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Mittwoch, 12. Juni 2013

Frauen sind häufiger krank, Männer länger

Über 55 Millionen Krankschreibungstage verzeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) 2012 für ihre knapp vier Millionen versicherten Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ALG-I-Empfänger). Fast jeder Zweite (47,7 Prozent) war im letzten Jahr mindestens einmal krankgeschrieben. Der Anteil derer, die 2012 wenigstens einmal arbeitsunfähig waren, ist bei den Frauen mit 51,3 Prozent jedoch deutlich höher als bei den Männern mit 44,6 Prozent. Im Falle einer Krankschreibung fallen Männer jedoch mit durchschnittlich 13,6 Tagen etwas länger aus als Frauen mit 13,3 Tagen.

Bei den Arzneimitteln haben inzwischen die Männer die Nase vorn: Sie erhielten 2012 statistisch gesehen Medikamente für 224 Tage, bei den Frauen waren es 222 Tageseinheiten. Auffällig: Bei den männlichen Erwerbspersonen entfällt knapp die Hälfte des gesamten Arzneimittelvolumens (48 Prozent) auf Herz-Kreislauf-Medikamente, bei den Frauen machen sie "nur" 26 Prozent aus.

Freitag, 31. Mai 2013

Immer mehr Frauen sterben an den Folgen des Rauchens

In den letzten 30 Jahren ist die Zahl der Frauen, die an einer für das Rauchen typischen Krebserkrankung verstarben, sehr stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages mitteilt, starben im Jahr 2011 fast 14 500 Frauen an Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopfkrebs. Gegenüber 1981 ist das eine Steigerung um 186 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verstorbenen Männer um rund 11 %. Trotzdem sterben insgesamt immer noch mehr Männer als Frauen an einer solchen Krebserkrankung - im Jahr 2011 waren es 31 000 Männer.

Dienstag, 28. Mai 2013

Weniger Schwangere greifen zur Zigarette

In Thüringen greifen weniger Frauen während der Schwangerschaft zur Zigarette.
Foto: Techniker Krankenkasse (TK)


In Thüringen greifen weniger Frauen während der Schwangerschaft zur Zigarette. Mit 9,7 Prozent liegt der Anteil rauchender Schwangerer im Jahr 2011 deutlich unter den Werten der beiden Vorjahre (2010: 10,8 Prozent, 2009: 10,1 Prozent), jedoch immer noch weit über Bundesdurchschnitt. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) hin und bezieht sich auf aktuelle Daten zur Qualitätssicherung im Krankenhaus.

"Statistisch gesehen greift damit immer noch jede zehnte werdende Mutter im Freistaat zur Zigarette, was mit erheblichen Risiken für das ungeborene Leben verbunden ist", so Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen.

Von insgesamt 15.540 befragten Schwangeren haben 1.516 geraucht. Der Großteil - 1.248 Frauen - hat bis zu zehn Zigaretten täglich konsumiert, 231 Frauen haben elf bis maximal 20 Zigaretten, 18 Frauen sogar mehr als 20 Stück geraucht.

"Babys von Müttern, die 20 Zigaretten pro Tag rauchen, nehmen schon im Mutterleib Schadstoffe von über 5.000 Zigaretten auf, die sowohl die Entwicklung des Kindes als auch die Gesundheit der Mutter erheblich beeinträchtigen", betont Dressel.

Bundesweit rauchten im Jahr 2011 insgesamt 7,9 Prozent der schwangeren Frauen und damit erneut weniger als im Vorjahr (2010: 8,5 Prozent).

Samstag, 25. Mai 2013

Angst vor Krebs?


Die Offenbarung von Angelina Jolie, sich aus Angst vor Brustkrebs beide Brüste abnehmen zu lassen, hat für Schlagzeilen gesorgt. Viele besorgte Frauen fragen sich jetzt, wie sie sich ebenfalls vor Krebs schützen können. „Risikofaktoren, die jede Frau selbst reduzieren kann, sind Bewegungsmangel, Alkoholkonsum und Übergewicht“, erklärt Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, Gynäkologin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Darüber hinaus sei es wichtig, eine Krebserkrankung rechtzeitig zu erkennen, denn umso größer seien die Heilungschancen. 

Alle Frauen ab 30 Jahren sollten einmal pro Jahr ihren Gynäkologen aufsuchen, um die Brustdrüsen und angrenzenden Lymphknoten abtasten zu lassen. Außerdem erhalten sie bei diesem Termin eine Anleitung zur Selbstuntersuchung, die ihnen ermöglicht, Auffälligkeiten zu Hause selbst zu erkennen. Im Alter von 50 bis 69 Jahren wird zusätzlich alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening zur Untersuchung der Brüste angeboten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Früherkennungsuntersuchungen.

„Eine Brustentfernung als Vorsorgemaßnahme wie im Fall von Angelina Jolie ist nur bei einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko in Erwägung zu ziehen“, so Dr. Siegmund-Schultze. Zunächst muss ein Gentest durchgeführt werden, der darüber Aufschluss gibt, ob die betroffene Frau ein mutiertes Krebsgen in sich trägt. Dieser Test wird in spezialisierten Brustkrebszentren durchgeführt und unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen wie einer hohen familiären Vorbelastung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. „Allein die Entscheidung für oder gegen diesen Test kann psychisch sehr belastend sein“, erklärt die Ärztin. Wird bei dem Test ein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt, erhalten die betroffenen Patientinnen ein engmaschiges Vorsorgeprogramm mit kurzen Untersuchungsintervallen in den Brustkrebszentren. Nur eine Minderheit entscheidet sich in Deutschland für die Operationsmethode – Tendenz steigend sagen Experten.

„Die Entscheidung für oder gegen eine Brustentfernung sollte immer ganz individuell und eng mit dem behandelnden Arzt besprochen werden“, so Dr. Siegmund-Schultze. Bei der Amputation dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich um einen chirurgischen Eingriff mit weiteren Risiken handelt. Die Kosten für eine solche Operation und den anschließenden Wiederaufbau der Brust übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen einer Einzelfallentscheidung. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist ein entsprechender Befundbericht und ein Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK).

Weitere Informationen zum Thema Brustkrebs sowie anderen Krebserkrankungen erhalten Interessierte auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe www.krebshilfe.de. Auch das Servicezentrum der KKH in Münster ist Ansprechpartner, wenn es um Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten sowie Informationsmaterial geht.

Montag, 8. April 2013

Hochhackige Schuhe: Fit für den großen Auftritt?

Hohe Absätze gelten als attraktiv. Allerdings ist das Tragen hochhackiger Schuhe anstrengend für die Füße, Beine und den Rücken. Daher ist es wichtig, High Heels, Plateauschuhe oder Stilettos spätestens nach vier Stunden auszuziehen und in bequeme Schuhe zu schlüpfen. Foto: AOK

Schickes Aussehen kann anstrengend sein

High Heels, Plateauschuhe, Pumps und andere hochhackige Schuhe sind Hingucker und nicht nur bei Models beliebt. Doch schickes Aussehen kann auch anstrengend sein, zumindest für die Füße, Beine und den Rücken. Dr. Eike Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband, sagt, wie man seinen Körper für das Tragen von Stöckelschuhen trainieren kann.

Mit High Heels, die eine Absatzhöhe von mindestens zehn Zentimetern haben, können Frauen ihre Beine optisch am meisten verlängern. Doch auch etwas weniger hohe Modelle ziehen häufig alle Blicke auf sich. "Wer viel auf hohen Absätzen unterwegs ist, mutet seinen Füßen, Beinen, Knien und dem Rücken allerdings einiges zu", sagt Eymers. Die Medizinerin empfiehlt, für Abwechslung zu sorgen: "Laufen Sie in den eigenen vier Wänden barfuß oder in bequemen Schuhen." Auch im Büro oder bei Freunden sollten Frauen nach spätestens vier Stunden die Stilettos oder Plateauschuhe ausziehen und in flache Schuhe mit einer dicken Sohle schlüpfen. Am besten sind gut sitzende Lederschuhe mit Fußbett oder Turnschuhe aus atmungsaktivem Material. Ballerinas sind zwar flach, darin haben die Zehen aber oft zu wenig Platz. Da die Sohle meist dünn ist, kann das Laufen auf unebenem Untergrund unangenehm sein. Auch Flip-Flops eignen sich nicht zur Erholung der Füße, da sie keinen Halt bieten; außerdem sorgt das ständige Ankrallen der Zehen für einen unnatürlichen Gang.

Muskulatur dehnen und kräftigen

Wer hochhackige Schuhe liebt und viel damit läuft, sollte drei bis vier Mal täglich eine kurze Pause einlegen und die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur mit kleinen Übungen dehnen und kräftigen - das ist selbst im Büro möglich. Mit einer starken Fuß- und Beinmuskulatur fällt das Tragen hoher Schuhe leichter. Die Übungen eignen sich auch, um sich auf einen langen Abend mit schickem Outfit vorzubereiten.
  • Die Wadenmuskeln kann man dehnen und kräftigen, indem man die Vorfüße auf eine Treppenstufe stellt und die Fersen absenkt. Die Übung sollte drei bis vier Mal wiederholt werden.
  • Wer sich auf die Zehen stellt und sich hochdrückt, kräftigt ebenfalls die Muskeln an den Waden.
  • Winkeln Sie das vordere Bein an, strecken Sie das hintere Bein und drücken Sie die Ferse auf den Boden. Damit dehnen Sie die Achillessehne.
  • Trainieren Sie die Fußmuskulatur, indem Sie mit den Zehen ein Tuch oder einen Stift vom Boden aufheben.
  • Setzen Sie die Füße mit gespreizten Zehen auf und ziehen Sie den Vorfuß zehn bis 15 Sekunden Richtung Ferse, ohne die Zehen dabei zu krümmen. Versuchen Sie, die Übung wenn möglich auch auszuführen, während Sie auf einem Bein stehen. Auf diese Weise können Sie die Fußmuskeln kräftigen.

Fußbäder und Massage

Wer nur zeitweise hohe Pumps, Stilettos oder Plateauschuhe trägt und die Fuß- und Beinmuskeln trainiert, hat meist keine Beschwerden. Wenn die Füße wehtun, können Fußbäder, eine Fußmassage oder kühlende Umschläge helfen.
"Permanentes Tragen hochhackiger Schuhe ist dagegen Stress für den Körper", sagt AOK-Ärztin Eymers. Das gesamte Gewicht verlagert sich auf den Vorfuß, der sich mit der Zeit sogar verformen kann.

Außerdem verkürzen sich durch die Steilstellung des Fußes auf Dauer die Wadenmuskeln und die Achillessehne - das normale Abrollen des Fußes ist dann nicht mehr möglich. "Aus diesem Grund haben Frauen, die ständig Stöckelschuhe tragen, Schmerzen, wenn sie in flachen Schuhen laufen", sagt Eymers.

Auch die Kniegelenke werden stark belastet. Da die Frauen auf den hohen Schuhen das Gleichgewicht halten müssen, können Haltungsschäden die Folge sein. Zusätzlich besteht das Risiko, umzuknicken und dabei Bänder und Sehnen zu verletzen.
Eine Rolle spielt auch, wie stark die Beine optisch verlängert werden. Je höher die Schuhe sind, desto mehr erschweren sie den Rückfluss des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen - das haben Wissenschaftler der Universität Sao Paulo in Brasilien in einer Studie herausgefunden. Die Forscher untersuchten die Beine von 30 gesunden Frauen, die barfuß liefen und Schuhe mit 3,5 und sieben Zentimeter hohen Absätzen trugen.

Das Ergebnis: Bei den sieben Zentimeter hohen Schuhen war die Muskelpumpe am meisten beeinträchtigt, das Blut staute sich in den Beinen. Damit erhöhte sich auch das Risiko für die Entstehung von Krampfadern. "Wenn Sie lediglich zu besonderen Anlässen hochhackige Schuhe tragen, müssen Sie sich aber keine Sorgen machen", sagt AOK-Ärztin Eymers. "Ab und zu können Sie ruhig mit hohen Absätzen glänzen."

Donnerstag, 7. März 2013

Schwangerschaft: Jod für die Schilddrüse

Erwachsene sollten laut Empfehlung täglich 180 bis 200 Mikrogramm (µg) Jod zu sich nehmen, Schwangere durch ihren höheren Bedarf 230 µg Jod. Heute ist Deutschland durch die Verwendung von Jodsalz zwar kein Jodmangelgebiet mehr, trotzdem erreicht die Aufnahme die Empfehlungen immer noch nicht. Die mittlere Aufnahme liegt bei circa 110 bis 120 µg Jod am Tag. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind unzureichend mit Jod versorgt, bei den Schwangeren sogar 50 Prozent. Diese Versorgungslücken können selbst in geringer Ausprägung die Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen. Deshalb wird allen Schwangeren zur Vorbeugung die Einnahme eines Jodpräparats und eine jodreiche Ernährung empfohlen.

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für die Bildung der Schilddrüsenhormone notwendig ist. Diese Hormone regulieren wichtige Stoffwechselabläufe im Körper. Ein längerfristiger Mangel kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Störungen führen. Typische Symptome einer Unterversorgung sind ein Enge- und Druckgefühl im Hals ("Kloß-Gefühl"), Atem- und Schluckbeschwerden, Zunahme des Halsumfangs (Struma), Veränderung der sichtbaren Halsvenen sowie unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit,

Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Kältegefühl, Verdauungsbeschwerden, Leistungsminderung und erhöhte Infektanfälligkeit. Auch Hautveränderungen (feuchte bzw. trockene Haut) können auf einen Jodmangel hinweisen. Ein Mangel während der Schwangerschaft kann die Entwicklung und Intelligenz des Kindes beeinträchtigen und in starker Ausprägung zu einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildungen führen. Jod ist an der Steuerung des Wachstums, der Knochenbildung und der Gehirnentwicklung des Embryos im Mutterleib beteiligt.

Schwangere sollten deshalb täglich ein Präparat mit 100 bis 150 µg Jod einnehmen und jodreiche Lebensmittel wie Meeresfisch (zweimal pro Woche) und Milch und Milchprodukte (täglich) essen. Zusätzlich sollten sie Jodsalz verwenden und damit hergestellte Produkte bevorzugen. Von der Verwendung getrockneter Algen- und Tangpräparate wird abgeraten, da diese zu hohe Mengen Jod enthalten können. Frauen mit Schilddrüsen-erkrankungen sollten Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Nadia Röwe, www.aid.de

Weitere Informationen zur Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie im Heft:
"Das beste Essen in der Schwangerschaft", Bestell-Nr. 61-1605, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Weitere Informationen:
Netzwerk Gesund ins Leben, www.gesundinsleben.de

Donnerstag, 28. Februar 2013

Hormone beeinflussen unsere Stimmung

Bewegung stärkt die Lebensgeister. Foto: Schoenenberger


Normalerweise müssten wir zu Beginn des Frühjahrs durch mehr Sonne und Licht wieder aktiver werden. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Denn der Übergang von Winter auf Frühling bringt unseren Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Dadurch fühlen wir uns ausgelaugt, müde und bedrückt, haben oftmals Glieder- und Kopfschmerzen – wir werden "frühjahrsmüde".

Abhilfe schaffen