Tennis, Reiten, Skifahren, Fußball oder Hockey - Sport für Kinder
geht ins Geld. Die Vereinsmitgliedschaft muss bezahlt, die Kosten für
spezielle Schuhe, Kleidung und Zubehör berappt werden. Bei einer
repräsentativen Umfrage
im Auftrag des Apothekenmagazins "Baby und Familie" sind zwei Drittel
der Deutschen (65,9 %) davon überzeugt, dass sich viele Eltern
Mitgliedschaften ihrer Kinder in Sportvereinen oder Sportkurse
finanziell nicht leisten können.
Seite zum Thema Gesundheit, Ernährung und Diät. Enthält viele leckere Rezepte und Tipps.
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Dienstag, 27. August 2013
Samstag, 27. Juli 2013
Zu viel Bauchfett: Schon bei Kindern ist das Krankheitsrisiko erhöht
Weitere Informationen:
Universität Leipzig; www.zv.uni-leipzig.de
Fragen zu diesem Thema beantworten aid-Experten im Forum "Säuglings- und Kinderernährung" und "Ernährung von Jugendlichen" auf www.was-wir-essen.de
aid-Heft "Das beste Essen für Kinder - Empfehlungen für die Ernährung von Kindern"
Bestell-Nr. 1447, Preis: 2,50 EUR, www.aid-medienshop.de
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Familie,
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Jugendliche,
Kinder,
Übergewicht
Mittwoch, 24. Juli 2013
Wenn der Ranzen gut sitzt, klappt der Schulstart besser
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| Kinder wollen vor allem, dass ihr Schulranzen gut aussieht. Genauso wichtig ist allerdings, dass er richtig sitzt und nicht zu schwer ist. Foto: AOK |
Leichtgewichte sind am besten
Stabil, körpergerecht geformt, im Dunkeln leuchtend - so sieht ein idealer Schulranzen aus. Thomas Ebel verrät, worauf Eltern beim Kauf achten sollten. Der Arzt im AOK-Bundesverband erklärt außerdem, warum Rucksäcke, Trolleys oder Taschen einen Schulranzen nicht ersetzen können.
Die meisten Kinder sind stolz, wenn sie sich vor der Einschulung einen Ranzen aussuchen dürfen. Doch während es für die Kleinen eher um die Farbe oder das Motiv geht, sollten Eltern darauf achten, dass der Schulranzen den Hinweis "entspricht DIN 58124" trägt. Diese Norm sieht vor, dass mindestens zehn Prozent der Vorder- und Seitenflächen des Ranzens aus reflektierenden Materialien bestehen müssen - dadurch wird das Scheinwerferlicht im Dunkeln wie von Katzenaugen zurückgeworfen. Mindestens 20 Prozent der Fläche müssen fluoreszieren, also am Tag und in der Dämmerung weithin aufleuchten. "Durch die Signalfarben Orangerot oder Gelb können Auto- und Radfahrer die Schüler auch im Dunkeln oder bei trübem Wetter gut erkennen", sagt Ebel.
Stabil, rückenfreundlich geformt und gut gepolstert
Der AOK-Mediziner erläutert, welche Eigenschaften ein Ranzen außerdem haben sollte:
- Er sollte stabil gebaut sein und nicht umkippen. Das Obermaterial muss strapazierfähig und wasserabweisend sein.
- Am besten eignet sich ein Ranzen, der sich an den Rücken des Kindes anpasst und gut abgepolstert ist. Er sollte nicht breiter als der Rücken des Kindes sein.
- Die Riemen sollten etwa vier Zentimeter breit, gepolstert und möglichst stufenlos verstellbar sein.
- Idealerweise verfügt der Ranzen über einen Tragegriff zum Aufhängen und einen zweiten am Deckel, mit dem das Kind ihn tragen kann.
- Praktisch sind separate Außentaschen, in denen der Schüler etwa eine Trinkflasche und die Brotdose verstauen kann.
Der Schulranzen selbst sollte nicht mehr als 1,3 Kilogramm wiegen. Damit er nicht zu schwer wird, empfiehlt es sich, nur das einzupacken, was das Kind am nächsten Tag in der Schule benötigt. "Am besten klären die Eltern, ob ihr Nachwuchs schwere Bücher, Malsachen und Bastelmaterial in der Schule aufbewahren kann", rät Ebel.
Ranzen gehört auf den Rücken
Damit ein Ranzen rückengerecht ist, sollte er richtig zum Einsatz kommen:
- Das Kind sollte den Ranzen auf dem Rücken tragen. Baumelt der Tornister nur über eine Schulter, belastet dies die Wirbelsäule einseitig.
- Das Gewicht sollte gleichmäßig im Ranzen verteilt werden, um eine "Schlagseite" nach links oder rechts zu vermeiden. Schwere Sachen wie Bücher gehören nach hinten, leichtere wie Hefte und Federmäppchen weiter nach vorne.
- Straff angezogene Tragegurte sorgen dafür, dass der Ranzen an beiden Schulterblättern anliegt. Die Oberkante sollte mit der Schulterhöhe abschließen.
- Um den Tornister rückenschonend aufzusetzen, kann das Kind einen
Tisch, eine Bank oder einen Stuhl zur Hilfe nehmen. Beim Auf- und
Absetzen sollte es seine Wirbelsäule nicht verdrehen und sich nicht
bücken.
Kräftige Muskeln helfen beim Tragen
"Wichtig ist auch, dass Kinder sich viel bewegen", weiß Ebel. "Dadurch stärken sie ihre Muskulatur und entlasten ihre Wirbelsäule." Das Tragen des Ranzens fällt ihnen dadurch leichter. Eltern sollten ihren Kindern daher Zeit zum Spielen und Toben geben und sich mit ihnen gemeinsam bewegen. Sinnvoll ist es auch, wenn die Jungen und Mädchen regelmäßig Sport treiben, zum Beispiel in einem Verein.
Rucksäcke, Taschen und Trolleys sind für den Transport der Schulsachen nicht geeignet. "Rucksäcken fehlt die nötige Stabilität, außerdem sind sie nicht ausreichend am Rücken gepolstert", begründet Ebel. Taschen, die seitlich getragen werden, können zu einer Krümmung der Wirbelsäule führen, die bei Heranwachsenden noch weich und formbar ist.
Auch Trolleys kommen als Ersatz für den Schulranzen nicht infrage, denn häufig müssen die Kinder sie schleppen und hochheben, etwa in den Bus oder über den Bordstein. "Das kann das Kreuz mehr belasten, als den Ranzen auf dem Rücken zu tragen", sagt AOK-Mediziner Ebel. Schädlich für das Kreuz ist es auch, wenn das Kind den Trolley seitlich hinter sich herzieht.
Unterstützung bei der Wahl eines gesundheitsgerechten Ranzens bietet der Schulranzen-Check der AOK. Das kostenfreie Aktionspaket enthält Informationen für Eltern, Schüler und Lehrer. Auf Wunsch kommen AOK-Fachleute auch in die Schulen, um vor Ort zu überprüfen, ob der Ranzen rückenfreundlich und sicher ist. Weitere Informationen dazu gibt es in den AOK-Geschäftsstellen vor Ort.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Masern: Machen Sie den Impfcheck
Mit rund 1.000 gemeldeten Erkrankungen bereits in
diesem Jahr breiten sich die hoch ansteckenden Masern in Deutschland
wieder deutlich aus. Aufgrund dieser Häufung von Masern-Fällen mit
Schwerpunkten in Berlin und Bayern sowie dem aktuell gemeldeten Ausbruch
an einer Schule in Erftstadt bei Köln, rät die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Impfcheck.
"Um Masernausbrüche in Zukunft zu verhindern, ist es wichtig, die heute schon recht guten Impfquoten bei Kindern weiter zu steigern und auf konstant hohem Niveau zu halten. Entscheidend ist aber auch, Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Deshalb sollten nach 1970 Geborene ihren Impfschutz gegen die hoch ansteckenden Masern überprüfen."
Für Kinder sind zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln zwischen dem vollendeten 11. und 23. Lebensmonat empfohlen. Die Impfung ist bereits ab dem Alter von 9. Monaten möglich - beispielsweise beim Besuch einer KiTa. Jugendliche mit unvollständigem Impfschutz sollten fehlende Impfungen möglichst bald nachholen. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfschutz eine einmalige Impfung gegen Masern. Da heute etwa die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, lohnt sich vor allem auch für diese Altersgruppen der Impfcheck.
Den meisten der nach 1970 geborenen Erwachsenen ist die Impfempfehlung gegen Masern nicht bekannt. Das zeigt die aktuelle Repräsentativbefragung der BZgA zu Wissen, Einstellung und Verhalten. So gaben 81 Prozent der befragten Erwachsenen an, davon bislang nichts gehört zu haben. Außerdem schätzten etwa ein Viertel der befragten Erwachsenen und Jugendlichen Masern fälschlicherweise als harmlos ein.
Diese Wissensdefizite greift die BZgA mit der Kampagne "Deutschland sucht den Impfpass" auf. Ziel der Aktion ist es, zur Impfpasssuche und zum anschließenden Impfcheck zu motivieren. Jugendliche und Erwachsene können sich umfassend zu Krankheitsbild und Impfung auf der Internetseite http://www.impfen-info.de/impfpass informieren. Zudem bietet ein interaktiver Video-Impfcheck die Möglichkeit, den persönlichen Impfschutz gegen Masern zu überprüfen. Neben diesem Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene finden sich auf der Internetseite ausführliche Informationsmaterialien für Eltern kleiner Kinder.
"Um Masernausbrüche in Zukunft zu verhindern, ist es wichtig, die heute schon recht guten Impfquoten bei Kindern weiter zu steigern und auf konstant hohem Niveau zu halten. Entscheidend ist aber auch, Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Deshalb sollten nach 1970 Geborene ihren Impfschutz gegen die hoch ansteckenden Masern überprüfen."
Für Kinder sind zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln zwischen dem vollendeten 11. und 23. Lebensmonat empfohlen. Die Impfung ist bereits ab dem Alter von 9. Monaten möglich - beispielsweise beim Besuch einer KiTa. Jugendliche mit unvollständigem Impfschutz sollten fehlende Impfungen möglichst bald nachholen. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission seit 2010 allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfschutz eine einmalige Impfung gegen Masern. Da heute etwa die Hälfte der Masernfälle Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, lohnt sich vor allem auch für diese Altersgruppen der Impfcheck.
Den meisten der nach 1970 geborenen Erwachsenen ist die Impfempfehlung gegen Masern nicht bekannt. Das zeigt die aktuelle Repräsentativbefragung der BZgA zu Wissen, Einstellung und Verhalten. So gaben 81 Prozent der befragten Erwachsenen an, davon bislang nichts gehört zu haben. Außerdem schätzten etwa ein Viertel der befragten Erwachsenen und Jugendlichen Masern fälschlicherweise als harmlos ein.
Diese Wissensdefizite greift die BZgA mit der Kampagne "Deutschland sucht den Impfpass" auf. Ziel der Aktion ist es, zur Impfpasssuche und zum anschließenden Impfcheck zu motivieren. Jugendliche und Erwachsene können sich umfassend zu Krankheitsbild und Impfung auf der Internetseite http://www.impfen-info.de/impfpass informieren. Zudem bietet ein interaktiver Video-Impfcheck die Möglichkeit, den persönlichen Impfschutz gegen Masern zu überprüfen. Neben diesem Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene finden sich auf der Internetseite ausführliche Informationsmaterialien für Eltern kleiner Kinder.
Mittwoch, 3. Juli 2013
Unterwegs in den Urlaub: Tipps für leckeren Proviant
Endlich Ferien. Wer mit dem Zug oder Auto zum Urlaubsort
reist, darf auch die richtige Verpflegung nicht vergessen. Bei der
Zusammenstellung des Proviants für unterwegs ist das Butterbrot mit die
erste Wahl. Vollkornbackwaren sind dabei nicht nur gesünder, sondern
sättigen auch schneller und länger als Produkte aus weißem Mehl. Belegen
Sie die Stulle je nach Geschmack mit Schnitt- oder Hartkäse, fettarmer
Salami oder geräuchertem Schinken. Salatblätter, Tomaten- und
Gurkenscheiben peppen das Sandwich auf.
Käsewürfel und bunte Gemüsespieße sind nicht nur bei Kindern beliebt.
Dazu stecken Sie zum Beispiel abwechselnd ein Radieschen, ein Stück Gurke und Paprika sowie eine Kirschtomate auf einen Holzspieß. Herzhafte Muffins oder Blätterteigtaschen mit Gemüsefüllung lassen sich einfach aus der Hand essen. Ein leichter Kartoffel- oder Nudelsalat mit einem Essig-Öl-Dressing, gebratene Hackfleischbällchen und hart gekochte Eier ersetzen eine warme Hauptmahlzeit. Zum Nachtisch und zwischendurch schmeckt frisches Obst der Saison wie Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren. Auch Getränke dürfen im Reiseproviant nicht fehlen. Geeignete Durstlöscher sind Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und gekühlte Früchtetees. Und natürlich ganz wichtig: genug Bewegungspausen machen.
Dazu stecken Sie zum Beispiel abwechselnd ein Radieschen, ein Stück Gurke und Paprika sowie eine Kirschtomate auf einen Holzspieß. Herzhafte Muffins oder Blätterteigtaschen mit Gemüsefüllung lassen sich einfach aus der Hand essen. Ein leichter Kartoffel- oder Nudelsalat mit einem Essig-Öl-Dressing, gebratene Hackfleischbällchen und hart gekochte Eier ersetzen eine warme Hauptmahlzeit. Zum Nachtisch und zwischendurch schmeckt frisches Obst der Saison wie Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren. Auch Getränke dürfen im Reiseproviant nicht fehlen. Geeignete Durstlöscher sind Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und gekühlte Früchtetees. Und natürlich ganz wichtig: genug Bewegungspausen machen.
Dienstag, 4. Juni 2013
Kindern erklären, warum sie Medikamente brauchen
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Foto: Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände
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Im Allgemeinen nehmen kranke Kinder ihre Medikamente
nicht gerne ein. Häufig ist der Geschmack befremdlich, die Konsistenz
ungewohnt und zudem fühlt sich das Kind schon durch die Erkrankung
unwohl. „Eltern tun gut daran, soweit wie möglich, ihren Kindern durch
eine altersgerechte Aufklärung, durch Geduld und durch kleine
Belohnungen für die Einnahme beschützende Hilfestellung zu geben“, sagt
Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der
Bundesapothekerkammer. „Riskant ist, wenn Eltern ihren Kindern
vorgaukeln, dass eine Tablette eine Süßigkeit wäre oder sie zur Einnahme
zwingen. Lieber eine kleine Belohnung hinterher in Aussicht stellen.“
Säuglinge oder Kleinkinder bekommen meist flüssige
Medikamente. Hier kann es leicht zu Unter- oder Überdosierungen kommen.
Mischen Eltern Arzneimittel mit abgepumpter Muttermilch,
Säuglingsnahrung, Brei oder anderen Lebensmitteln, müssen vorher
mögliche Wechselwirkungen ausgeschlossen werden. So werden
beispielsweise einige Antibiotika durch das Kalzium der Milch
inaktiviert. Diese Wechselwirkung kann vermieden werden, wenn zwischen
der Arzneimittelgabe und dem Trinken von Milch mindestens zwei Stunden
liegen. Auch Unterdosierungen sind beim Untermischen unter Lebensmittel
möglich. Das Kind muss die gesamte Menge der Flüssigkeit oder des Breis
zu sich nehmen, sonst ist die Medikamentendosis zu gering. Spuckt das
Kind hingegen einen Teil eines Arzneimittels wieder aus oder erbricht es
sich anschließend, darf nicht nochmals eine volle Dosis des
Arzneimittels gegeben werden. Es kann sonst zu Überdosierungen kommen.
Eltern sollten in solchen Fällen in der Apotheke oder beim Kinderarzt
nachfragen.
Wenn das Kind den Geschmack eines Safts oder einer
Lutschtablette nicht mag, kennt der Apotheker häufig alternative
Präparate mit einem anderen Geschmackszusatz. Damit sich das Kind nicht
verschluckt, sollte es bei der Einnahme möglichst aufrecht sitzen und
hinterher viel trinken.
Bei Kindern sind Zäpfchen oft eine gute Wahl. Sie
lassen sich leichter einführen, wenn sie angewärmt oder mit etwas Wasser
benetzt sind. Am besten die Zäpfchen mit dem stumpfen Ende voran
einführen, dann rutschen sie nicht heraus. Anschließend die Pobacken für
ein paar Minuten zusammenpressen.
Samstag, 1. Juni 2013
Irrtümer rund um Allergien
Irrtümer rund um Allergien: "Kuhmilch, Weizen und Fisch sind im ersten Lebensjahr tabu für allergiegefährdete Babys"
Schade ist es, wenn aus gut gemeinter Sorge Anstrengungen unternommen oder Entbehrungen in Kauf genommen werden, ohne dass diese etwas nützen. So bekamen viele Babys in der Vergangenheit im ersten Lebensjahr vermeintlich allergenarme Kost zu essen. Auf der Roten Liste standen dabei alle Lebensmittel, die öfter Allergien auslösen wie beispielsweise Kuhmilch, Weizen oder Fisch. Dahinter steckte eine Vermeidungsstrategie. Man könnte im übertragenen Sinne auch sagen, man versuchte "dem Feind" aus dem Weg zu gehen. Heute - mit dem Wissen aus zahlreichen Studien - hat sich die Denkweise geändert.
Der Kontakt mit möglichen Allergenen ist im ersten Lebensjahr erwünscht und das gilt für alle Babys, auch die allergiegefährdeten. Ab dem fünften Monat dürfen deswegen Schritt für Schritt, entsprechend den Bedürfnissen des Babys Kuhmilch, Weizen oder Fisch eingeführt werden. Neu ist auch die Erkenntnis, dass Babys in deren Familie Zöliakie - die Unverträglichkeit gegenüber Gluten aus Getreide - bekannt ist, schon zwischen dem fünften und siebten Monat kleine Mengen Weizen bekommen sollten. Damit kann das Risiko für diese Krankheit gesenkt werden, besonders wenn die Mutter begleitend noch stillt.
Viele Familien dürften angesichts dieser Empfehlungen erleichtert sein, denn die Sorge, etwas Falsches zu füttern, wird dadurch wesentlich geringer. Was (werdende) Eltern tun können, um ihr Kind vor Allergien zu schützen, erfahren sie bei der neuen Telefonhotline vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) und dem Präventions- und Informationsnetzwerk Asthma/Allergien (pina).
Freitag, 31. Mai 2013
Jedes dritte Kind benötigt Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie
Statistisch gesehen wurde fast jedem dritten
Berliner Kind zwischen unter neun Jahren im letzten Jahr vom Arzt eine
Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie verschrieben. Das ergab eine aktuelle
Datenauswertung der Techniker Krankenkasse (TK), bei der mehr als
625.000 Berlinerinnen und Berliner versichert sind. Um Kinder zu mehr
Bewegung im Freien zu motivieren, hat die TK gemeinsam mit der
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales die Broschüre "Spielend im
Freien - Spiele aus alten Zeiten neu entdecken" herausgegeben. Gemeinsam
mit Kita-Kindern vom Prenzlauer Berg haben die Berliner TK-Chefin
Susanne Hertzer und der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja heute
die Broschüre vorgestellt.
Mehr als 17 Prozent der Berliner Kinder zwischen 0 und acht Jahren haben im letzten Jahr eine Physio- oder Ergotherapie-Verschreibung
erhalten, mehr als 12 Prozent eine Sprachtherapie. Insbesondere
Therapien, die motorische Defizite der Kinder ausgleichen sollen, wären
jedoch in einigen Fällen vermeidbar. Susanne Hertzer, Berliner
TK-Chefin: "Bewegung ist entscheidend für eine gesunde und natürliche
Entwicklung der Kinder. Schon Kleinkinder sollten ganz
selbstverständlich lernen, dass Bewegung Spaß macht und zum Alltag
dazugehört." Von älteren Kindern und Jugendlichen ist bekannt, dass sie
relativ viel Zeit mit dem Computer,
der Spielkonsole oder dem Fernseher verbringen. Jedes dritte Schulkind
zwischen 6 und 18 Jahren bewegt sich in der Freizeit weniger als eine
halbe Stunde am Tag, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag
der TK aus dem Jahr 2010 ergab.
Senator
Mario Czaja: "Nach den aktuellen Einschulungsuntersuchungen ist jedes
zehnte Kind im Vorschulalter übergewichtig. Die Ursachen sind vor allem
Bewegungsarmut und ungesunde, kalorienreiche Ernährung. Die in der
Broschüre dargestellten Spiele aus alten Zeiten sollen wieder mehr Lust
auf Spaß und Bewegung im Freien machen - und dass ohne viel Geld und
Aufwand. Das gemeinsame aktive Spielen fördert aber nicht nur eine
gesunde, sondern vor allem auch die soziale Entwicklung der Kinder.“"
Die Broschüre ist kostenlos bei der TK und der Senatsverwaltung für
Gesundheit erhältlich. Zudem sollen alle Berliner Kitas mit "Spielend im
Freien" ausgestattet werden.
Dienstag, 28. Mai 2013
Weniger Schwangere greifen zur Zigarette
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| In Thüringen greifen weniger Frauen während der Schwangerschaft zur Zigarette.
Foto: Techniker Krankenkasse (TK)
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In Thüringen greifen weniger Frauen während der
Schwangerschaft zur Zigarette. Mit 9,7 Prozent liegt der Anteil
rauchender Schwangerer im Jahr 2011 deutlich unter den Werten der beiden
Vorjahre (2010: 10,8 Prozent, 2009: 10,1 Prozent), jedoch immer noch
weit über Bundesdurchschnitt. Darauf weist die Techniker Krankenkasse
(TK) hin und bezieht sich auf aktuelle Daten zur Qualitätssicherung im
Krankenhaus.
"Statistisch
gesehen greift damit immer noch jede zehnte werdende Mutter im
Freistaat zur Zigarette, was mit erheblichen Risiken für das ungeborene
Leben verbunden ist", so Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung
Thüringen.
Von
insgesamt 15.540 befragten Schwangeren haben 1.516 geraucht. Der
Großteil - 1.248 Frauen - hat bis zu zehn Zigaretten täglich konsumiert,
231 Frauen haben elf bis maximal 20 Zigaretten, 18 Frauen sogar mehr
als 20 Stück geraucht.
"Babys
von Müttern, die 20 Zigaretten pro Tag rauchen, nehmen schon im
Mutterleib Schadstoffe von über 5.000 Zigaretten auf, die sowohl die
Entwicklung des Kindes als auch die Gesundheit der Mutter erheblich
beeinträchtigen", betont Dressel.
Bundesweit
rauchten im Jahr 2011 insgesamt 7,9 Prozent der schwangeren Frauen und
damit erneut weniger als im Vorjahr (2010: 8,5 Prozent).
Sonntag, 26. Mai 2013
Heuschnupfen in der Schwangerschaft
Die Nase läuft, die Augen jucken: Schätzungen zufolge leidet in
Deutschland jeder vierte bis fünfte Erwachsene unter Heuschnupfen. Das
heißt: Der Körper reagiert allergisch auf verschiedene Blüten- und
Gräserpollen oder Pilzsporen. Die meisten Betroffenen nehmen
Medikamente, die die überschießende Abwehrreaktion eindämmen sollen, die
Schuld an der triefenden Nase, den juckenden Augen und Niesattacken
ist. Aber: Dürfen auch Schwangere die Arzneimittel weiternehmen?
Dr.
Christof Schaefer vom Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für
Embryonaltoxikologie in Berlin, mit dem die Techniker Krankenkasse (TK)
bei Fragen zur Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft
zusammenarbeitet, erklärt hierzu: "Viele Medikamente, die gegen
Allergien wirken, dürfen auch werdende Mütter einnehmen.
Selbstverständlich müssen sie im Einzelfall stets mit ihrem Arzt
überprüfen, ob es sich tatsächlich um einen allergischen Schnupfen
handelt - und nicht etwa um eine Erkältung oder eine
schwangerschaftsbedingt geschwollene Nasenschleimhaut", so der Leiter
des Instituts.
Der
Arzt sieht keinen Grund, dass Frauen während der Schwangerschaft eine
therapiebedürftige Allergie unbehandelt lassen und die Beschwerden
einfach "aushalten" - zumal eine nicht behandelte schwere Allergie zu
einem Bronchialasthma führen kann, einer erheblichen Belastung für eine
schwangere Frau.
Schaefer
nennt Arzneimittel, die - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - für
eine Therapie in Frage kommen können: "Als Nasenspray oder als
Augentropfen eignen sich die Wirkstoffe Azelastin, Cromoglicinsäure und
Levocabastin." Bei diesen Wirkstoffen sei bisher kein nachteiliger
Effekt auf die Entwicklung des Babys
bekannt geworden. Bei akut stark verstopfter Nase können werdende
Mütter auch kurzzeitig abschwellende Nasensprays oder -tropfen mit den
Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin einsetzen. Schaefer: "Wenn
die Mittel nur wenige Tage angewendet werden, besteht nach aktuellem
Erkenntnisstand kein Risiko."
Wenn
eine lokale Therapie nicht ausreicht, können Schwangere auch Loratadin
oder Cetirizin in Tablettenform in der üblichen Dosierung einnehmen, so
der Arzt weiter. "Diese Wirkstoffe gehören zu den in der Schwangerschaft
am besten untersuchten überhaupt, und Nebenwirkungen für das Kind
wurden bisher nicht beschrieben", sagt Schaefer. Auch bei den
verschreibungspflichtigen Antiallergika - etwa Kortison haltigen
Asthmasprays - bestehe kein Grund, die Behandlung in Frage zu stellen
oder sich Sorgen um das ungeborene Kind zu machen. Mehr Informationen
und Kontaktdaten finden interessierte Frauen unter www.embryotox.de oder www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de.
Ausführliche Informationen über Heuschnupfen bietet zudem die Website der TK unter www.tk.de, Webcode 028268.
Sie enthält auch Tipps, wie Allergiker die Pollenbelastung im Alltag
reduzieren können. TK-Gesundheitsexpertin Nicole Liptow nennt Beispiele:
"Empfehlenswert ist es, vor dem Schlafengehen zu duschen und Haare zu
waschen, bei geschlossenem Fenster zu schlafen und die Wohnräume
möglichst dann zu lüften, wenn es geregnet hat."
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Samstag, 25. Mai 2013
Schutzimpfungen: Kleiner Piks - Große Wirkung
Wann haben Sie das letzte Mal in Ihren Impfpass gesehen? Bei den meisten gerät das Thema „Impfungen“ schnell in Vergessenheit. Dabei erkranken noch immer Menschen an schweren Infektionskrankheiten wie Wundstarrkrampf oder Kinderlähmung. Impfungen helfen dem Körper, langfristig Abwehrkräfte gegen die Krankheitserreger aufzubauen. „Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto größer ist die Chance, schwere oder sogar lebensbedrohliche Erkrankungen auszurotten“, sagt Thomas Hilmer vom KKH-Serviceteam in Schwäbisch Hall. Beispielsweise konnte vor über dreißig Jahren, am 8. Mai 1980, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den weltweiten Sieg über Pocken erklären.
Für welche Impfungen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten übernehmen, richtet sich nach der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses und kann vom Alter, Risiko oder von speziellen Indikationen abhängen. Einige Immunisierungen gegen Krankheiten – wie zum Beispiel Hepatitis B – werden einmalig in der Kindheit durchgeführt und müssen nur im Bedarfsfall erneuert werden. Dahingegen müssen Tetanus- und Diphterie-Impfungen regelmäßig alle zehn Jahre durchgeführt werden. Da sich der Grippevirenstamm ständig verändert, wird hier eine jährliche Schutzimpfung mit einem stets neu entwickelten Impfstoff für spezielle Personenkreise empfohlen. Hierzu zählen Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen.
Für Impfungen gegen folgende Krankheiten übernimmt die KKH nach der Schutzimpfungs-Richtlinie die Kosten für ihre Versicherten beispielsweise:
• Diphtherie
• Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung) für 12- bis 17jährige Mädchen
• Grippe (Influenza) ab 60 Jahren und für Personen mit gesundheitlicher Gefährdung
• Keuchhusten (Pertussis)
• Kinderlähmung (Polymyelitis)
• Masern
• Mumps
• Röteln
• Wundstarrkrampf (Tetanus)
• FSME in Risikogebieten Deutschlands
• Haemophilus Influenzae Typ b
• Meningokokken im 2. Lebensjahr und für Personen mit gesundheitlicher Gefährdung
• Pneumokokken
• Varizellen (Windpocken)
Zusätzlich zu der Regelversorgung werden von der KKH folgende Impfungen übernommen:
• gegen Rotaviren für Säuglinge im Alter von sechs bis 32 Lebenswochen
• gegen Grippe (Influenza) für alle Versicherten
„Eine Zuzahlung für Schutzimpfungen ist nicht erforderlich. Die Abrechnung erfolgt durch den Arzt über die Krankenversichertenkarte“, erklärt Hilmer. „Wer Fragen zu Nebenwirkungen von Impfungen oder Einträgen in seinem Impfpass hat, sollte den behandelnden Arzt bei der nächsten Untersuchung hierzu ansprechen.“
Weitere Informationen gibt es unter www.kkh.de/impfungen und www.impfen-info.de.
Donnerstag, 23. Mai 2013
Warum Männer so selten kochen
Hauptsache lecker...
Aller Fortschritte der Gleichberechtigung zum Trotz: Der Blick in die bundesdeutschen Küchen offenbart, dass weiterhin vor allem die Frauen am Herd stehen. Bei einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) haben 93 Prozent der Frauen ihre Kochkünste als gut oder sehr gut eingeschätzt. 41 Prozent der Männer gaben hingegen zu, nur wenig oder überhaupt nicht zu kochen. Zudem ist bei den Männern der Anteil derjenigen, die sich nur wenig Gedanken über Ihre Ernährung machen, dreimal höher als bei den Frauen.
Elisabeth Kirchner, Diplom-Oecotrophologin bei der TK in Berlin: "Gesundes Essen ist traditionell ein weibliches Thema. Während die Mehrheit der Frauen dem Motto 'Hauptsache gesund' zustimmt, orientieren sich die Männer mehrheitlich am Prinzip 'Hauptsache lecker'. Dabei sind Genuss und eine ausgewogene Ernährung durchaus miteinander vereinbar - vor allem, wenn selbst gekocht wird." Doch warum greifen die Herren der Schöpfung nicht häufiger zum Kochlöffel? Zu den wichtigsten Gründen gehören: keine Zeit (40 Prozent), jemand anderes kann besser kochen (17 Prozent), keine Lust (14 Prozent) und zu faul (neun Prozent). Doch nicht alle Männer verweigern sich dem kulinarischen Selbstversuch: Rund jeder Dritte gab an, regelmäßig zu kochen.
Ernährungswissenschaftlerin Kirchner rät zu einem unverkrampften Umgang mit dem Essen: "Der Griff zum Fertiggericht lässt sich nicht immer vermeiden und nicht in jedem steckt ein begeisterter Hobbykoch. Wichtig ist, dass man sich im Großen und Ganzen bewusst und ausgewogenen ernährt."
Im Auftrag der TK hat Forsa im Januar 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zu ihrem Ernährungsverhalten befragt.
Mittwoch, 1. Mai 2013
Exzessive Internetnutzung
Ab sofort unterstützt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) Jugendliche dabei, übermäßigem Internetsurfen oder exzessivem
Gebrauch von PC-Spielen Aktivitäten außerhalb des Online-Bereichs
entgegen zu setzen. Zentrales Ziel des neuen Programms "Das andere
Leben" auf www.ins-netz-gehen.de ist es, bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren Aktivitäten im realen Leben zu fördern.
Dass die BZgA dafür ein Online-Angebot entwickelt hat, mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen - entspricht allerdings den Lebensgewohnheiten der Zielgruppe. Gerade die jungen Menschen, die zu viel und zu oft online aktiv sind, können primär über diesen Kommunikationsweg erreicht werden mit dem längerfristigen Ziel, dass sie "Das andere Leben" wieder kennen lernen.
Hierzu erklärt Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: "Das neue BZgA-Online-Programm vermittelt Jugendlichen dort, wo man sie am besten erreicht, einen verantwortungsvollen Computerspiel- und Internetgebrauch. Das Programm motiviert Jugendliche körperlich aktiv zu sein, alternativen Freizeitangeboten und Hobbys nachzugehen und außerhalb der virtuellen Welt Freunde zu treffen. Es schafft damit die Voraussetzung, sich nicht in virtuellen Welten zu verlieren und abhängig zu werden."
Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass die Beschäftigung mit elektronischen Medien einen immer größeren Anteil in der Freizeitgestaltung Jugendlicher einnimmt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass exzessiver oder pathologischer Computerspiel- und Internetgebrauch vor allem bei jungen Menschen verbreitet ist: Etwa 250.000 aller 14- bis 24- Jährigen in Deutschland gelten als internetabhängig, 1,4 Millionen als problematische Internetnutzer.
"In der Prävention exzessiver Internetnutzung müssen besonders soziale Fähigkeiten trainiert werden, um beispielsweise die Selbstwahrnehmung junger Menschen zu stärken oder um kompetent mit Stress und Belastungen umzugehen", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Dabei setzen wir auf Prävention, die Jugendliche in ihrer Lebenswelt anspricht. Bei dem neuen Angebot ‚Das andere Leben’ lernen sie, befriedigende Aktivitäten in anderen sozialen Räumen zu finden, in denen sie Bestätigung erfahren."
Das neue Programm "Das andere Leben" auf www.ins-netz-gehen.de richtet sich an 12 - bis 14-Jährige und an 15- bis 18-Jährige. Es bietet Hilfe bei der exzessiven Nutzung von Computerspielen und von sozialen Netzwerken. Insgesamt ist das Programm auf einen Zeitraum von vier Wochen angelegt. In dieser Zeit erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich in einem persönlichen Chatgespräch mit speziell qualifizierten Beraterinnen und Beratern - dem Support Team - auszutauschen. Zentrales Element des Programms ist die Übung "Real Life Challenge: Verbessere deine Offline-Skills": Teilnehmende Jugendliche suchen sich hierbei in der Liste "Offline-Skills" die Aktivitäten aus, die sie im realen Leben ausführen wollen. Wenn sie die Aktivität ausgeführt und kurz beschrieben haben, wie es ihnen ergangen ist, sammeln sie Punkte für Offline-Aktivitäten und können dafür später eine Urkunde erhalten. Neben der "Real Life Challenge" bietet das Programm auch einen so genannten Medien-Checker - eine spezielle Form des Tagebuchs zur Dokumentation der eigenen Mediennutzung - und einen Medien-Planer, mit dem Jugendliche zusammen mit dem Support-Team ihre Online-Zeiten selbst festlegen können.
Abgerundet wird "Das andere Leben" durch eine individuelle E-Mail-Beratung und verschiedene Selbst-Tests zur Internet- und Computerspielnutzung. Darüber erhalten sie dann ein personalisiertes Feedback zu ihrem Nutzungsverhalten.
Weitere Informationen unter www.ins-netz-gehen.de
Informationsangebote der BZgA für Jugendliche und für Eltern zum Thema Computerspiele:
- Computerspiele find ich toll! Wo ist das Problem? - Flyer zum Thema "Computerspiele im Internet" für 12- bis 18-Jährige
- Online sein mit Maß und Spaß - Ein Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien
Die Materialien können direkt unter http://www.ins-netz-gehen.de bestellt werden oder unter folgender Adresse: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992-257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung
Dass die BZgA dafür ein Online-Angebot entwickelt hat, mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen - entspricht allerdings den Lebensgewohnheiten der Zielgruppe. Gerade die jungen Menschen, die zu viel und zu oft online aktiv sind, können primär über diesen Kommunikationsweg erreicht werden mit dem längerfristigen Ziel, dass sie "Das andere Leben" wieder kennen lernen.
Hierzu erklärt Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: "Das neue BZgA-Online-Programm vermittelt Jugendlichen dort, wo man sie am besten erreicht, einen verantwortungsvollen Computerspiel- und Internetgebrauch. Das Programm motiviert Jugendliche körperlich aktiv zu sein, alternativen Freizeitangeboten und Hobbys nachzugehen und außerhalb der virtuellen Welt Freunde zu treffen. Es schafft damit die Voraussetzung, sich nicht in virtuellen Welten zu verlieren und abhängig zu werden."
Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass die Beschäftigung mit elektronischen Medien einen immer größeren Anteil in der Freizeitgestaltung Jugendlicher einnimmt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass exzessiver oder pathologischer Computerspiel- und Internetgebrauch vor allem bei jungen Menschen verbreitet ist: Etwa 250.000 aller 14- bis 24- Jährigen in Deutschland gelten als internetabhängig, 1,4 Millionen als problematische Internetnutzer.
"In der Prävention exzessiver Internetnutzung müssen besonders soziale Fähigkeiten trainiert werden, um beispielsweise die Selbstwahrnehmung junger Menschen zu stärken oder um kompetent mit Stress und Belastungen umzugehen", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Dabei setzen wir auf Prävention, die Jugendliche in ihrer Lebenswelt anspricht. Bei dem neuen Angebot ‚Das andere Leben’ lernen sie, befriedigende Aktivitäten in anderen sozialen Räumen zu finden, in denen sie Bestätigung erfahren."
Das neue Programm "Das andere Leben" auf www.ins-netz-gehen.de richtet sich an 12 - bis 14-Jährige und an 15- bis 18-Jährige. Es bietet Hilfe bei der exzessiven Nutzung von Computerspielen und von sozialen Netzwerken. Insgesamt ist das Programm auf einen Zeitraum von vier Wochen angelegt. In dieser Zeit erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich in einem persönlichen Chatgespräch mit speziell qualifizierten Beraterinnen und Beratern - dem Support Team - auszutauschen. Zentrales Element des Programms ist die Übung "Real Life Challenge: Verbessere deine Offline-Skills": Teilnehmende Jugendliche suchen sich hierbei in der Liste "Offline-Skills" die Aktivitäten aus, die sie im realen Leben ausführen wollen. Wenn sie die Aktivität ausgeführt und kurz beschrieben haben, wie es ihnen ergangen ist, sammeln sie Punkte für Offline-Aktivitäten und können dafür später eine Urkunde erhalten. Neben der "Real Life Challenge" bietet das Programm auch einen so genannten Medien-Checker - eine spezielle Form des Tagebuchs zur Dokumentation der eigenen Mediennutzung - und einen Medien-Planer, mit dem Jugendliche zusammen mit dem Support-Team ihre Online-Zeiten selbst festlegen können.
Abgerundet wird "Das andere Leben" durch eine individuelle E-Mail-Beratung und verschiedene Selbst-Tests zur Internet- und Computerspielnutzung. Darüber erhalten sie dann ein personalisiertes Feedback zu ihrem Nutzungsverhalten.
Weitere Informationen unter www.ins-netz-gehen.de
Informationsangebote der BZgA für Jugendliche und für Eltern zum Thema Computerspiele:
- Computerspiele find ich toll! Wo ist das Problem? - Flyer zum Thema "Computerspiele im Internet" für 12- bis 18-Jährige
- Online sein mit Maß und Spaß - Ein Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien
Die Materialien können direkt unter http://www.ins-netz-gehen.de bestellt werden oder unter folgender Adresse: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992-257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung
Montag, 29. April 2013
Wie Kinder am besten schwimmen lernen
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Schwimmnudeln bieten eine gute Hilfe bei der Gewöhnung ans
Wasser. Foto: Foto: AOK-Mediendienst
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Möglichst frühzeitig an Wasser zu gewöhnen
Paddeln und zappeln wie die Frösche und die Hunde – auch für ungeübte kleine Schwimmer ist es gar nicht so schwer, sich über Wasser zu halten. Wer erst einmal die Scheu vor dem nassen Element verloren hat, lernt schnell, wie er sich vom Wasser tragen lassen kann und welch großen Spaß Schwimmen macht. Schon ab einem Alter von vier Jahren können Kinder spielerisch an Wasser herangeführt werden. "Wir raten Eltern, ihre Kinder möglichst frühzeitig an Wasser zu gewöhnen", sagt der für Ausbildung zuständige Referent der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), Dr. Harald Rehn.
"Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein gesunder Sport, der den gesamten Bewegungsapparat in Schwung hält und die Gelenke schont", sagt Rehn. Als Hilfsmittel könnten Schwimmnudeln verwendet werden. Das vermittelt ein gewisses Sicherheitsgefühl und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. "Schwimmflügel eignen sich dagegen weniger zum schwimmen lernen: Die Kinder hängen damit so im Wasser, dass sie Arme und Beine nicht richtig bewegen können", warnt Rehn.
Wer Mut und Ausdauer hat, kann dann sogar schon das Schwimmen vorbereitende Abzeichen "Seepferdchen" in Angriff nehmen. Vor der Verleihung dieses Abzeichens steht ein Sprung ins Wasser vom Beckenrand und 25 Meter schwimmen sowie das Herausholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser. "Allerdings kann man damit noch nicht sicher schwimmen", sagt Rehn. "Die Kinder dürfen auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Wasser bleiben."
Fehler in der Schwimmtechnik vermeiden
Nach der Empfehlung des Sportwissenschaftlers sollten Eltern ihre Kinder möglichst nicht selbst im Schwimmen unterrichten. "Sonst schleichen sich Fehler in der Schwimmtechnik ein, die später nur schwer korrigiert werden können." Rehn: "Es gibt viele Organisationen und Vereine, die gut ausgebildete Schwimmlehrer haben. Dort können die Kinder am besten die richtige Schwimmtechnik erlernen, und die Kurse sind in der Regel nicht teuer". "Aber ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall", erläutert Rehn.
"Wir plädieren dafür, dass Kinder möglichst vor dem Eintritt in die Schule oder in der ersten Klasse schwimmen lernen", sagt DLRG-Experte Rehn. Richtig los geht es nach seinen Worten mit dem "Deutschen Jugendschwimmabzeichen – Bronze" das neben einem Sprung vom Beckenrand mindestens 200 Meter schwimmen in einer Zeit von höchstens 15 Minuten, zwei Meter Tieftauchen, einen Sprung aus einem Meter Höhe und das Kennen von Baderegeln beinhaltet. In Deutschland beginnt der Schwimmunterricht in den meisten Schulen in der dritten Klasse. "Das halten wir für zu spät." Immer noch können nach Rehns Angaben in Deutschland knapp die Hälfte aller Kinder nicht sicher schwimmen. "Das kann zu Badeunfällen mit dramatischen Auswirkungen führen. Je früher Kinder schwimmen lernen, desto früher sind sie auch vor der Gefahr des Ertrinkens geschützt."
Weitere Informationen gibt es bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Freitag, 12. April 2013
Radfahren mit der ganzen Familie
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Auch wer Familie hat, muss aufs Radfahren nicht verzichten:
Eltern kleiner Kinder können ihren Nachwuchs bequem im Fahrradanhänger
mitnehmen. Foto: AOK-Mediendienst
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Tipps für die Radtour
Schönes Wetter ist ideal fürs Radfahren. Auch Eltern kleiner Kinder können eine Tour im Grünen genießen. Die Bewegung an der frischen Luft ist für die ganze Familie ein Erlebnis und außerdem gesund. "Radfahren trainiert Herz und Kreislauf, kräftigt die Muskeln, verbessert die Lungenfunktion und stärkt die Abwehrkräfte", sagt Dr. Detlef Schmidt, Arzt im AOK-Bundesverband. Zugleich schont Radeln die Gelenke und wirkt entspannend.
Eltern können ihren Nachwuchs, der noch nicht selber radelt,
bequem im Fahrradanhänger mitnehmen. Darin können zwei Kinder spielen und
schlafen. "Achten Sie auf Sitzgurte, die der Nachwuchs nicht selbst öffnen
kann", empfiehlt Mediziner Schmidt. Der Anhänger sollte einen tiefen
Schwerpunkt haben, damit er nicht so leicht kippt, und hinten links ein
Rücklicht besitzen. Ausgestattet mit Reflektoren und einem Wimpel ist das
Gefährt besser sichtbar. Die Kupplung wird am Zugrad befestigt, das über gute
Bremsen verfügen sollte.
Fährt nur ein Kind mit, können die Erwachsenen es auch auf
einem Kindersitz mitnehmen, sofern es noch nicht älter als sieben ist. Der Sitz
sollte der Größe des Kindes angepasst sein und über das GS-Zeichen für
"Geprüfte Sicherheit" verfügen. Die Füße des Kindes dürfen nicht in
die Speichen geraten können. Babys bis zum achten Lebensmonat sollten die
Eltern nicht auf dem Kindersitz transportieren, da ihr Genick Erschütterungen
noch nicht ausgleichen kann.
Schutzhelme sind sinnvoll
Zum Schutz vor Verletzungen empfiehlt es sich, dass der
Nachwuchs sowohl im Anhänger als auch im Kindersitz einen Schutzhelm trägt.
Praktisch für Familien-Radtouren sind auch Tandems oder Anhängefahrräder,
sogenannte Trailerbikes. Darauf können Eltern und Kinder gemeinsam größere
Strecken zurücklegen. Bei Trailerbikes werden ein Kinder- und ein
Erwachsenenrad mithilfe einer speziellen Kupplung oder einer Tandemdeichsel
miteinander verbunden.
Bevor die Radtour losgeht, sollten die Erwachsenen die
Kinder je nach Alter mit in die Planung einbeziehen. Führt die Tour zu einem
attraktiven Ziel, etwa einem Spielplatz, Schwimmbad oder einer Eisdiele, ist
der Spaß für die Kleinen besonders groß. "Bauen Sie Zwischenziele ein, auf
die sich alle freuen können", so AOK-Arzt Schmidt. Dazu eignen sich zum
Beispiel ein Teich, ein Tierpark oder eine schöne Wiese zum Picknicken.
Interessant ist es auch, bewusst die Natur zu erleben, indem man gemeinsam
Tiere beobachtet und Pflanzen entdeckt.
Verkehrsarme Strecken auswählen
Wenn alle selber Rad fahren, sollte die Route nur so lang
sein, dass auch die Schwächsten sie schaffen können. Wer mit Kindern unterwegs
ist, sollte auf verkehrsarmen Wegen abseits der Hauptverkehrsstraßen radeln,
auf denen sich alle sicher und frei bewegen können. Dennoch ist es wichtig,
vorher die Verkehrssicherheit zu trainieren. So können bereits Fünfjährige in
Jugendverkehrsschulen unter Anleitung verkehrssicheres Verhalten im
Straßenverkehr üben.
Ihr Tempo sollten die Erwachsenen an das der Kinder anpassen.
Auf Straßen sollten sie hinter ihrem Nachwuchs fahren, und zwar immer leicht
zur Fahrbahn hin versetzt. Bei einer Radtour in der Gruppe empfiehlt es sich,
dass ein erfahrener Radler vorausfährt und ein anderer die Nachhut bildet und
darauf achtet, dass keiner den Anschluss an die Gruppe verliert.
Pausen zum Spielen und Erholen
"Machen Sie jede Stunde eine Pause von etwa 15
Minuten", rät Schmidt. Das ist wichtig, damit die Kleinen, die im Anhänger
oder im Kindersitz mitfahren, zwischendurch toben können. Dafür ist es auch
sinnvoll, Spielsachen wie einen Ball oder eine Frisbee-Scheibe mitzunehmen.
Aber auch Kinder, die selbst mitradeln,
brauchen häufige Pausen. Besonders im Sommer, wenn es heiß ist, sollte zusätzlich
immer wieder die Möglichkeit bestehen, etwas zu trinken.
Da Kinder häufig zwischendurch Hunger oder Durst haben,
gehören genug Proviant und Getränke ins Tourgepäck. Gesunde Snacks sind Obst,
belegte Brote und Gemüse, etwa klein geschnittene Gurken, Paprika oder Möhren.
Zum Durstlöschen eignet sich am besten Mineralwasser. Wichtig ist auch eine
wetterfeste Kleidung. Besonders Kinder, die nicht selbst fahren, sollten warm
genug angezogen sein.
Neben einer Radwanderkarte, Fahrrad-Flickzeug und einer
Luftpumpe gehört eine kleine Reiseapotheke ins Gepäck. Sie sollte neben
Sonnenschutzmitteln ein Erste-Hilfe-Set, Pflaster und Insektenschutzmittel
enthalten. "Nehmen Sie außerdem ein Handy mit, um im Notfall Hilfe rufen
zu können", empfiehlt Schmidt. In wasserabweisenden Fahrrad-Packtaschen
oder einem geräumigen Rucksack verstaut, bleibt das Gepäck selbst bei einem
kleinen Regenschauer trocken.
Link:
Tipps des ADFC für Familienradtouren
Mittwoch, 10. April 2013
Wenn Kinder extrem viel zappeln
Viele Kinder sind lebhaft, spontan und tun nicht immer das,
was die Erwachsenen wollen. Ist ein Kind allerdings länger als sechs Monate
unaufmerksam, unruhig und impulsiv, kann es an der
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, leiden. "Von
ADHS spricht man, wenn die Auffälligkeiten bereits vor dem siebten Lebensjahr
beobachtet wurden und deutlich über das hinausgehen, was durch das Alter und
den Entwicklungsstand erklärbar ist", sagt Dr. Christiane Roick,
stellvertretende Leiterin des Stabes Medizin im AOK-Bundesverband. Das
auffällige Verhalten führt bei Kindern mit ADHS zu erheblichen Einschränkungen
in mehreren Lebensbereichen, etwa in der Schule und der Familie.
Mehr zum Thema im ADHS-Infoportal.
ADHS ist eine häufig auftretende psychische Störung. Nach
Daten aus dem Kinder- und Jugendsurvey des Robert-Koch-Instituts sind etwa vier
Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland davon betroffen. Bei Jungen
wird die starke Zerstreutheit, Unruhe und Impulsivität zwei- bis viermal
häufiger festgestellt als bei Mädchen. "Wenn Sie befürchten, dass Ihr Kind
unter ADHS leidet, sollten Sie einen Kinder- und Jugendarzt oder einen Kinder-
und Jugendpsychiater um Rat fragen", empfiehlt Medizinerin Roick.
Experten können die Störung anhand eines speziellen
Kriterienkatalogs bei Kindern ab dem Alter von etwa sechs Jahren relativ gut
diagnostizieren. Häufig fallen Kinder mit ADHS aber schon im Kleinkindalter
durch Ruhelosigkeit und ständiges Zappeln auf, sodass die Diagnose auch in
diesem Alter schon gestellt werden kann.
Das Grundschulalter ist oft besonders schwierig
Besonders schwierig ist das Grundschulalter. Dann stören
betroffene Kinder oft den Unterricht oder stehen einfach auf. Sie halten sich
vielfach nicht an Regeln, können sich nur kurz auf eine Sache konzentrieren und
lassen sich schnell ablenken. Außerdem handeln sie oft unüberlegt, unterbrechen
andere und reden spontan dazwischen. Dazu haben viele ein geringes
Selbstbewusstsein und werden bei Misserfolgen leicht aggressiv.
Durch ihr Verhalten haben Betroffene meist Schwierigkeiten
in der Schule, außerdem kann es ihre Beziehung zu Eltern, Geschwistern, anderen
Kindern und Lehrern belasten. Nicht selten werden sie von ihren Mitschülern
abgelehnt. "Kinder mit ADHS sind genauso intelligent wie Gleichaltrige.
Viele sind kreativ und künstlerisch begabt. Allerdings können sie durch ihre
Hyperaktivität, fehlende Aufmerksamkeit und Impulsivität ihre tatsächlichen
Fähigkeiten weniger gut nutzen", erläutert AOK-Ärztin Roick. Bei
Jugendlichen und Erwachsenen ist die körperliche Unruhe meist weniger
ausgeprägt, dafür stehen die Unaufmerksamkeit und Impulsivität im Vordergrund.
Störung frühzeitig erkennen und therapieren
"Entscheidend ist, dass die Störung frühzeitig erkannt
und therapiert wird", sagt Roick, "dadurch können negative Auswirkungen
der ADHS auf die Leistungsfähigkeit, die Lernbereitschaft, das soziale
Verhalten und die Persönlichkeitsentwicklung verhindert oder abgemildert
werden." Zentraler Baustein der Behandlung ist die Information und
Beratung der Eltern, des Kindes sowie des Erziehers oder Klassenlehrers.
Zusätzlich können ein Elterntraining, Interventionen im
Kindergarten oder der Schule und verhaltenstherapeutische Ansätze, bei denen
positives Verhalten durch Belohnungen verstärkt wird, hilfreich sein. Sollten
diese Maßnahmen nach mehreren Wochen beziehungsweise Monaten keinen Erfolg
zeigen, ist bei ausgeprägter Symptomatik, die mit starken Einschränkungen
verbunden ist, eine zusätzliche medikamentöse Behandlung zu erwägen.
Die Ursachen der ADHS sind noch nicht vollständig geklärt.
Neben genetischen spielen vermutlich auch umweltbedingte Faktoren wie
Schädigungen des Gehirns, ein ungünstiges Umfeld oder auch Komplikationen in
der Schwangerschaft und bei der Geburt eine Rolle. Negativ kann es sich etwa
auswirken, wenn die Mutter in der Schwangerschaft raucht und Alkohol trinkt.
Wie sich Kinder mit ADHS entwickeln, hängt auch von ihrem sozialen Umfeld ab.
Achten die Eltern beispielsweise auf klar strukturierte Abläufe, verhalten sich
konsequent und stärken das Selbstbewusstsein ihres Kindes, wirkt sich dies
positiv auf seine Entwicklung aus.
Auch die Stärken sehen
Kinder mit ADHS können durch ihre Unruhe und
Sprunghaftigkeit für ihre Eltern sehr anstrengend sein. "Versuchen Sie,
die Schwierigkeiten Ihres Nachwuchses zu verstehen und seine Stärken und
angenehmen Seiten zu sehen", empfiehlt Roick. Wichtig ist es, dass die
Eltern die positiven Beziehungen zu ihrem Kind stärken und so oft wie möglich
eine angenehme Zeit mit ihm verbringen.
Entscheidend sind außerdem klare Regeln, die Kindern mit
ADHS Halt und Orientierung geben. Besser als viele Regeln sind wenige, die sich
auch umsetzen lassen und die sowohl der Vater als auch die Mutter konsequent
anwenden sollten. Hat das Kind eine Regel befolgt, sollten die Eltern es dafür
loben, während ein klarer Verstoß umgehend Konsequenzen haben sollte. Studien
zeigen zudem, dass es hilfreich sein kann, die Fernseh- und PC-Zeiten der
Kinder einzuschränken und sie stattdessen zu einem Spaziergang oder zu
sportlichen Aktivitäten zu animieren.
An wichtige Regeln erinnern
Sind bestimmte Situationen wiederholt schwierig, etwa das
Erledigen der Hausaufgaben, der Besuch bei Bekannten oder das Essen in einem
Restaurant, ist es sinnvoll, dass die Eltern vorher mit dem Kind in einer
ruhigen Minute darüber sprechen und es an die wichtigsten Regeln erinnern. Sie
können ihrem Nachwuchs auch eine kleine Belohnung versprechen, wenn es sich an
die Vereinbarung hält. "Tun Sie auch regelmäßig etwas für sich selbst, um
Kraft zu schöpfen", rät Roick. "So können Sie die täglichen
Herausforderungen besser meistern und Ihr Kind bei der Bewältigung seiner
Erkrankung unterstützen."
Mehr zum Thema im ADHS-Infoportal.
Mittwoch, 3. April 2013
In der Kita essen lernen: Klare Regeln geben Kindern Sicherheit
Weitere Informationen:
aid-Broschüre "Essen lernen in Kita und Tagespflege - Ernährungsbildung für Kleinkinder", 56 Seiten, Bestell-Nr. 61-3304, Preis: 5,00 Euro
www.aid-medienshop.de
Montag, 1. April 2013
Kinderunfälle - Im Alltag lieber auf Nummer sicher gehen
Die häufigsten Unfälle
Kinder bringen ordentlich Leben in die Bude - und das ist gut so. Aber Bewegungsfreude und Entdeckerlust bringen auch ganz neue Risiken in den Alltag: Nicht etwa Krankheiten, sondern Unfälle sind die größte Gefahr auch schon für kleinste Kinder. Die häufigsten Verletzungsursachen bei Kindern bis zu sechs Jahren sind Stürze, Verbrennungen und Vergiftungen - die meisten wären vermeidbar.
Die meisten Eltern glauben, wenn sie in der Nähe sind, kann ihrem Kind schon nichts oder nicht viel passieren. Das ist ein fataler Irrtum: Gerade in den eigenen vier Wänden oder zumindest im vertrauten Umfeld ereignen sich die allermeisten Kinderunfälle. Allein im Jahr 2010 verunglückten laut AOK rund 200.000 gesetzlich krankenversicherte Kinder im Alter bis sechs Jahre so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die meisten von ihnen waren gestürzt, hatten sich verbrannt oder vergiftet. Besonders oft in diesem Alter sind Stürze die Ursache für Verletzungen.
Ein Großteil der Unfälle lässt sich verhindern
Die gute Nachricht dabei: "Ein Großteil dieser Kinderunfälle lässt sich effektiv verhindern, die Eltern müssen nur wissen, wie", sagt Claudia Schick, Diplom-Pädagogin in der Abteilung Prävention des AOK-Bundesverbandes. Oft sind es schon Kleinigkeiten, die Kinder schützen. Zusammen mit Krankenkassen, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat die AOK die bestehenden Merkblätter auch mit Blick darauf aktualisiert und um Tipps erweitert.
Richtige Tipps zur richtigen Zeit
"Ganz entscheidend ist natürlich, dass die richtigen Tipps zur richtigen Zeit bei den Eltern ankommen," so Schick. Während das Baby sicher auf dem Wickeltisch liegen und der Airbag für die Babyschale ausgeschaltet sein muss, geht es im Spielplatzalter beispielsweise darum, Kordeln an Anoraks zu entfernen und beim Fahren mit dem Laufrad den Kopf mit einem Helm zu schützen. Deshalb sind die Merkblätter auf die Entwicklungsphasen des Kindes zugeschnitten. Die Kinderärzte geben sie zu den jeweiligen U-Untersuchungen aus, sie können dort aber auch jederzeit mitgenommen oder im Internet heruntergeladen werden.
Um von Beginn an Unfälle vermeiden zu können, gilt es unter anderem,
- auf dem Wickeltisch immer eine Hand am Körper des Babys zu haben, damit es nicht herunterfallen kann
- das Kind nicht auf dem Bauch schlafen zu lassen und durch einen Schlafsack das Überhitzen und damit den plötzlichen Kindstod zu vermeiden
- nur kurze Schnullerketten zu verwenden, damit sich das Kind nicht erdrosseln kann
- das Baby im Auto in der Babyschale nur rückwärts und mit ausgeschaltetem Airbag zu transportieren.
Risiken ändern sich mit zunehmendem Alter
Mit zunehmendem Alter ändern sich die Risiken des Alltags. Eine Checkliste hilft, den Haushalt grundsätzlich sicher für kleine Kinder zu machen. Dazu gehört es beispielsweise,
- die Steckdosen mit Kindersicherungen auszustatten
- Tischdecken zu entfernen, damit Kinder keine heißen Töpfe oder gefährlichen Gegenstände vom Tisch ziehen können
- Herde, Backöfen und Öfen mit Schutzgittern auszurüsten
- Regale umsturzsicher zu befestigen, Fernseher sicher aufzustellen
- Treppen mit Gittern zu sichern
- gefährliche Gegenstände wie Putzmittel und Medikamente unerreichbar für Kinder aufzubewahren
- Gartenteiche, Pools und Regentonnen zu umzäunen oder abzudecken sowie
- die Wohnung mit Rauchmeldern auszustatten, was ohnehin für jede Wohnung gelten sollte.
Verbrennung, Vergiftung, Verätzung - das ist zu tun
Neben Stürzen zählen Verbrennungen, Vergiftungen und Verätzungen zu den häufigsten Kinderunfällen. Deshalb ist es auch hier für den Fall des Falles besonders wichtig für Eltern zu wissen, wie sie reagieren müssen. Bei Verbrennungen gilt:
- das Kind beruhigen und die Verletzung unter handwarmem Wasser (25 Grad) spülen, bis der Schmerz nachlässt
- den restlichen Körper warm halten
- bei größeren Verbrennungen den Rettungswagen mit der Nummer 112 anrufen.
- Den Giftnotruf anrufen: Was hat das Kind gegessen oder getrunken? Wie viel? Wie alt ist es? Wie lange ist der Vorfall her? Genaue Angaben erleichtern es den Experten, die Lage einzuschätzen und die Eltern zu beraten.
- Falls das Kind von sich aus erbricht, sollten Eltern das Erbrochene mit ins Krankenhaus nehmen.
- Bei Verätzungen des Auges ist es sinnvoll, das Auge zehn Minuten lang mit lauwarmem Wasser zu spülen. Ist die Haut betroffen, sollte die Stelle mit Seife gewaschen werden; bei Verätzungen im Mund oder in der Speiseröhre sollte ein Kind, das bei Bewusstsein ist, ein bis zwei Gläser Wasser oder Tee trinken.
Donnerstag, 21. März 2013
Mit Vorlesestunden gesund aufwachsen
Mit regelmäßigen Vorlesestunden können Eltern viel dazu beitragen,
dass ihre Kinder gut lesen und schreiben lernen, selbstbewusst werden
und gesund aufwachsen. Einer AOK-Familienstudie
zufolge geben Rituale und gemeinsame Aktivitäten in der Familie Kindern
Halt und Geborgenheit. Wie positiv sich Vorlesen auf die Entwicklung
von Heranwachsenden auswirkt, zeigen Untersuchungen der Stiftung Lesen.
Danach trägt regelmäßiges Vorlesen dazu bei, dass sich Mädchen und Jungen zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln. Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit vorgelesen wurde, lesen häufiger und länger, sind besser in der Schule und haben mehr Spaß an Bewegung, Kreativität und Musik als Heranwachsende, denen nicht oder nur wenig vorgelesen wurde.
Danach trägt regelmäßiges Vorlesen dazu bei, dass sich Mädchen und Jungen zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln. Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit vorgelesen wurde, lesen häufiger und länger, sind besser in der Schule und haben mehr Spaß an Bewegung, Kreativität und Musik als Heranwachsende, denen nicht oder nur wenig vorgelesen wurde.
Auch der Einzug elektronischer
Medien in deutschen Kinderzimmern kann an der Faszination von gedruckten
Büchern nichts ändern. Einer repräsentativen Studie der Stiftung Lesen
zufolge sehen 90 Prozent der befragten Eltern beispielsweise Bilder- und
Kinderbuch-Apps lediglich als Ergänzung, aber nicht als Ersatz von
klassischen Büchern an.
Doch längst nicht alle Kinder kommen häufig in den Genuss von
Vorlesestunden oder Gute-Nacht-Geschichten. 42 Prozent der Eltern von
Kindern unter zehn Jahren lesen ihrem Nachwuchs nur gelegentlich oder
nie vor. Die Folge: Viele Kinder und Jugendlichen tun sich schwer mit
dem Lesen und Schreiben. Nahezu jeder vierte sechsjährige Junge und
jedes sechste gleichaltrige Mädchen brauchten 2010 vorübergehend die
Hilfe eines Sprachtherapeuten.
Auch mit dem Rechnen tun sich viele Schüler schwer. "Probleme mit dem
Lesen, Schreiben und Rechnen belasten die Kinder, nagen an ihrem
Selbstbewusstsein und können zur Ausgrenzung führen", weiß Dr. Ulrich
Schäfer vom AOK-Bundesverband.
Stand: 11/12
Dienstag, 26. Februar 2013
Richtig essen in der Schwangerschaft
Nur circa 20 Prozent der Deutschen sind
ausreichend mit Folat versorgt. Für Schwangere ist es durch den deutlich
erhöhten Bedarf fast unmöglich, allein über die Ernährung ausreichend
mit diesem Vitamin versorgt zu sein. Eine Unterversorgung mit Folsäure
kann jedoch Mutter und Kind schaden. Deshalb wird allen Frauen, die eine
Schwangerschaft planen oder ein Kind erwarten, zur Vorbeugung von
Mangelsymptomen ein Folsäurepräparat empfohlen.
Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie im Heft: "Das beste Essen in der Schwangerschaft", Bestell-Nr. 61-1605, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de
Weitere Informationen:
Netzwerk Gesund ins Leben, www.gesundinsleben.de
Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie im Heft: "Das beste Essen in der Schwangerschaft", Bestell-Nr. 61-1605, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de
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