Seite zum Thema Gesundheit, Ernährung und Diät. Enthält viele leckere Rezepte und Tipps.
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Mittwoch, 28. August 2013
Freitag, 26. Juli 2013
Was hilft gegen Fruchtfliegen?
Entnommen aus dem neuen Standardwerk:
"Lebensmittelhygiene - Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt"
aid-Broschüre, 108 Seiten, Bestell-Nr. 61-3922, ISBN/EAN: 978-3-8308-1079-7, Preis: 8,00 Euro, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro gegen Rechnung
aid infodienst e. V., Heilsbachstraße 16, 53123 Bonn
Telefon: 0180 3 849900*, Telefax: 0228 8499-200
*Kosten: 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Anrufe aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute. Aus dem Ausland können diese Kosten je nach Anbieter höher sein.
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de
Freitag, 14. Juni 2013
Tipps zum Einkauf aufbereiteter Obst- und Gemüsesnacks
Weitere Informationen:
aid-Heft "Convenience in der Küche - Schnell- bequem-gesund?"; Bestell-Nr. 61-1449, Preis: 3,50 Euro, www.aid-medienshop.de
Donnerstag, 6. Juni 2013
Weichmacher DEHP wird hauptsächlich über Lebensmittel aufgenommen
Lebensmittel stellen einen bedeutenden Übertragungsweg des
Weichmachers DEHP dar. Der Stoff, der Kunststoffe flexibel macht, wird
in der Umwelt sowie im menschlichen Urin nachgewiesen. Dies ist
unerwünscht, da der Stoff schädigende Wirkungen auf die
Fortpflanzungsorgane hat und dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit und die
Entwicklung des Kindes im Mutterleib beeinträchtigen kann. In Spielzeug
oder Kosmetika darf DEHP daher nicht mehr eingesetzt werden. Insgesamt
ist die Aufnahmemenge bei fast allen Menschen gering und es besteht
daher in der Regel kein Gesundheitsrisiko.
Kleinkinder können im ungünstigen Fall stärker belastet sein, da sie DEHP nicht nur über die Nahrung, sondern auch über den Hausstaub am Boden und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken. Allerdings werden auch über diesen Weg meist nur geringe Mengen aufgenommen. Für einen geringen Teil der Bevölkerung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gesundheitlich tolerierbaren Aufnahmemengen überschritten werden. Diese Ergebnisse zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Auf Grundlage aktueller Daten zum Lebensmittelverzehr und gemessenen DEHP-Gehalten in Lebensmitteln und Verbraucherprodukten wurde untersucht, wie viel DEHP aufgenommen werden kann. Die Ergebnisse stimmen gut mit bisher durchgeführten Messungen von DEHP-Abbauprodukten im menschlichen Körper überein.
DEHP ist die Abkürzung für Di(2-ethylhexyl)phthalat. Die Substanz gehört zu den am häufigsten verwendeten Weichmachern. Sie hält Kunststoffprodukte aus PVC geschmeidig. DEHP wurde von der Europäischen Union, wie einige andere Phthalate auch, als reproduktionstoxisch eingestuft: Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass DEHP durch seine hormonähnliche Wirkung die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen bzw. zu schädlichen Wirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Mutterleib führen kann.
Jugendliche und Erwachsene nehmen DEHP hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Aufnahmemenge ist für die große Mehrheit der Verbraucher in der Regel aber gering, so dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Die Werte liegen im Mittel unterhalb der Menge, die täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann. Außerdem werden Weichmacher wie DEHP aus dem Körper schnell wieder ausgeschieden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für DEHP eine tägliche Menge von maximal 50 Mikrogramm festgelegt, die ein Leben lang je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden kann (Tolerable Daily Intake, TDI-Wert), ohne dass eine gesundheitsschädliche Wirkung eintritt. Beim Verzehr von Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene in Deutschland derzeit durchschnittlich 13-21 Mikrogramm DEHP je Kilogramm Körpergewicht auf. Wenn allerdings Lebensmittel mit dauerhaft sehr hohen DEHP-Gehalten verzehrt werden, kann der TDI-Wert im ungünstigen Fall nach Schätzung des BfR zeitweise auch überschritten werden. Dies ist bei etwa einem Prozent der Verbraucher der Fall.
Welche Lebensmittel enthalten DEHP? Alle Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Fett, Getreide, Obst, Gemüse und Milch bzw. Milchprodukte können mit der Chemikalie belastet sein. Im Vergleich zu loser, unverarbeiteter Ware wiesen fetthaltige Würzsoßen wie Mayonnaise und ölhaltige Fertigprodukte wie Gemüse und Fisch aus Gläsern und ölhaltigen Konserven in den in dieser Studie berücksichtigten Produkten wesentlich höhere DEHP-Werte auf. Lebensmittel können DEHP und andere Weichmacher insbesondere während der Verarbeitung oder aus ihrer Verpackung aufnehmen. Daher wurde 2007 die Verwendung von DEHP als Weichmacher in Verpackungen fetthaltiger Lebensmittel verboten. Ab 2015 darf DEHP nach der EU-Chemikalienverordnung REACH in der EU nicht mehr ohne Zulassung für die Herstellung von Verbraucherprodukten verwendet werden. Da der Stoff jedoch durch Importprodukte weiterhin eingeführt werden darf und in der Umwelt weit verbreitet ist, lässt sich nicht ausschließen, dass Spuren davon in Lebensmitteln vorkommen können.
Die DEHP-Aufnahme bei Kindern erfolgt etwa zur Hälfte über die Nahrung. Weitere Eintragspfade sind der Hausstaub und Verbraucherprodukte sowie Spielzeug. Das betrifft insbesondere Kinder, die sich viel auf dem Fußboden aufhalten. Bei ihnen kann die DEHP-Aufnahme dadurch höher sein als bei Jugendlichen und Erwachsenen. In dieser Studie wurde als mittlere Gesamtexposition für Kinder eine Aufnahmemenge von 15-44 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag geschätzt. Diese durchschnittliche Aufnahmemenge liegt unterhalb des TDI-Wertes.
Die Aufnahme von DEHP lässt sich im Alltag mit einfachen Verzehrs- und Hygienemaßnahmen verringern. Hierzu gehört, dass Speisen häufiger frisch zubereitet, wenig Fertigprodukte verwendet sowie Produktmarken öfter gewechselt werden. Denn gleiche Lebensmittel können je nach Herkunft unterschiedliche Mengen an DEHP enthalten. Außerdem empfiehlt es sich, Böden und Teppichböden häufiger zu reinigen. Für Kleinkinder ist es wichtig, dass sie möglichst nur Sachen in den Mund nehmen, die dafür gedacht sind. Obwohl der Stoff in Spielzeug und Kinderartikeln seit 1999 verboten ist, wird er gelegentlich in solchen Produkten nachgewiesen, wie die Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX zeigen. Auch älteres Spielzeug, das vor in Kraft treten des Verbots auf den Markt kam, kann DEHP enthalten.
Informationen zum Forschungsprojekt:
Die Studie „Phthalat-Belastung der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen, Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP“ wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplanes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt. Ziel war, die Aufnahmemenge (Exposition) der Bevölkerung gegenüber DEHP zu schätzen und die Aufnahmepfade zu bestimmen. Dazu wurden Daten der vergangenen 20 Jahre zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichtigt.
Mit der Studie können erstmals verlässliche Aussagen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung in Deutschland mit DEHP und zu den Aufnahmepfaden getroffen werden. Messungen im Rahmen des vom Umweltbundesamt von 2003 bis 2006 durchgeführten Kinder-Umwelt-Surveys zeigten bei 1,5 % aller Kinder in Deutschland Konzentrationen von Stoffwechselprodukten im Urin, die auf eine erhöhte Aufnahme von DEHP hinweisen. Welchen Beitrag die verschiedenen Aufnahmepfade dabei spielen, kann durch die Studie des BfR nun wesentlich besser erklärt werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Kleinkinder können im ungünstigen Fall stärker belastet sein, da sie DEHP nicht nur über die Nahrung, sondern auch über den Hausstaub am Boden und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken. Allerdings werden auch über diesen Weg meist nur geringe Mengen aufgenommen. Für einen geringen Teil der Bevölkerung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gesundheitlich tolerierbaren Aufnahmemengen überschritten werden. Diese Ergebnisse zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Auf Grundlage aktueller Daten zum Lebensmittelverzehr und gemessenen DEHP-Gehalten in Lebensmitteln und Verbraucherprodukten wurde untersucht, wie viel DEHP aufgenommen werden kann. Die Ergebnisse stimmen gut mit bisher durchgeführten Messungen von DEHP-Abbauprodukten im menschlichen Körper überein.
DEHP ist die Abkürzung für Di(2-ethylhexyl)phthalat. Die Substanz gehört zu den am häufigsten verwendeten Weichmachern. Sie hält Kunststoffprodukte aus PVC geschmeidig. DEHP wurde von der Europäischen Union, wie einige andere Phthalate auch, als reproduktionstoxisch eingestuft: Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass DEHP durch seine hormonähnliche Wirkung die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen bzw. zu schädlichen Wirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Mutterleib führen kann.
Jugendliche und Erwachsene nehmen DEHP hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Aufnahmemenge ist für die große Mehrheit der Verbraucher in der Regel aber gering, so dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Die Werte liegen im Mittel unterhalb der Menge, die täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann. Außerdem werden Weichmacher wie DEHP aus dem Körper schnell wieder ausgeschieden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für DEHP eine tägliche Menge von maximal 50 Mikrogramm festgelegt, die ein Leben lang je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden kann (Tolerable Daily Intake, TDI-Wert), ohne dass eine gesundheitsschädliche Wirkung eintritt. Beim Verzehr von Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene in Deutschland derzeit durchschnittlich 13-21 Mikrogramm DEHP je Kilogramm Körpergewicht auf. Wenn allerdings Lebensmittel mit dauerhaft sehr hohen DEHP-Gehalten verzehrt werden, kann der TDI-Wert im ungünstigen Fall nach Schätzung des BfR zeitweise auch überschritten werden. Dies ist bei etwa einem Prozent der Verbraucher der Fall.
Welche Lebensmittel enthalten DEHP? Alle Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Fett, Getreide, Obst, Gemüse und Milch bzw. Milchprodukte können mit der Chemikalie belastet sein. Im Vergleich zu loser, unverarbeiteter Ware wiesen fetthaltige Würzsoßen wie Mayonnaise und ölhaltige Fertigprodukte wie Gemüse und Fisch aus Gläsern und ölhaltigen Konserven in den in dieser Studie berücksichtigten Produkten wesentlich höhere DEHP-Werte auf. Lebensmittel können DEHP und andere Weichmacher insbesondere während der Verarbeitung oder aus ihrer Verpackung aufnehmen. Daher wurde 2007 die Verwendung von DEHP als Weichmacher in Verpackungen fetthaltiger Lebensmittel verboten. Ab 2015 darf DEHP nach der EU-Chemikalienverordnung REACH in der EU nicht mehr ohne Zulassung für die Herstellung von Verbraucherprodukten verwendet werden. Da der Stoff jedoch durch Importprodukte weiterhin eingeführt werden darf und in der Umwelt weit verbreitet ist, lässt sich nicht ausschließen, dass Spuren davon in Lebensmitteln vorkommen können.
Die DEHP-Aufnahme bei Kindern erfolgt etwa zur Hälfte über die Nahrung. Weitere Eintragspfade sind der Hausstaub und Verbraucherprodukte sowie Spielzeug. Das betrifft insbesondere Kinder, die sich viel auf dem Fußboden aufhalten. Bei ihnen kann die DEHP-Aufnahme dadurch höher sein als bei Jugendlichen und Erwachsenen. In dieser Studie wurde als mittlere Gesamtexposition für Kinder eine Aufnahmemenge von 15-44 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag geschätzt. Diese durchschnittliche Aufnahmemenge liegt unterhalb des TDI-Wertes.
Die Aufnahme von DEHP lässt sich im Alltag mit einfachen Verzehrs- und Hygienemaßnahmen verringern. Hierzu gehört, dass Speisen häufiger frisch zubereitet, wenig Fertigprodukte verwendet sowie Produktmarken öfter gewechselt werden. Denn gleiche Lebensmittel können je nach Herkunft unterschiedliche Mengen an DEHP enthalten. Außerdem empfiehlt es sich, Böden und Teppichböden häufiger zu reinigen. Für Kleinkinder ist es wichtig, dass sie möglichst nur Sachen in den Mund nehmen, die dafür gedacht sind. Obwohl der Stoff in Spielzeug und Kinderartikeln seit 1999 verboten ist, wird er gelegentlich in solchen Produkten nachgewiesen, wie die Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX zeigen. Auch älteres Spielzeug, das vor in Kraft treten des Verbots auf den Markt kam, kann DEHP enthalten.
Informationen zum Forschungsprojekt:
Die Studie „Phthalat-Belastung der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen, Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP“ wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplanes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt. Ziel war, die Aufnahmemenge (Exposition) der Bevölkerung gegenüber DEHP zu schätzen und die Aufnahmepfade zu bestimmen. Dazu wurden Daten der vergangenen 20 Jahre zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichtigt.
Mit der Studie können erstmals verlässliche Aussagen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung in Deutschland mit DEHP und zu den Aufnahmepfaden getroffen werden. Messungen im Rahmen des vom Umweltbundesamt von 2003 bis 2006 durchgeführten Kinder-Umwelt-Surveys zeigten bei 1,5 % aller Kinder in Deutschland Konzentrationen von Stoffwechselprodukten im Urin, die auf eine erhöhte Aufnahme von DEHP hinweisen. Welchen Beitrag die verschiedenen Aufnahmepfade dabei spielen, kann durch die Studie des BfR nun wesentlich besser erklärt werden.
- Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band I: Exposition durch Verzehr von Lebensmitteln und Anwendung von Verbraucherprodukten - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Anhang zu Band I: Datenbasis zur Exposition durch Lebensmittelverzehr und Verbraucherprodukte - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band II: Ergänzende Messungen von DEHP, DINP und DiNCH in Lebensmitteln und Migrationsmessungen in Verbraucherprodukten - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band III: Humane Toxikokinetikstudie
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Sonntag, 7. April 2013
Salate richtig zubereiten: Vom Putzen, Waschen und Schleudern
Einen Blattsalat zubereiten ist für die meisten Menschen kein
Problem. Doch vielleicht gelingt er mit dem einen oder anderen Tipp noch
besser: Zunächst ist Salatputzen angesagt. Dazu werden die äußeren,
unansehnlichen Blätter oder auch nur die verfärbten Blattspitzen
entfernt. Das gilt auch für grobe Stiele und harte Mittelrippen. Dunkel
verfärbte Druck- oder Faulstellen sind bei hellgrünen, glatten Salaten
leicht zu entdecken. Bei braunroten, stark gekrausten Salaten sind sie
hingegen meist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Prüfen Sie die
Blätter bei diesen Salaten daher besonders sorgfältig.
Nach dem Putzen die Salatblätter unzerkleinert in eine große Schüssel mit viel Wasser geben und den Salat kurz, aber gründlich waschen. Dies gegebenenfalls ein- bis zweimal mit frischem Wasser wiederholen, falls die Blätter sehr sandig sind. So werden sämtliche Verunreinigungen entfernt und gleichzeitig gehen nicht zu viele Nährstoffe mit dem Wasser verloren. Das ist auch der Grund, warum man den Salat nicht Wässern sollte.
Damit sich die Salatblätter gut mit dem Dressing verbinden können, sollten sie möglichst trocken sein. Geben Sie dazu den Salat in ein großes Sieb und schütteln Sie dieses vorsichtig. Alternativ lässt sich auch eine Salatschleuder verwenden. Sie sollte nicht zu voll beladen werden, um die Blätter nicht zu verletzen. Zupfen Sie dann die Blätter in kleinere Teilstücke. Je härter die Blätter sind, desto kleiner sollten die Teilstücke sein.
Jetzt heißt es Anmachen. Wählen Sie dafür eine große Schüssel, in der sich der Salat gut vermengen lässt. Bei zarten und empfindlichen Salatarten wie Kopf- und Bataviasalat geben Sie das Dressing erst kurz vor dem Servieren dazu, da die Blätter ansonsten weich werden. Den Salat bewahren Sie so lange am besten gekühlt auf. Eissalat, Chicorée und Endiviensalat vertragen die Salatsoße schon früher, damit sie etwas "durchziehen" können. Bei Bedarf kann der Salat zum Servieren in eine kleinere Schüssel umgefüllt oder auf einer Platte dekorativ angerichtet und mit Kräuterblättchen, essbaren Blüten oder anderen Salatzutaten garniert werden.
Weitere Informationen und Tipps für die Zubereitung von Blattsalaten finden Sie auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik Lebensmittel von A-Z / Salate / Zubereitung und Lagerung oder direkt unter http://www.was-wir-essen.de/abisz/salate_zubereitung_lagerung.php
Dr. Claudia Müller, www.aid.de
Nach dem Putzen die Salatblätter unzerkleinert in eine große Schüssel mit viel Wasser geben und den Salat kurz, aber gründlich waschen. Dies gegebenenfalls ein- bis zweimal mit frischem Wasser wiederholen, falls die Blätter sehr sandig sind. So werden sämtliche Verunreinigungen entfernt und gleichzeitig gehen nicht zu viele Nährstoffe mit dem Wasser verloren. Das ist auch der Grund, warum man den Salat nicht Wässern sollte.
Damit sich die Salatblätter gut mit dem Dressing verbinden können, sollten sie möglichst trocken sein. Geben Sie dazu den Salat in ein großes Sieb und schütteln Sie dieses vorsichtig. Alternativ lässt sich auch eine Salatschleuder verwenden. Sie sollte nicht zu voll beladen werden, um die Blätter nicht zu verletzen. Zupfen Sie dann die Blätter in kleinere Teilstücke. Je härter die Blätter sind, desto kleiner sollten die Teilstücke sein.
Jetzt heißt es Anmachen. Wählen Sie dafür eine große Schüssel, in der sich der Salat gut vermengen lässt. Bei zarten und empfindlichen Salatarten wie Kopf- und Bataviasalat geben Sie das Dressing erst kurz vor dem Servieren dazu, da die Blätter ansonsten weich werden. Den Salat bewahren Sie so lange am besten gekühlt auf. Eissalat, Chicorée und Endiviensalat vertragen die Salatsoße schon früher, damit sie etwas "durchziehen" können. Bei Bedarf kann der Salat zum Servieren in eine kleinere Schüssel umgefüllt oder auf einer Platte dekorativ angerichtet und mit Kräuterblättchen, essbaren Blüten oder anderen Salatzutaten garniert werden.
Weitere Informationen und Tipps für die Zubereitung von Blattsalaten finden Sie auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik Lebensmittel von A-Z / Salate / Zubereitung und Lagerung oder direkt unter http://www.was-wir-essen.de/abisz/salate_zubereitung_lagerung.php
Dr. Claudia Müller, www.aid.de
Donnerstag, 21. März 2013
Frühjahrsputz - Besser geht es ohne die chemische Keule
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| In vielen Haushalten steht wieder der Frühjahrsputz an. Um Bad, Küche und den Rest der Wohnung sauber zu bekommen, muss niemand auf Spezialprodukte zurückgreifen. Foto: AOK |
Wedeln, schrubben, wienern
Wedeln, schrubben, wienern: In der Hoffnung, den Frühling auch ein bisschen herbeiputzen zu können, steht in vielen Haushalten jetzt wieder das Großreinemachen auf dem Plan. Das Motto „viel hilft viel“ mag für manche Dinge im Leben das Richtige sein – um Küche, Bad und den Rest der Wohnung sauber zu bekommen, gilt es nicht: "Die Chemiekeule ist aus hygienischer Sicht unnötig. Dazu schadet sie Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel", sagt Dr. Johanna Hoffmann, Ärztin im AOK-Bundesverband. Für einen sauberen und hygienischen Haushalt reicht das Reinigen mit einigen wenigen Mitteln aus.
Vom Desinfektionsmittel für die Toilette über das Badspray und die Scheuermilch bis zum Ceranfeld-Reiniger und Backofen-Spray finden sich im Supermarkt Dutzende verschiedene Spezialreiniger für Küche, Bad und Wohnräume. Sie alle versprechen porentiefe Sauberkeit und Hygiene, die allermeisten davon – und da sind sich die Experten ausnahmsweise einmal einig – sind überflüssig, viele sogar eher schädlich. Einige enthalten Chlor, andere ätzende Stoffe, die meisten schaden der Umwelt, bestimmte Inhaltsstoffe können Allergien auslösen oder die behandelten Oberflächen angreifen. So verheißen Desinfektionsmittel etwa durch das Abtöten von Keimen Reinheit und Sicherheit. Das Problem: Sie töten nicht nur Krankheitskeime ab, sondern auch andere Keime in der Umwelt.
Eine Handvoll Grundreinigungsmittel reicht
"Mit einer Hand voll Grundreinigungsmitteln ist ein Haushalt in Sachen Sauberkeit und Hygiene bestens versorgt", sagt AOK-Ärztin Hoffmann. Dazu gehören: Neutralreiniger für Böden, Fliesen und Oberflächen, Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz, Spülmittel für leichte Verschmutzungen und Fenster, Zitronen- oder Essigsäure zum Entkalken. Wer gerne selber mixt, ist mit Soda, Zitronensäure und Spülmittel im Kampf gegen Fett, Schmutz, Bakterien und Gerüche ausreichend ausgestattet. So lässt sich beispielsweise aus einem Liter Wasser, drei Spritzern Spülmittel und einer Kappe Zitronensäure kostengünstig und einfach eine Grundreinigungslösung gegen Fett und Kalk selbst herstellen.
Küche und Bad sind die Orte, wo der Wunsch nach echter Sauberkeit besonders groß ist. "Aber genauso wie in den übrigen Räumen sind auch hier keine aggressiven Spezialprodukte nötig", sagt Hoffmann. In der Küche sind Kühlschrank und Putzlappen oder Schwämme die größten Keimherde. Aus dem Kühlschrank müssen zunächst einmal alle alten und möglicherweise sogar angeschimmelten Produkte raus. Gröberer Schmutz kann mit Spülmittel entfernt werden, anschließend wird der Kühlschrank noch einmal mit Essig- oder Zitronensäure ausgewischt. Für den Kühlschrank gilt aber: "Der Frühjahrsputz allein reicht nicht, die Böden und Fächer müssen häufiger gereinigt werden," so Hoffmann.
Lappen und Schwämme sauber halten
Ganz wichtig ist es, Lappen und Schwämme sauber zu halten und regelmäßig in der Maschine bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen oder auszutauschen. Ansonsten werden darüber Keime schnell vom Kühlschrank zum Messer, vom Messer aufs Obst und so weiter übertragen.
Auch in den Backöfen sieht man, dass wieder einmal ein Frühjahrsputz fällig ist. Statt eines speziellen Backofensprays mit einem hohen Säuregehalt ist auch hier ein einfaches Mittel sehr effektiv: Der Boden des Backofens wird mit Sprudelwasser, einigen Esslöffeln Soda und ein paar Spritzern Spülmittel bedeckt. Bei 100 Grad löst diese Mischung Verkrustetes und Fettiges, nach einigen Stunden kann der Ofen ausgewischt werden.
Desinfektionsmittel können die Umwelt belasten
Mehr noch als in der Küche setzen viele Leute im Bad auf antibakterielle Reiniger aus Furcht, dass sich hier Keime vermehren und breit machen. "Natürlich muss hier Sauberkeit herrschen, aber man muss dazu nicht so scharf schießen", sagt Hoffmann. Im Übrigen haben Tests ergeben, dass Desinfektionsmittel nicht einmal besser reinigen als ganz normale Mittel und noch dazu die Umwelt stark belasten. Für das Innenleben der Toilette ist ein ganz gewöhnlicher WC-Reiniger sinnvoll – allerdings ohne Salz- oder Phosphorsäure, da diese die Schleimhäute schädigen und die Umwelt belasten. Für die übrigen Flächen reichen Wasser, Scheuermilch und Allesreiniger. Wer selbst mixen möchte, kann auch hier wieder Wasser, Spülmittel und Zitronensäure als Grundlösung einsetzen.
Regelmäßiges Händewaschen wichtig
Zum Frühjahrsputz gehört auch das gründliche Reinigen der Abflüsse von Haaren und Belegen. Folgendes Hausmittel hat denselben Effekt wie ein teures Spezialprodukt und schont die Umwelt: Mischen Sie drei Esslöffel Soda mit drei Litern Wassern, schütten Sie es in den Abfluss und lassen es dort einige Stunden einwirken, anschließend einfach wegspülen. Wichtiger noch als die perfekte Reinigung von Küche und Bad beim Frühjahrsputz ist es, tagtäglich eine ganz einfache Regel zu beherzigen: Das regelmäßige Händewaschen, vor allem nach dem Toilettengang und vor dem Zubereiten von Speisen. "Viele Keime, die krank machen können, verbreiten wir über die Hände", sagt Hoffmann.
Weitere Informationen gibt es bei den Verbraucherzentralen in den jeweiligen Bundesländern.
Verbraucher-Tipps hat auch das Bundesinstitut für Risikobewertung.
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Reinigen,
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