismus Deutschland e.V.

Mittwoch, 6. März 2013

Essstörungen: Hilfe bei Anorexie, Bulimie und Binge-Eating

Für Menschen mit Essstörungen hat Essen nichts mit Genuss zu tun. Sich aufs Essen freuen, sich ein gutes Essen gönnen, das wohlige Satt sein danach – solche Erfahrungen sind den Betroffenen verloren gegangen. Für sie ist essen oder nicht-essen zu einem Zwang geworden. Was Angehörige tun können, wo es Hilfe gibt und welche Therapien möglich sind, erklären die Experten der Stiftung Warentest in dem Buch Essstörungen

Menschen, die an einer Essstörung leiden, haben ein großes Interesse am Kaloriengehalt der Lebensmittel. Sie wissen nicht nur ganz genau, wie viele Kalorien ein halbes trockenes Brötchen oder 100 Gramm Haferflocken haben, sondern können auch jede Aktivität – ob Treppen steigen, joggen oder kalt duschen – in verbrauchte Kalorien umrechnen. Magersüchtige vermeiden hochkalorisches, fetthaltiges, kohlenhydratreiches Essen. Und eine Mahlzeit, deren Kaloriengehalt sie nicht bestimmen können, lehnen sie lieber ab. Menschen mit Bulimie werden von Essattacken geplagt und versuchen die Kalorien durch Erbrechen oder mit Hilfe von Abführmitteln wieder loszuwerden.

Hunger, Essanfälle, Erbrechen, exzessiver Sport oder Missbrauch von Medikamenten: Nicht das Elternhaus macht krank. Auch die Betroffenen sind nicht schuld. Essstörungen sind Erkrankungen, bei denen biologische, psychologische und soziokulturelle Einflüsse zusammenwirken. Dieses Buch erklärt einfühlsam, wieso das so ist und was man selbst als Betroffener, Angehöriger oder Lehrer tun kann. Der Ratgeber bietet Unterstützung und erklärt, welche Anzeichen es geben kann und welche Therapien sich eignen.

Die Autorin Anke Nolte arbeitet in Berlin als freiberufliche Medizinjournalistin mit den Schwerpunkten Psychologie, Psychosomatik und Krankenpflege.

Essstörungen, Hilfe bei Anorexie, Bulimie und Binge-Eating hat 160 Seiten und ist seit dem 29. Januar 2012 für 18,90 Euro am Kiosk erhältlich oder kann unter www.test.de/essstoerungen bestellt werden.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Hormone beeinflussen unsere Stimmung

Bewegung stärkt die Lebensgeister. Foto: Schoenenberger


Normalerweise müssten wir zu Beginn des Frühjahrs durch mehr Sonne und Licht wieder aktiver werden. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Denn der Übergang von Winter auf Frühling bringt unseren Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Dadurch fühlen wir uns ausgelaugt, müde und bedrückt, haben oftmals Glieder- und Kopfschmerzen – wir werden "frühjahrsmüde".

Abhilfe schaffen