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Dienstag, 13. August 2013

Endlich erwachsen

Mit Schulabschluss und großen Plänen in der Tasche wagen viele junge Leute jetzt den Sprung in ein neues Leben. Studium oder Ausbildung stehen an, bei einigen auch ein Auslandsjahr oder ein großer Trip. Beim Ansteuern und Umsetzen aller Ziele gilt es jedoch, die Kosten für den Gang auf eigenen zwei Beinen stets mit auszubalancieren.

Einen klaren Durchblick bei der Budgetplanung verschaffen sich Auszubildende und Studenten mit Hilfe des Ratgebers „Endlich erwachsen“ der Verbraucherzentrale NRW. Das Buch informiert, mit welchen Einnahmen junge Leute – etwa Unterhalt, Kindergeld, BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfen – rechnen können und wie sie mit Minijobs oder Praktika die eigene Kasse aufbessern können. Damit der Budgetrahmen nicht gesprengt wird, hilft der Ratgeber bei der Kalkulation der Ausgaben. Das Buch zeigt, wie Kostenfallen bei Bankgeschäften, Handytarifen oder Krediten erkannt und umschifft werden können. Alltagstaugliche Tipps rund um Auszug, Ausbildung, Studium, Auslandsaufenthalt oder Freiwilligenjahr machen das Starter-Paket auf dem Weg in die Unabhängigkeit komplett.
Der Ratgeber kostet 9,90 Euro und ist in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro (Porto und Versand) wird er auch nach Hause geliefert.

Bestellmöglichkeiten:
Versandservice der Verbraucherzentralen, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf, Internet: www.vz-nrw.de/shop, Tel: (02 11) 38 09-555, E-Mail: ratgeber@vz-nrw.de, Fax: (02 11) 38 09-235


Samstag, 20. Juli 2013

Staubbelastung am Arbeitsplatz vermeiden

Staub sammelt sich überall. Besonders in Büroräumen, in denen nicht täglich geputzt wird, bildet sich schnell eine dünne, grau-weiße Schicht auf Schreibtischen, Schränken, Tastaturen und Bildschirmen. Foto: Techniker Krankenkasse


Staubbelastung am Arbeitsplatz vermeiden

Staub sammelt sich überall. Besonders in Büroräumen, in denen nicht täglich geputzt wird, bildet sich schnell eine dünne, grau-weiße Schicht auf Schreibtischen, Schränken, Tastaturen und Bildschirmen. Bei Hausstauballergikern kann das Beschwerden auslösen. Für alle anderen Mitarbeiter ist dieser grobe Bürostaub gesundheitlich unbedenklich. Kleinsten Staubpartikeln hingegen wird ein krebserregendes Potenzial zugesprochen. Solche Feinstaubpartikel gelangen in die tiefen Atemwege, die Lungenalveolen. Dort angekommen lagern sich die Feinstäube ab und lassen sich nicht mehr ablösen. Gröbere Staubpartikel hingegen dringen nicht bis in die tiefen Atemwege ein und werden folglich nicht als krebserregend eingestuft.

Tonerstaub aus Druckern und Kopierern zählt aufgrund der geringen Partikelgröße zu den Feinstäuben. Noch gibt es aber keine Untersuchungen, die den direkten Zusammenhang zwischen der Belastung mit Tonerstaub in Büros und einem erhöhten Krebsrisiko eindeutig belegen. Die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt dennoch, den Kontakt mit Tonerstaub soweit möglich zu vermeiden. Dazu tragen bereits einfache Verhaltensregeln bei:

  • Nur Geräte mit geringem Emissionsausstoß anschaffen.

  • Toner sollte mittels Kartuschen getauscht werden können – nicht über Nachfüllsysteme. 

  • Drucker und Kopierer in gut belüfteten Räumen aufstellen.

  • Geräte nicht in Räumen aufstellen, in denen gegessen wird.

  • Geräte, die von Mitarbeitergruppen benutzt werden, möglichst in separaten Räumen aufstellen.

  •  Lüftungsöffnungen der Geräte nicht direkt auf Mitarbeiter richten.

  • Geräte regelmäßig durch geschultes Personal warten lassen.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Für die Pflege: Vom Job freigestellt

Gemeinsam alt werden …ist oft auch mit Pflege verbunden. Dafür haben Berufstätige das Recht auf eine Auszeit. Foto: Techniker Krankenkasse


Für die Pflege: Vom Job freigestellt

In Deutschland leben über 2,3 Millionen Pflegebedürftige, zwei Drittel von ihnen werden zu Hause gepflegt. Um mehr als eine Million Pflegebedürftige kümmern sich dabei ausschließlich ihre Angehörigen. Wenn ein Familienmitglied plötzlich pflegebedürftig wird, stehen Familien vor vielen neuen Aufgaben und oft auch vor der Frage, wie sie Beruf und Pflege miteinander vereinbaren können. Das Pflegezeitgesetz bietet Hilfe, denn es regelt Freistellungen im Zusammenhang mit der Pflege von Angehörigen im Haushalt. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) hin.

Arbeitnehmer haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, vorübergehend der Arbeit fernzubleiben. Der Gesetzgeber möchte Betroffenen auf diese Weise ermöglichen, einen nahen Angehörigen umgehend pflegen zu können. Seit dem 1. Januar 2012 gibt es zudem die so genannte Familienpflegezeit. Maximal zwei Jahre sollen Arbeitnehmer dabei ihre Arbeitszeit reduzieren können, wenn sie einen Angehörigen pflegen.

Zu den "nahen Angehörigen" zählen Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft, Großeltern, Eltern, Geschwister, Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder, Enkelkinder, Schwiegereltern sowie Schwiegerkinder und ebenso Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartners.

Kurzzeitige Pflege

Bei kurzfristigem Hilfebedarf kann ein Arbeitnehmer bis zu zehn Tage "freinehmen". In dieser Zeit hat der er keinen Anspruch auf sein Gehalt. Der Anspruch kann aber in einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder individuell im Arbeitsvertrag geregelt werden. Um seinen Versicherungsschutz in der Sozialversicherung muss sich der Pflegende für diese kurzzeitige Freistellung nicht kümmern, er bleibt bestehen.

Pflegezeit

Um einen nahen Angehörigen zu pflegen, haben Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten einen Anspruch auf unbezahlte Pflegezeit –  für bis zu sechs Monate. Gehalt gibt es während der "Auszeit" nicht. Damit man während dieser Zeit sozialversichert bleibt, sollte man unbedingt mit seiner Krankenkasse sprechen, rät die TK.  

Sozialversichert während der Pflegezeit

Wer sich während der Pflegezeit voll von der Arbeit freistellen lässt, kann sich auf verschiedenen Wegen in der Kranken- und Pflegeversicherung versichern, zum Beispiel in der Familienversicherung beim Ehegatten oder dem Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz. Wenn eine Familienversicherung nicht in Frage kommt, gibt es die Möglichkeit, sich in der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig zu versichern. Dann sind eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Die Pflegekasse des Angehörigen leistet hierzu einen Beitragszuschuss, den man separat beantragen muss. Das gilt auch, wenn der Angehörige privat pflegeversichert ist.

Keine Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung erhalten Beschäftigte, die sich nur teilweise von der Arbeit freistellen lassen. Sie bleiben versicherungspflichtig, es sei denn, sie arbeiten in der Pflegezeit nur als geringfügig Beschäftigte, zum Beispiel in einem Minijob. Wer unmittelbar vor Beginn der Pflegezeit in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert war, für den übernimmt die Pflegekasse des Pflegebedürftigen die Beiträge.

Die Pflegezeit kann als Pflichtbeitragszeit in der Rentenversicherung gewertet werden, wenn die Pflege mindestens 14 Stunden wöchentlich in Anspruch nimmt und der Angehörige außerdem Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält.

Familienpflegezeit

Das Modell der Familienpflegezeit sieht vor, dass Berufstätige ihre wöchentliche Arbeitszeit um mindestens die Hälfte, aber höchstens auf 15 Stunden pro Woche verringern können. Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen eine Vereinbarung über eine Familienpflegezeit von maximal 24 Monaten. Einen gesetzlichen Anspruch darauf hat der Arbeitnehmer aber nicht. Wenn der Arbeitnehmer seinen Angehörigen pflegt, reduziert er dabei die Arbeitszeit und erhält ein gekürztes Gehalt. Um die Einkommenseinbuße abzumildern, stockt der Arbeitgeber das Entgelt über ein Wertguthaben auf. Dabei sieht das Modell zwei mögliche Wege vor: Der Arbeitnehmer kann das Wertguthaben vor oder nach der Pflegephase durch Mehrarbeit aufbauen.

Informationen zur Pflegezeit und zur Familienpflegezeit finden Sie unter www.tk.de (Webcode 4181).




Montag, 1. Juli 2013

Koronare Herzkrankheiten: Gesunder Lebensstil kann Jobstress ausgleichen

Wer im Berufsleben viel Stress erlebt, leidet häufiger an koronaren Herzkrankheiten. Ein gesunder Lebensstil kann diese negativen Auswirkungen zumindest teilweise ausgleichen, lässt eine europäische Metastudie vermuten. Die koronare Herzerkrankung (KHK) ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die für die Blutversorgung des Herzens zuständig sind. Durch Ablagerungen werden sie immer enger. Der zunehmend gestörte Blutfluss kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Plötzlichem Herztod führen.

In sieben Studien mit insgesamt 102.000 gesunden Teilnehmern wurden Berufstätige in Fragebögen nach psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und ihren Lebensgewohnheiten befragt. Sie waren durchschnittlich 44 Jahre alt und kamen aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Schweden und Finnland. Die Wissenschaftler konzentrierten sich bei der Auswertung der Lebensweise auf vier Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum (Männer: mindestens 28 Getränke, Frauen: mindestens 21 Getränke pro Woche), Fettleibigkeit (BMI mindestens 30) und Bewegungsmangel. Zudem nahmen die Probanden an medizinischen Untersuchungen teil. Die Analyse der Daten hat gezeigt, dass rund 16 Prozent der Teilnehmer an beruflichem Stress litten. In den folgenden sieben Jahren wurde in 1.086 Fällen eine koronare Herzerkrankung (KHK) festgestellt.

Besonders häufig erkrankten Menschen mit Jobstress und einer ungesunden Lebensweise. Die Studie ergab, dass innerhalb eines 10-Jahre-Intervalls durchschnittlich 31,2 KHK-Ereignisse pro 1.000 Personen auftreten würden. Wer nicht rauchte, maßvoll Alkohol konsumierte, Normalgewicht hatte und sich regelmäßig bewegte, konnte die Erkrankungsrate um mehr als die Hälfte senken (14,7 KHK-Ereignisse pro 1.000).

Menschen, die übermäßigen Stress bei der Arbeit nicht vermeiden können, sollten daher besonders auf einen gesunden Lebensstil achten. Selbst kleine Änderungen können das Risiko für Herzerkrankungen senken. So beugt eine vollwertige Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, tierischen Lebensmitteln in Maßen sowie wenig Fett und Snacks Übergewicht vor. Planen Sie fünf feste Mahlzeiten ein und essen Sie diese in Ruhe und nicht vor dem Fernseher oder Computer, rät der aid infodienst, Bonn. Im Alltag lässt sich mehr Bewegung einbauen, wenn man beispielsweise die Treppe statt den Aufzug nimmt und Besorgungen zu Fuß oder mit dem Rad erledigt.


Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen zur Studie unter: Canadian Medical Association Journal (CMAJ), Online-Vorabveröffentlichung (DOI:10.1503/cmaj.121735)


Dienstag, 4. Juni 2013

Mobbing - Zur Zielscheibe kann jeder werden

Kommunikation … ist der Schlüssel zum besseren Verständnis unter Kollegen. Foto: Techniker Krankenkasse

Rund zwei Millionen Deutsche wurden schon einmal gemobbt

Fünf Prozent der Beschäftigten in Deutschland wurden am Arbeitsplatz schon einmal gemobbt oder schikaniert, so die Techniker Krankenkasse (TK) in Bezug auf eine Studie von Eurofound. Die Frage "Wurden Sie im vergangenen Monat verbal beleidigt?" beantwortete in der europaweiten Befragung jeder achte Bundesbürger mit "Ja". Und 4,3 Prozent bestätigten, dass sie am Arbeitsplatz sogar Drohungen und erniedrigendem Verhalten ausgesetzt sind.

Wo Menschen über viele Stunden zusammenarbeiten, gibt es Reibungspunkte und Auseinandersetzungen. "Das ist normal", sagt Heiko Schulz, Diplom-Psychologe bei der TK. "Kritisch aber wird es, wenn ein Mitarbeiter systematisch, über einen längeren Zeitraum schikaniert wird – mit dem Effekt, diese Person rauszukicken." Zur Zielscheibe kann jeder werden. Typische Charaktereigenschaften, die einen Menschen zum bevorzugten Mobbing-Opfer machen, gibt es laut Schulz nicht. Der zielgerichtete Terror kann zwischen Kolleginnen und Kollegen stattfinden, von Vorgesetzten ausgehen oder von Mitarbeitern, die ihre Chefs mobben. In etwa der Hälfte aller Fälle, so der Mobbingbericht der Bundesregierung, sind Vorgesetzte an diesen Prozessen beteiligt.

"Gemobbt wurde zwar immer schon, doch die Vehemenz und Intensität ist stärker geworden. Die Konkurrenz schläft nicht, der wirtschaftliche Druck auf manche Unternehmen ist groß. Das schafft tendenziell ein raues Betriebsklima, erzeugt Verunsicherung und Stress bei den Mitarbeitern", erklärt Schulz. Wer gemobbt wird, leidet körperlich und psychisch. Am Anfang reagieren die Betroffenen mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Verspannungen auf den Stress. Im fortgeschrittenen Mobbingstadium können dann ernsthafte Erkrankungen hinzukommen wie etwa Migräne, Angstzustände, Tabletten- oder Alkoholabhängigkeit, Depressionen und Herz-Kreislauf-Probleme.

Auch dem Unternehmen schadet Mobbing, unter anderem durch erhöhte Krankenstände, Qualitätsverlust, hohe Mitarbeiterfluktuation und ein schlechtes Betriebsklima. Gemobbte Arbeitnehmer reagieren vielfach mit innerer Kündigung, dadurch bleibt ihr Potenzial am Arbeitsplatz unausgeschöpft.

Doch gegen Mobbing lässt sich etwas unternehmen. "Das üble Geschwür Mobbing kann sich immer dann bequem einnisten und unkontrolliert wachsen, wenn es keine Gesprächskultur im Betrieb gibt. Eine gute innerbetriebliche Kommunikation ist also ein wichtiger Bestandteil der Prävention", sagt Schulz. Die Berufsgenossenschaften unterstützen durch Betriebsberatung und bieten Mobbingprävention durch Seminare für Führungskräfte und Betriebsräte an.

"Wenn Sie selbst betroffen sind, stellen Sie Ihren Mobber möglichst frühzeitig zur Rede. Führt das nicht zur Klärung des Konfliktes, weihen Sie Ihren direkten Vorgesetzten ein. Ist er selbst der Täter, wenden Sie sich an dessen Vorgesetzten oder den Betriebsrat", rät der Diplom-Psychologe. Für die Intervention in konkreten Mobbingfällen ist jedenfalls der Arbeitgeber verantwortlich. In manchen Firmen gibt es einen Konfliktmanager, einen internen Anti-Mobbingbeauftragten oder das Angebot einer externen Mitarbeiterberatung. Falls nicht, kann man sich an einen externen professionellen Mediator wenden, der unparteilich sein muss. Mobbingberatungsstellen befinden sich inzwischen in jeder größeren Stadt.

Für den Fall, dass es später doch zu einem Arbeitsgerichtsprozess kommt und man beweisen muss, dass man tatsächlich gemobbt wurde, hilft ein "Mobbingtagebuch". Jeder Vorfall mit Uhrzeit, Ort und gegebenenfalls anwesenden Zeugen werden darin dokumentiert. Die Aufzeichnungen helfen auch, um im Gespräch mit einem Berater schneller auf den Punkt zu kommen.

Eine sorgfältige Analyse ist wichtig, um die Lage realistisch überblicken zu können: Welche Ursachen liegen zugrunde, wer sind die handelnden Personen, welche Interessen stecken hinter dem Konflikt, hat man selbst Anteil daran? "Möglicherweise ist man ja auch gar nicht persönlich gemeint, sondern fungiert eher als Blitzableiter für eine allgemein schlechte Stimmung im Team", gibt Schulz zu bedenken. Und natürlich muss das Ziel definiert werden: Was will ich? Die Situation verändern und den Arbeitsplatz behalten oder eine Abfindung erhalten und erhobenen Hauptes gehen?

"Manchen Betroffenen hilft eine Psychotherapie, um den Konflikt zu bearbeiten. Auch das Gespräch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen ist wertvoll", sagt Schulz. "Wichtig ist, dass man sich nicht rund um die Uhr von dem Thema gefangen nehmen lässt. Gerade in dieser belastenden Situation kommt es darauf an, Dinge zu tun, die Spaß machen, ablenken und den Blickwinkel verändern."

Die TK bezieht sich auf die Ergebnisse der Europäischen Erhebung über Arbeitsbedingungen (EWCS) 2010 von Eurofound.


Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – viel mehr als nur Kursangebote
In der wirtschaftlichen Bilanz eines Unternehmens dominieren Begriffe wie Umsatz und Gewinn, Einnahmen und Ausgaben sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Den Begriff "Gesundheit" sucht man dort in der Regel vergebens. Dennoch: Die Bereitschaft eines Unternehmens, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren, wird in den kommenden Jahren nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse (TK) zunehmend wichtiger.

Denn angesichts der demographischen Entwicklung und fehlender Fachkräfte sind die Mitarbeiter ein Produktionsfaktor, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. "Die gesetzlichen Krankenkassen können dabei eine wichtige Funktion übernehmen und haben vom Gesetzgeber auch einen klaren Auftrag erhalten", betont Astrid Enders, bei der TK zuständig für betriebliches Gesundheitsmanagement. Zudem wird ausdrücklich gefordert, die Mitarbeiter daran zu beteiligen.

Die TK nimmt diesen Auftrag ernst, und das seit mehr als zehn Jahren. In insgesamt 840 Unternehmen in ganz Deutschland hat sie bisher die Geschäftsführung sowie die Mitarbeiter im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beraten.

Eines davon ist die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart. Die TK hat die Bank in einem zweijährigen Kooperationsprojekt dabei unterstützt, das interne Gesundheitsmanagement weiterzuentwickeln. Dabei ging es nicht um einzelne Gesundheitskurse oder Aktionstage. Stattdessen standen die Arbeitsbedingungen selbst auf dem Prüfstand. Den Mitarbeitern kommt dabei eine aktive Rolle zu, sie werden zu Experten für ihre eigene Gesundheit.

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Bei der LBBW wurde konkret in vier Pilotbereichen der BGM-Zyklus aus Bedarfsanalyse, Maßnahmenentwicklung, Maßnahmenumsetzung und Evaluation verwirklicht. Dabei kamen auch bewährte Instrumente wie Mitarbeiterbefragung, Analyse der Fehlzeiten, Gesundheitszirkel und Gesundheitswerkstätten zum Einsatz. In moderierten Workshops haben die Mitarbeiter Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz benannt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Das Ergebnis waren zahlreiche Maßnahmen, die keine großen Investitionen erfordern, aber viel zu Motivation, Zufriedenheit und damit auch zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit beitragen – zum Beispiel:


  • Mitarbeitergespräche finden jetzt häufiger statt und beleuchten stärker als bisher individuelle Weiterentwicklungswünsche und -möglichkeiten.

  • Die "Meetingkultur" wurde verändert (z.B. keine Besprechungen mehr in der Mittagspause und nach 18 Uhr).

  • Die Information und Kommunikation wurde durch regelmäßige Abteilungsbesprechungen intensiviert, Sonderaufgaben werden frühzeitiger kommuniziert.

  • Stehpulte zur gemeinschaftlichen Nutzung wurden angeschafft, die wechselnde Körperhaltungen ermöglichen und Ermüdung durch zu langes Sitzen vermeiden.

  • Durch Job Rotation erweitern Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und können im Vertretungsfall kompetent einspringen, Urlaub wird auch in Stoßzeiten möglich.

  • In den Pilot-Abteilungen wurden "Gesundheitsteams" gebildet, die das Thema Gesundheit im Blick behalten und nachhaltig weiterverfolgen.

"Was als einfaches Ideensammeln begann, hat einen nachhaltigen Veränderungsprozess in Gang gesetzt, der nicht allein die Gesundheit, sondern vor allem die Arbeitskultur betrifft", betont LBBW-Gesundheitsmanager Robert Amhof. Die Pilotprojekte haben Mitarbeiter und Führungskräfte stärker miteinander ins Gespräch gebracht und ihnen bewusst gemacht, wie wichtig die vermeintlich weichen Faktoren für Gesundheit und Produktivität sind.

Ziele des BGM

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement trägt dazu bei


  • Arbeitsprozesse und -organisation gesundheitsgerecht zu gestalten.
  • Die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Mitarbeiter zu gesundheitsgerechtem Verhalten zu befähigen und zu motivieren.
  • Arbeitsbelastungen zu reduzieren und den Gesundheitszustand zu verbessern.
  • Den Führungsstil zu verbessern.
  • Die Produktivität des Unternehmens zu erhöhen.

Weitere Informationen gibt es unter www.tk.de (Bereich Firmenkundenportal, Rubrik "Gesund im Betrieb").








Stress entsteht nicht nur durch Arbeit, sondern durch Arbeitsverhältnisse

Deutschland ist verhältnismäßig gestresst. Wie der heute in Berlin vorgestellte Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, sind es nicht nur Arbeitspensum, ständige Erreichbarkeit und Überstunden, die für Stress unter Deutschlands Berufstätigen sorgen, sondern vor allem die Verhältnisse, unter denen sie arbeiten. Wie der TK-Bericht zeigt, leiden vor allem diejenigen unter psychischen Belastungen, die befristet, in Teilzeit oder in Leiharbeit beschäftigt sind, sowie diejenigen, die durch Familie und Beruf mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen müssen. Insgesamt haben psychisch bedingte Fehlzeiten seit 2006 um gut 75 Prozent zugenommen.

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: "Es wird derzeit viel diskutiert, wie sich die hektische Arbeitswelt weniger stressig gestalten lässt. Es gibt sogar Initiativen, die dies staatlich regulieren möchten. Unser Bericht zeigt aber, dass es vor allem die Lebenssituation der Beschäftigten ist, die sie belastet. Sind Arbeitsverhältnisse befristet oder ist die finanzielle Situation aufgrund von Teilzeit oder Leiharbeit angespannt, belastet das die Betroffenen."

Vierzig Prozent der berufstätigen Frauen und 7,4 Prozent der Männer arbeiten in Teilzeit. Dr. Thomas Grobe vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG), der die Daten für die TK ausgewertet hat: "Teilzeitbeschäftigte Männer sind mit 11,1 Tagen insgesamt weniger krankgeschrieben als Vollzeitangestellte mit 11,8 Tagen. Allerdings sind sie mit durchschnittlich 1,9 Fehltagen pro Kopf deutlich mehr von psychischen Diagnosen betroffen als Vollzeitbeschäftigte (1,4 Tage)." Die Arzneimittelverordnungen bestätigen den Trend. Männer in Teilzeit erhalten zehn Prozent weniger Medikamente verschrieben, das Antidepressiva-Volumen liegt jedoch 53 Prozent über dem der Vollzeitbeschäftigten. Bei Frauen beträgt die Diskrepanz acht Prozent."

Heiko Schulz, Psychologe bei der TK: "Die Vermutung liegt nahe, dass die erhöhte psychische Belastung bei Männern in Teilzeit, in befristeten oder Leiharbeitsverhältnissen daher rührt, dass Männer traditionell noch als Haupternährer der Familie fungieren, was aber unter den genannten Beschäftigungsformen oft schwierig ist. Viele Beschäftigte arbeiten nicht freiwillig in Teilzeit, sondern weil ihnen nicht mehr angeboten wird oder weil sie eine höhere Arbeitszeit nicht mit ihren familiären Verpflichtungen vereinbaren können."

Die TK fordert deshalb, zur Prävention seelischer Belastungen auch kreative  Beschäftigungslösungen. TK-Chef Baas: "Es geht nicht darum, Arbeitsbedingungen hierzulande noch stärker staatlich zu regulieren. Kein Unternehmen am internationalen Markt kann es sich leisten, E-Mails nach 20 Uhr deutscher Zeit nicht zu beantworten. Aber wir brauchen Rahmenbedingungen für eine flexiblere Arbeitsorganisation, die Bedürfnissen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gerecht werden. Dank moderner Kommunikationsmittel haben wir viele Möglichkeiten dazu. Wenn die Beschäftigten zudem eine wertschätzende Führung, eine existenzsichernde Perspektive und die Möglichkeit bekommen, Beruf, Kinderbetreuung und Pflege zu vereinbaren, stehen sie auch weniger unter Druck."

Eine Investition in Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) rechnet sich laut TK auch für die Unternehmen: Die Depression steht unter den Fehlzeitenursachen auf Platz eins. Eine Krankschreibung aufgrund dieser Diagnose dauert im Durchschnitt 58 Tage. "In einem Unternehmen mit 350 Beschäftigten fehlen jährlich fünf Mitarbeiter unter dieser Diagnose. Lohnfortzahlung und Produktivitätsausfall kosten das Unternehmen allein für diese Diagnose etwa 75.000 Euro. Ein wirkungsvolles BGM bekommt man dagegen schon für 50.000 Euro", rechnet Baas vor. "In die Gesundheit von Beschäftigten zu investieren, ist also keine Nettigkeit, sondern wirtschaftlich sinnvoll."

Montag, 3. Juni 2013

Bei Allergikern ist die Berufswahl eingeschränkt

Prozent der berufsbedingten Hauterkrankungen sind Kontaktekzeme der Hände. Menschen, die unter Neurodermitis oder extrem trockener Haut leiden sind besonders gefährdet. Die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt deshalb Schülern, bei der Berufswahl auch an mögliche Allergien zu denken. Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) brechen etwa 30.000 Jugendliche jährlich ihre Ausbildung ab, weil sie in ihrem Beruf eine Allergie entwickeln. Kontaktekzeme sind Entzündungen der Haut, die durch Berührung mit schädigenden Stoffen ausgelöst werden. 

Besonders häufig betroffen sind Friseure,  Bäcker und Maler. Aber auch andere Berufe bei denen häufig die Hände gewaschen werden müssen, oder mit Chemikalien und ähnlichem hantiert wird, sind gefährdet. Dazu gehören Kranken- und Altenpfleger, Floristen, Laboranten und Handwerker jeglicher Art.

Junge Asthmatiker sollten ihre Berufswahl mit ihrem Allergologen besprechen. Wer trotz der möglichen Allergie-Risiken auf seinen Traumberuf nicht verzichten will, kann sich in manchen Fällen schützen. Gute Dienste leisten unter anderem Schutzhandschuhe, Staubschutzmasken oder die Hautpflege mit speziellen Cremes. Durch eine spezifische Immuntherapie lassen sich allergische Atemwegserkrankungen sogar heilen. Besteht die geringste Möglichkeit, dass der gewählte Beruf krank machen kann, sollte der Ausbildung unbedingt ein Praktikum vorangestellt werden.

Sonntag, 2. Juni 2013

Bogenschießende Busfahrer


Kraft und Geschicklichkeit. In vielen Jobs wird körperliche Fitness vorausgesetzt. Der passende Ausgleichssport in der Freizeit kompensiert einseitige Belastungen.. Foto: Techniker Krankenkasse

Mit Sport den Beruf ausgleichen

Sportlich, sportlich… in vielen Jobs ist körperliche Fitness ein Muss. Ob als Architekt auf dem Bau, als Verkäufer hinter dem Tresen oder als Altenpfleger im Heim – Ausdauer, Beweglichkeit und genügend Kraft werden vorausgesetzt. Dabei sollte man es aber nicht belassen. Insbesondere bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten sind bestimmte Sportarten gut geeignet, um die richtige Balance zu halten. "Wer täglich acht Stunden auf den Beinen ist, dem kann Sport helfen, einen positiven Ausgleich zu finden und einseitigen Belastungen entgegen zu wirken", so Beate Helbig, Sportwissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse (TK). Wichtig sei, eine Sportart zu finden, die Spaß macht und das Wohlbefinden positiv beeinflusst. Die TK hat vier Vorschläge, mit welchen Sportarten Berufstätige die Anforderungen auf der Arbeit am besten ausgleichen:


  • Langes Stehen: Ob Verkäuferin, Friseurin oder Zahnarzthelferin, hier bleibt keine Zeit für eine Verschnaufpause. Wer täglich mehrere Stunden stehend verbringt, kämpft häufig mit Gefäßproblemen. Darüber hinaus können einseitige Körperhaltungen zu Verspannungen führen. Abhilfe schaffen Sportarten an der frischen Luft. Radfahren, Joggen oder Inline-Skaten – sie bringen den Kreislauf in Schwung und stärken die Gefäße.
  • Tragen und Heben: Vom Lagerarbeiter bis zum Krankenpfleger, bei vielen Jobs gehört schweres Tragen und Heben zum Alltag. Die ungewohnten Bewegungen verlangen zudem die richtige Technik. In der Freizeit kräftigt ein gezieltes Rückentraining beispielsweise an den Geräten im Fitness-Studio oder auch Trend-Sportarten wie Klettern die Muskulatur.
  • Konzentration und Anspannung: In vielen Berufen ist Konzentration besonders wichtig. Als Bus- oder Taxifahrer ist erhöhte Aufmerksamkeit nötig, wenn man auf der Straße gleichzeitig den Verkehr und seine Fahrgäste im Blick behält. Auch Fluglotsen stehen ständig unter Anspannung. Mit Bogenschießen oder Tai Chi kann man Ruhe und Konzentration trainieren und vom hektischen Alltag abschalten. Badminton oder Tischtennis aktivieren dagegen Herz und Kreislauf und sind ideal, um sich abzureagieren und das lange Sitzen im Job auszugleichen.
  • Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit: Schnell durchstarten und auf Zack sein – auf gute Reaktionen kommt es auch in Erziehungsberufen an, denn ein Gruppe Kinder ist manchmal schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe. Laufen oder Schwimmen aktiviert Herz und Kreislauf und trainiert Ausdauer und Beweglichkeit. Dem Alltagsstress entkommt man zusätzlich mit Sportarten wie Pilates oder Yoga.
Egal für welche Sportart man sich entscheidet, wichtig ist, dass die Bewegung Spaß macht und hilft, den Alltag zu vergessen. "Sport ist als Ausgleich gedacht und es sind nicht gleich Höchstleistungen gefragt", so Helbig von der TK. "Anfänger sollten es erst einmal langsam angehen lassen, vor allem wenn sie auch im Beruf körperlich gefordert werden." Wer dann zu einem regelmäßigen Training übergeht, kann sein Fitnesslevel in wenigen Monaten erhöhen und hat es auch auf der Arbeit deutlich leichter.

Im Internet gibt es auf www.tk.de (Webcode 036852) mit dem Test "Welcher Sporttyp bin ich?" eine Entscheidungshilfe, um die richtige Sportart zu finden.

Auch außer Haus ausgewogen essen

Gesund und lecker … ein buntes Salatbuffet ist nicht nur ein optischer Augenschmaus, sondern sorgt für frische Energie. Foto: Techniker Krankenkasse


Auch außer Haus geht's ausgewogen

Jeder Vierte isst mittags nicht Zuhause, sondern in der Kantine, im Restaurant, im Imbiss, beim Bäcker oder beim Metzger. In einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) gaben drei von zehn Befragten an, dass es ihnen durch ihre Arbeit oder ihren Alltag schwer fällt, sich gesund zu ernähren. Wie man auch fernab der heimischen Küche ausgewogen essen kann, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Nicole Battenfeld von der TK.

"Wichtig ist, schon morgens mit einem vollwertigen Frühstück eine gute Grundlage zu schaffen", rät Battenfeld.  "Dazu gehört Vollkornbrot oder Müsli ergänzt mit Joghurt, Quark oder Käse und frischem Obst." Wer frühmorgens noch nichts essen mag, sollte spätestens gegen zehn Uhr eine Pause einlegen und sich einen ähnlich zusammengesetzten Snack gönnen. Für die Leistungskurve sind mehrere kleine Mahlzeiten und Pausen von Vorteil – am besten also in zwei Etappen frühstücken.

Wer eine Kantine mit guter Qualität und Auswahl im Haus hat, kann sich glücklich schätzen. "Bei Kartoffeln, Reis oder Gemüse sollte man sich reichlich bedienen und mit Fleisch und Soße etwas sparsamer umgehen. Auch das vegetarische Angebot und Fischgerichte sind einen Versuch wert", empfiehlt die TK-Ernährungsexpertin. Vorsicht geboten ist bei Fettgebackenem, wie Kartoffelpuffern oder Bratlingen, sahnigen Soßen und dem Kantinenklassiker Currywurst mit Pommes. Der Figur zuliebe sollte man dann auf Suppe und Dessert verzichten. Generell ist es sinnvoll, sich nur für eines von beiden zu entscheiden. So werden der Magen und die Kalorienbilanz nicht zu sehr belastet.

Ein buntes Salatbuffet lockt vor allem bei wärmeren Temperaturen, aber auch hier lohnt es sich auf Fettfallen zu achten. "Blattsalate, Karotten, Tomaten, Gurken oder Sellerie sollten den Teller füllen und nur mit Klecksen von Kartoffel-, Nudeln-, oder Feinkostsalaten ergänzt werden", so der Tipp der Ernährungswissenschaftlerin. Auch Dressings unterscheiden sich sehr in ihrer Wertigkeit. Joghurtdressing ist in der Regel die leichteste Variante, andererseits liefern Salatsoßen auf Oliven- oder Rapsöl-Basis wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Auf dickflüssige Fertigdressings oder Sahnemischungen sollte man besser verzichten. Sparsamkeit ist bei Käsewürfeln, Schinkenstreifen oder Croûtons angesagt. Stattdessen isst man besser eine Scheibe Vollkornbrot zum Salatteller: Das erhöht den Sättigungsgrad und das Ballaststoffkonto.

Gibt es keine Kantine, sollte man Mitgebrachtes trotzdem nicht am Schreibtisch essen. Im Pausenraum oder auf einer Parkbank kann man besser genießen und abschalten. "In die Vesperdose packt man am besten belegte Brote mit Salatblättern, Gurkenscheiben oder Tomaten garniert, ergänzt mit Paprika- oder Karottensticks", rät Battenfeld. Gut geeignet seien auch Reste vom Vortag – zum Beispiel Reis, Nudeln, Gemüse, Fleisch – als Salat angemacht. Wer morgens gewöhnlich in Hektik ist, bereitet den Mittagssnack schon am Abend vor. Wer zum Dessert oder nachmittags noch ein Stück Obst isst, erhält sich seine Leistungsfähigkeit bis zum Feierabend.

In der Fußgängerzone hat man die Qual der Wahl: Döner beim Türken, Frühlingsrolle beim Asiaten oder Hefeteilchen aus der Bäckerei. Was so im Vorbeigehen vertilgt wird, ist meist sehr fetthaltig und hat trotzdem nur einen begrenzten Sättigungswert. "Auch wer unterwegs essen muss, sollte sich etwas Zeit nehmen. Fast food schnell gegessen ist doppelt schlecht", warnt die Ernährungsexpertin. Doch auch die Auswahl an den Straßentheken sei größer und gesünder geworden. "Inzwischen bieten sogar manche Metzgereien vegetarische Tagesessen an", so Battenfeld. Empfehlenswerte Snacks sind zum Beispiel Wraps mit Putenfleisch und Salat, Ofenkartoffel mit Kräuterquark, belegte Brötchen ohne Remoulade und mit reichlich Gemüse, Spinattaschen, Suppen oder Sushi.

Für das Abendessen zu Hause empfiehlt die TK-Expertin das Kontrastprogramm zum Tagesplan. Wer also tagsüber Salat oder Sandwich hatte, sollte etwas Warmes essen und umgekehrt. Und nicht zu vergessen: viel trinken. Ob in trockener Büroluft oder unterwegs, der Körper braucht genügend Flüssigkeit. Die besten Durstlöscher sind Leitungs- oder Mineralwasser, verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees – im Idealfall zwei Liter am Tag.


Weitere Informationen zur gesunden Ernährung gibt es unter www.tk.de (Webcode 143540).

Pendler im Stress

Pendler im Stress: Weniger Tage krank, aber die 
Nerven leiden Foto: Techniker Krankenkasse

Pendler im Stress: Weniger Tage krank, aber die Nerven leiden

Jeder zweite Berufstätige in Deutschland legt auf dem Weg zur Arbeit mehr als 10 Kilometer zurück. Fünf Prozent und damit rund zwei Millionen Menschen gelten als Fernpendler mit einem Arbeitsweg von über 50 Kilometer. Das Ergebnis: volle Züge, verstopfte Autobahnen, lange Schlangen an den Ampeln. Auch wenn Berufspendler tendenziell widerstandsfähiger zu sein scheinen, zehrt das an ihren Nerven. Zu diesem Schluss kommt die Techniker Krankenkasse (TK) bei der Auswertung ihres Gesundheitsreports.

Jeder Beschäftigte, der nah am Arbeitsplatz wohnt, fehlte vergangenes Jahr im Schnitt 12,9 Tage wegen Krankheit, Pendler nur 12,7 Tage. Groß sind die Unterschiede bei Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems sowie bei Verletzungen oder Vergiftungen. Pendler verzeichnen hier durchschnittlich 2,3 und 1,5 Fehltage. Das sind neun beziehungsweise zwölf  Prozent weniger als bei den Nichtpendlern. Bei wohnortnahen Erwerbstätigen scheint jedoch die Psyche stabiler zu sein. Sie verzeichnen hier nur 1,9 Krankheitstage, die Pendler mit 2,2 Tagen rund 14 Prozent mehr.


Gesund alt werden im Beruf

Wissenstransfer … zwischen alt und jung bringt Vorteile
 für das Unternehmen. Foto: Techniker Krankenkasse

Gesund alt werden im Beruf

Rund acht Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland sind älter als 50 Jahre. Das sind über zwei Millionen mehr als noch vor zehn Jahren, so die Techniker Krankenkasse (TK). Laut Gudrun Ahlers, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der TK, sind Ältere sind nicht weniger leistungsfähig als Jüngere – sie sind anders leistungsfähig. "Obwohl manche Fähigkeiten wie die Stressresistenz und Schnelligkeit im Alter nachlassen, nehmen andere zu. Dazu zählen zum Beispiel Zuverlässigkeit und soziale Fähigkeiten. Die Älteren verfügen außerdem über ein großes Erfahrungswissen und treffen ihre Entscheidungen überlegter", erklärt Ahlers. Diese Fähigkeiten nicht für das Unternehmen zu nutzen, wäre wirtschaftlich unklug.

Immer mehr Beschäftigte müssen länger arbeiten, die Gesundheit zu erhalten wird daher umso wichtiger. Deshalb sollten sich Unternehmen laut Ahlers frühzeitig in der Gesundheitsförderung engagieren. "Studien haben gezeigt, dass die Arbeitsfähigkeit erhalten oder sogar verbessert werden kann, wenn das Unternehmen aktiv gegensteuert", so die TK-Expertin.

In Demografieworkshops beraten die Firmenkundenbetreuer der TK Führungskräfte über wichtige Maßnahmen wie die Flexibilisierung der Arbeitszeit, altersgerechte Entwicklungschancen, Wissenstransfer zwischen Jung und Alt, Angebote zur Gesundheitsförderung und ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze. Beim Thema altersgerechtes Arbeiten wird Führungskräften in den kommenden Jahren eine besonders wichtige Rolle zukommen, schätzt die TK-Expertin. "Um die Kompetenzen aller Mitarbeiter ideal zu nutzen und zu fördern, müssen die Führungskräfte diese erst einmal kennen. Deshalb empfehlen wir regelmäßige Feedbackgespräche, um zu klären, welche Ressourcen, aber auch welche Belastungen vorhanden sind."

Weitere Informationen gibt es unter www.tk.de (Bereich Firmenkundenportal, Rubrik "Gesund im Betrieb").


Die TK bezieht sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Samstag, 1. Juni 2013

Gesunder Rücken am Arbeitsplatz

Langes Sitzen am Schreibtisch, am Besprechungstisch oder am 
Computer prägt im Büro den  Alltag. Foto: Techniker Krankenkasse

Gesunder Rücken am Arbeitsplatz

Rund 17 Millionen Menschen verbringen laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ihren Arbeitstag im Büro. Langes Sitzen am Schreibtisch, am Besprechungstisch oder am Computer prägt ihren Alltag. Weitere zwei bis drei Millionen haben eine sitzende Tätigkeit im Bereich der industriellen Fertigung und etwa genauso viele Berufskraftfahrer sitzen täglich hinter dem Lenkrad. "Nach einem langen Arbeitstag kommt es da schon mal zu Nackenschmerzen, Verspannungen und Rücken-problemen", sagt Sportwissenschaftlerin Beate Helbig, Gesundheitsexpertin der Techniker Krankenkasse (TK).

Bei einer sitzenden Tätigkeit gibt es zwei Problemzonen in der Wirbelsäule: den Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule sowie den Bereich der Lendenwirbelsäule. Besonders bei Menschen, die am Bildschirm arbeiten, treten Beschwerden an der Halswirbelsäule auf. Die starre Kopfhaltung und das ständige Führen der Arme bewirken häufig schmerzhafte Verspannungen der Rückenmuskulatur oder auch der Handmuskulatur.

Nach Auswertung ihres Gesundheitsreports schätzt die TK, dass im zurückliegenden Jahr deutschlandweit mehr als 30 Millionen Fehltage aufgrund von Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens angefallen sind – darunter allein mehr als 15 Millionen Fehltage wegen Rückenschmerzen. Unter den Erwerbspersonen, die bei der TK versichert sind, geht fast jeder zehnte Fehltag auf das Konto der Rückenbeschwerden. "Gerade Rückenschmerzen infolge von Büroarbeit lassen sich aber gut vermeiden. Es ist ganz einfach, selbst etwas für einen gesunden Rücken am Arbeitsplatz zu tun", so TK-Expertin Helbig. Wichtig sei vor allem, die Wirbelsäule nicht dauerhaft einseitig zu belasten. Am Schreibtisch sollte man deshalb "dynamisch" sitzen: Einfach häufiger die Sitzposition wechseln, indem man sich abwechselnd weiter vorne und weiter hinten auf die Sitzfläche setzt.

Wer viel sitzen muss, sollte jede Möglichkeit nutzen, um sich zu bewegen. "Anstelle einer E-Mail kann man den Kollegen kurz persönlich im anderen Büro aufsuchen, im Stehen telefonieren und die Treppe statt des Aufzugs benutzen", rät Helbig. Wer seine Ausdrucke nicht an den nächstgelegenen Netzwerkdrucker sendet, verschafft sich ein paar zusätzliche Schritte im Büroalltag. Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause bringt Bewegung und macht den Kopf frei.  

Einfache Bewegungsübungen lassen sich auch während der Arbeit ausführen:

• Nackenzieher
Den Kopf langsam zur linken Schulter neigen, dabei die Schulter nicht hochziehen und den Kopf nicht verdrehen. Den rechten Arm sanft nach unten schieben und die Handfläche in Richtung Boden zeigen lassen; etwa 15 Sekunden halten. Dabei ruhig und gleichmäßig atmen. Dann Seite wechseln. Das dehnt die Halsmuskulatur.

• Schulterdreher
Die Arme entspannt neben den Oberschenkeln hängen lassen. Schultern nach vorne schieben und die Daumen nach innen drehen; dabei ausatmen. Anschließend die Schultern nach hinten schieben und die Daumen nach außen drehen; dabei einatmen. Stabilisiert Schultergürtel und Brustwirbelsäule.

• Schulterkreisen
Die Hände auf die Oberschenkel legen, das Kinn einziehen und den Hinterkopf nach oben schieben. Jetzt die Schultern anheben und langsam nach hinten bewegen; dabei einatmen. Anschließend die Schultern fallen lassen und dabei ausatmen. Die Übung hilft bei verspanntem Schultergürtel.


Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode 038888).

Leidet die Seele, schmerzt oft auch der Rücken

Die Deadline sitzt im Nacken … und führt zu Verspannungen. Laut einer TK-Umfrage ist jeder dritte Rückenschmerz stressbedingt. Foto: Techniker Krankenkasse

Leidet die Seele, schmerzt oft auch der Rücken

2011 standen Rückenschmerzen und depressive Episoden wieder an der Spitze der häufigsten Einzelursachen von Krankschreibungen in Deutschlands Betrieben. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) entfielen im vergangenen Jahr 9,3 Prozent aller Fehlzeiten bei TK-versicherten Erwerbspersonen auf Rücken- und Bandscheibenprobleme. Psychische- und Verhaltensstörungen waren sogar für über 16 Prozent der Fehltage verantwortlich. Stress und Überforderung gelten als Hauptauslöser für seelische Leiden, bei Rückenproblemen werden eher physische Ursachen vermutet.

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK machten 60 Prozent der Befragten die einseitige Belastung durch langes Sitzen oder Stehen bei der Arbeit für ihre Rückenprobleme verantwortlich. Ebenfalls 60 Prozent sahen die Ursache in Verschleißerscheinungen. Immerhin jeweils ein Drittel gab Stress, Bewegungsmangel und anatomischen Fehlstellungen wie einem Hohlkreuz die Schuld (Mehrfachnennungen waren möglich). Mit fast 40 Prozent nannten Frauen deutlich häufiger Stress als Ursache ihrer Beschwerden, bei den Männern vermutete nur jeder Vierte einen seelischen Hintergrund.

Heiko Schulz, Psychologe bei der TK, geht davon aus, dass viele Rückenfehltage psychische Ursachen haben: "Seelische und körperliche Gesundheit hängen eng zusammen. Probleme – zum Beispiel in Beruf oder Familie – können buchstäblich im Nacken sitzen. So beeinflussen Stress und Überlastungen das vegetative Nervensystem und führen auf diesem Weg zu körperlichen Beschwerden." Diese können individuell sehr verschieden sein und zum Beispiel als Kopf- oder Magenschmerzen, aber auch als Nacken- und Rückenschmerzen in Erscheinung treten.

Nordic Walking im Freien … bringt seelischen Ausgleich und
 stärkt den Rücken. Foto: Techniker Krankenkasse


Eine Gesundheitsstudie unter Beschäftigten eines Dienstleistungsunternehmens in Deutschland im Jahr 2011 bestätigt den Zusammenhang zwischen seelischem Wohlbefinden und Rückengesundheit. Befragt wurden 2.735 Mitarbeiter. Davon gaben zwei Drittel an, psychisch gesund zu sein, ein Drittel schätzte die eigene seelische Verfassung als nicht gut ein. Unter den Befragten in schlechterer Verfassung war der Anteil der Teilnehmer mit Rückenbeschwerden doppelt so hoch. Während bei den seelisch belasteten Beschäftigten jeder Dritte unter Rückenbeschwerden litt, hatte bei den Gesunden "nur" ein Sechstel der Befragten "Rücken". Auch die Arbeit unter einer autoritären Führungskraft verdoppelte nahezu das Risiko für Rückenbeschwerden im Vergleich zu einem kooperativen Führungsstil.

Da sich die wenigsten Beschäftigten den Führungsstil ihrer Chefs aussuchen können, empfiehlt Schulz, sich im übertragenen Sinne ein breites Kreuz zuzulegen: "Es gibt viele Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Aber wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte immer die Verhältnisse und das eigene Verhalten in Frage stellen. Vielleicht lässt sich nicht immer der Stress bei der Arbeit vermeiden, man kann aber lernen damit umzugehen, zum Beispiel durch Stressbewältigungs- und Entspannungstrainings." Wichtig ist vor allem, für ausreichend körperlichen Ausgleich zu sorgen. "Egal wie sehr die Probleme oder der Stress drücken – die Zeit für den sportlichen Ausgleich sollte man sich nehmen", empfiehlt der Gesundheitsexperte. "Wer sich dreimal die Woche eine halbe Stunde nimmt, um sich an der frischen Luft zu bewegen, bekommt den Kopf frei und stärkt sich selbst und den Rücken für die Belastungen des Alltags."

Weitere Bewegungs- und Entspannungstipps finden Interessierte unter www.tk.de (Webcode 036654).

Donnerstag, 30. Mai 2013

Sehnenscheidenentzündung vorbeugen

Musiker, Masseure, Leistungssportler und Menschen, die viel am Computer arbeiten – sie alle haben eines gemeinsam: Sie beanspruchen ihre Sehnen besonders intensiv. Das Ergebnis kann eine schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung sein. "Um dem vorzubeugen, sind die richtige Haltung sowie Pausen und Abwechslung in den Bewegungsabläufen wichtig", empfiehlt Dr. Eike Eymers, Ärztin im AOK-Bundesverband.

Die Sehnenscheiden bilden eine schützende Hülle für die Sehnen, deren Aufgabe es ist, Knochen und Muskeln miteinander zu verbinden und eine Bewegung im Gelenkbereich zu ermöglichen. In den Körperregionen, in denen die Sehnen besonders leistungsstark sein müssen, wie zum Beispiel im Hand- oder Fußgelenk, bewahrt die Sehnenscheide die Sehnen vor einer Abnutzung. "Bei extremer oder dauerhafter Belastung leidet allerdings auch diese Schutzhülle: Werden die Sehnen besonders stark beansprucht, reiben sie an den Sehnenscheiden, die daraufhin anschwellen können. Bei weiterer Belastung entwickeln sich dann eine Entzündung und strukturelle Veränderungen", erklärt Eymers.

Vor allem Handgelenke betroffen


Vor allem die Handgelenke und - bei Sportlern - die Sprunggelenke sind betroffen. Bekannt ist die Entzündung im Handgelenk auch als sogenannter Mausarm. Das ständige Tippen, Klicken und Scrollen am Computer können Schmerzen in der Hand, im Arm, der Schulter und im Nacken verursachen. Schuld sind vor allem dauerhafte Fehlhaltungen an einem nicht ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz. Dazu gehört unter anderem eine falsche Haltung an der Tastatur und an der Computermaus. Oft wird die Maus zu weit vom Körper entfernt positioniert. Viele verharren in dieser Haltung, in ständiger Bereitschaft zu klicken. Dadurch wird der Arm dauerhaft gestreckt, und Hand-, Arm- und Schulterbereich werden angespannt und belastet.

In der Folge kann es zu einer Entzündung der Sehnenscheiden kommen – mit starken ziehenden oder stechenden Schmerzen. Der betroffene Bereich kann außerdem anschwellen, erröten und sich warm anfühlen. "Zunächst sollte der Bereich gekühlt werden. Das lindert die Schmerzen und wirkt der Entzündung entgegen", so Eymers. Außerdem wird das betroffene Gelenk mit Bandagen oder einer Schiene ruhig gestellt, und schmerz- und entzündungshemmende Medikamente wie Salben oder Tabletten werden verordnet. "Mit dem Arzt abgeklärt werden müssen auch mögliche andere Ursachen wie entzündliches Rheuma oder eine Infektion. Letzteres ist allerdings sehr selten", sagt die AOK-Ärztin.

Wird eine Sehnenscheidenentzündung nicht frühzeitig und konsequent behandelt, kann sie chronisch werden. Zu den Schmerzen kann dann noch ein tastbares Knirschen und Reiben im betroffenen Bereich kommen. Die Sehnenscheide ist dann bereits knotig und verdickt. In der Folge kann die Sehne in ihrer Funktion und Bewegung stark eingeschränkt sein und weitere therapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik und Ultraschallbehandlung werden dann nötig. Auch können Injektionen mit lokalen Betäubungsmitteln oder Kortisonpräparaten helfen. "Falls alle therapeutischen Ansätze versagen, kann eine Operation erforderlich sein", erläutert Eymers. "Dabei wird die verengte Stelle gespalten und damit der Sehne wieder mehr Bewegungsspielraum gegeben."

Arbeitsbedingungen verbessern


Um dem vorzubeugen, sollten unbedingt die Arbeitsbedingungen verbessert werden. "Speziell bei Computer-Tätigkeiten sind ergonomische Arbeitsplätze gefragt, um eine gute Körperhaltung zu erreichen", sagt Eymers. So hilft es beispielsweise, die Tastatur flach einzustellen und ein Polster davor zu legen. Damit werden die Handgelenke möglichst gerade gehalten. Das entlastet die beanspruchten Bereiche. Auch das Mausdesign kann zwischendurch gewechselt werden, um so die Muskeln in der Hand und den Fingern unterschiedlich zu aktivieren. Anstatt ausschließlich mit der Maus zu navigieren, sollten auch mal Tastenkombinationen zum Einsatz kommen, um den Mausarm zu entlasten.

Zu einem ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz gehören auch ein höhenverstellbarer Tisch und ein Stuhl, bei dem die Sitzfläche, die Armlehnen sowie die Rückenlehne verstellbar sind. 

"Zur Entspannung hilft es, die Handgelenke zwischendurch zu bewegen und die Finger gespreizt auf dem Tisch aufzustützen und zu dehnen", rät Eymers. Bei einseitiger Belastung durch dauerhafte monotone Bewegungsabläufe wie bei Musikern, Masseuren oder manchen Sportlern ist es ratsam, häufiger mal eine Pause einzulegen. Wenn möglich, sollte auch etwas Abwechslung in die Abläufe kommen. Wer seine Gelenke und Sehnen besonders anstrengt, sollte das Aufwärmen nicht vergessen und die betreffenden Körperpartien dehnen.


Mittwoch, 29. Mai 2013

Leben und Arbeiten im Stand-By-Modus

Was der "Digital Native" als Segen empfindet, kann sich für einen Berufstätigen zu einem Fluch entwickeln: Die Digitalisierung der Welt hat Auswirkungen auf Menschen jeden Alters und für alle Lebensbereiche. Informationsvorsprung und grenzenlose Kommunikation gehen häufig mit einer permanenten Erreichbarkeit einher. Wiederum ganz anders begegnen die älteren, sogenannten "Silver Surfer" den modernen Internetangeboten.

Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e. V. (HLS) und die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Hamburg (KISS) bringen drei Vertreter ihrer Generation mit ihrer individuelle Mediennutzung ins Gespräch: Ein Student, ein Vater, der in der IT-Branche tätig ist, und ein Rentner diskutieren, ob Erreichbarkeit oder Unerreichbarkeit für sie das größere Glück oder fortdauernder Stress oder gar Krankheit bedeuten. Colette See, Internetexpertin bei der HLS: "Viele Menschen merken nicht, dass ihre Dauerverfügbarkeit nur scheinbar freiwillig ist. Ältere Menschen verteufeln häufig zu Unrecht die neuen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Berufstätige wiederum nehmen den schleichend größer werdenden Stress gar nicht wahr."

Bei der Veranstaltung sollen die unterschiedlichen Herausforderungen von Familie, Arbeitswelt oder Freizeit beim Umgang mit neuen Technologien besprochen werden. Colette See: "77 Prozent aller Berufstätigen stehen auch nach Arbeitsschluss für den Chef und Kollegen zur Verfügung. 66 Prozent fühlen sich unwohl, wenn sie für Familie und Freunde nicht erreichbar sind. Wir wollen voneinander lernen, die Dinge anders zu sehen und die Facetten des digitalen Lebens gut zu nutzen."

Die Veranstaltung "Leben und Arbeiten im Stand-By-Modus - zwischen Technikoptimismus und Technikskepsis" findet am 29. Mai 2013 um 19 Uhr im Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Der Generationendialog wird mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt und ist Teil des Projekts "Netz mit Web-Fehlern?".

Samstag, 25. Mai 2013

Mehr als jeder sechste Fehltag psychisch bedingt


Auch 2012 haben Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen weiter zugenommen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) ist der bundesweite Krankenstand 2012 insgesamt nur geringfügig um 1,4 Prozent gestiegen und liegt bei 3,88 Prozent. Bei den psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeiten ist der Anstieg mit  5,7 Prozent jedoch deutlich höher als in allen anderen Diagnosekapiteln.

Im Durchschnitt war jede Erwerbsperson in Deutschland laut TK 2012 14,2 Tage und damit 0,2 Tage mehr als im Jahr zuvor arbeitsunfähig. Fast zweieinhalb Tage davon entfielen auf psychische Erkrankungen.

Gudrun Ahlers, verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung der TK: "Psychisch bedingte Fehlzeiten machen mittlerweile über 17 Prozent aller Fehlzeiten aus, das heißt jeder sechste Krankschreibungstag läuft unter einer psychischen Diagnose."

Häufigste Einzeldiagnose ist die depressive Episode. Statistisch gesehen war jede Erwerbsperson 0,8 Tage mit dieser Diagnose krankgeschrieben. "Depressive Episoden, zu denen auch die Erschöpfungsdepression Burnout gehört, stehen damit auf Platz eins der Hauptursachen von Krankschreibungen, noch vor Rückenschmerzen und Erkältungserkrankungen", so Gudrun Ahlers. "Am Burnout erkrankt man jedoch nicht von heute auf morgen, sondern es ist ein meist langwieriger Prozess, bei dem Stress in dauerhafte Überforderung und schließlich in einen Zustand der völligen Erschöpfung, des Ausgebranntseins mündet." Deshalb sei wichtig, so die TK, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Gudrun Ahlers: "Stress lässt sich in der modernen Arbeitswelt kaum vermeiden. Man kann aber lernen, damit umzugehen und die eigenen Gesundheitsressourcen zu stärken."


Freitag, 24. Mai 2013

Leiharbeiter kränker


Zeitarbeit geht auf die Knochen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse sind Beschäftigte in Leiharbeit mit durchschnittlich 17,8 Fehltagen im Jahr deutlich mehr krankgeschrieben als Beschäftigte im konventionellen Arbeitsmarkt mit 13,3 Tagen pro Kopf.

Gudrun Ahlers, verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung der TK: "In allen relevanten Diagnosekapiteln verzeichnen wir für 2012 bei Leiharbeitern höhere Fehlzeiten." Vor allem in den Bereichen Muskel-Skelett-Erkrankungen  (+ 47 Prozent), Atemwegserkrankungen (+25 Prozent), Verletzungen/Vergiftungen (+ 62 Prozent) und psychische Erkrankungen (+ 22 Prozent) sind Leiharbeiter gesundheitlich stärker belastet als Beschäftigte in anderen Branchen.

"Eine Ursache für die erhöhten Fehlzeiten bei Leiharbeitern ist, dass sie in den Unternehmen häufig für körperlich anstrengende Aufgaben eingesetzt werden. Es erklärt aber sicherlich nicht eine solche Differenz. Wir wissen aus Umfragen, dass vor allem die Arbeitsplatzunsicherheit, die Einkommenssituation sowie die Diskrepanz zwischen der Tätigkeit in der Leiharbeit und der eigentlichen Qualifikation belasten", so Gudrun Ahlers.

Die TK setzt sich dafür ein, auch Beschäftigte, die befristet im Unternehmen arbeiten, in Maßnahmen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement einzubeziehen. "Es sollte selbstverständlich sein, dass die entleihenden Betriebe für alle Beschäftigten ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen. Wichtig ist aber auch, dass die Zeitarbeitsfirmen ihre Mitarbeiter in Beschäftigungspausen weiter qualifizieren und ihre Gesundheit fördern", so die TK-Expertin.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Jeder vierte Deutsche fühlt sich ausgebrannt


Deutschland ist gestresst. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gab jeder vierte Befragte an, häufig oder ständig unter Stress und Erschöpfung zu leiden (25 Prozent). Besonders betroffen sind laut TK die 46- bis 55-Jährigen: Hier gaben sogar 36 Prozent der Befragten an, sich ausgebrannt zu fühlen. Von den 36- bis 45-Jährigen ist jeder Dritte betroffen (33 Prozent).

Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass Erwerbstätige deutlich stärker unter Druck stehen als Menschen, die nicht berufstätig sind. Dreißig Prozent von ihnen fühlen sich gestresst.

Auch die Daten zu Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der TK bestätigen die Ergebnisse. Laut TK-Gesundheitsreport erhielt 2011 jeder Beschäftigte Antidepressiva für durchschnittlich zehn Tage verschrieben (Männer: 7,8 Tagedosen, Frauen: 13,1) - das Volumen hat sich laut TK seit 2000 nahezu verdreifacht.  Zudem war jeder Beschäftigte in Deutschland im Jahr 2011 statistisch gesehen knapp zwei Tage aufgrund einer psychischen Diagnose krankgeschrieben (Männer: 1,4 Tage, Frauen: 2,6 Tage). Seit 2000 sind die psychisch bedingten Fehlzeiten damit um 72 Prozent gestiegen. "Allein bei den Diagnosen Depression und Belastungsstörungen verzeichnete die TK fast 5,1 Millionen Fehltage. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung heißt das, dass deshalb täglich rund 110.000 Menschen in Deutschland in den Betrieben fehlen", so Wiebke Arps, Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der TK.

Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen unterstützt sie Unternehmen, gesunde Arbeitsplätze und -strukturen zu schaffen. "Die psychische Gesundheit zu fördern, wird dabei immer wichtiger. Aufgrund der Arbeitsverdichtung lässt sich Stress nicht immer vermeiden. Die Unternehmen können aber viel dafür tun, die gesundheitlichen Ressourcen der Mitarbeiter zu stärken, zum Beispiel mit sogenannten Resilienztrainings. Aber natürlich sind auch alle Beschäftigten selbst gefordert, etwas für ihre Gesundheit zu tun, zum Beispiel in dem sie für den richtigen Ausgleich sorgen", so die Präventionsexpertin.

Gesunde Ernährung nur schwer mit Arbeitswelt vereinbar


Vielen Berufstätigen in Deutschland fällt es schwer, sich an ihrem Arbeitsplatz gesund zu ernähren. So sagen jeder dritte Mann (36 Prozent) und jede vierte Frau (24 Prozent), dass sie bei der Arbeit schlichtweg nicht dazu kommen, sich vernünftig zu ernähren. Und nicht einmal jeder zweite Beschäftigte (48 Prozent) kann in seinen Arbeitspausen tatsächlich in Ruhe essen. Das zeigt die aktuelle TK-Ernährungsstudie "Iss was, Deutschland?".

So rangiert das Arbeitsumfeld auch weit oben in der Liste der Gründe, die Berufstätige insgesamt von einer gesunden Ernährung abhalten - an dritter Stelle hinter Zeitmangel und schwachem Durchhaltevermögen. Als großes Problem bezeichnen viele dabei auch die begrenzte Essens-Auswahl im Job (das sagen 39 Prozent von ihnen). Ihr Ausweg: Vier von zehn befragten Arbeitnehmern geben an, dass sie tagsüber nicht viel essen, dafür dann aber abends zu Hause reichlich. Von den Männern sagt dies sogar jeder Zweite.

"Genügend Pausen und geeignete Räume für eine gesunde Ernährung im Job zu schaffen, zahlt sich für Unternehmen aus", ist Wiebke Arps von der TK überzeugt. "Sich Tag für Tag am Schreibtisch oder an der Werkbank einen schnellen Snack reinzuschieben, kann unzufrieden und auch krank machen", so die Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement. Denn auch wenn man den Begriff Gesundheit in den Unternehmensbilanzen heute noch meist vergeblich sucht: Die Mitarbeitergesundheit ist ein Faktor, der den Unternehmenserfolg entscheidend beeinflusst - etwa in Form von höherer Motivation und besseren Arbeitsergebnissen. "Angesichts der demografischen Entwicklung und fehlender Fachkräfte wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Mitarbeiter motiviert und gesund zu erhalten - auch aus wirtschaftlichen Erwägungen", so Arps.

Die gesetzlichen Krankenkassen können dabei eine wichtige Funktion übernehmen - und sollen dafür vom Gesetzgeber auch nicht zuletzt mit dem geplanten Präventionsgesetz nochmals einen klaren Auftrag erhalten. Die TK berät bereits seit mehr als zehn Jahren Unternehmen und ihre Mitarbeiter in der betrieblichen Gesundheitsförderung - aktuell in über 1.000 Betrieben. Thema ist dort neben Burn-out-Prophylaxe, Demografieberatung oder Raucherentwöhnung auch die gesunde Ernährung im Job, etwa für Schichtarbeiter.

Dr. Jens Baas, Vorsitzender des TK-Vorstands: "Gesundheitsförderung kann nur erfolgreich sein, wenn sie direkt in den Lebenswelten der Menschen ansetzt. Das heißt aber auch: Prävention ist eine gemeinschaftliche Aufgabe." Ein Drittel ihres Lebens verbringen die Berufstätigen in den Betrieben. Hier sieht Baas alle Beteiligten gefordert: neben den Krankenkassen und -versicherungen auch den Gesetzgeber und die Arbeitgeber genau wie zum Beispiel die Betriebsärzte - aber auch jeden einzelnen Berufstätigen selbst. "Denn das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung kann man vermitteln, aber nicht verordnen", so Baas.

Jeder zweite Akademiker vergisst bei der Arbeit das Trinken


Nur noch kurz die Mails checken, zum Meeting flitzen und am nächsten Projekt tüfteln: In der Hektik des Arbeitsalltags kommt das Trinken häufig zu kurz, insbesondere bei Berufstätigen mit einem höheren Schulabschluss oder Studium. So gibt unter den Akademikern jeder zweite an, dass er bei der Arbeit oft vergisst, genug zu trinken. Auch Gutverdienern macht der unbemerkte Durst zu schaffen. Fast sechs von zehn Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen über 4.000 Euro sagen, dass sie am Arbeitsplatz das Trinken oft vergessen. Das zeigt die aktuelle Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK) "Iss was, Deutschland?".

"Wer im Job seine volle Leistung bringen will, braucht genügend Flüssigkeit. Denn schon bei geringem Flüssigkeitsmangel kann man sich schlechter konzentrieren, wird müde und bekommt Kopfschmerzen", sagt Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der TK. Insgesamt fällt es 43 Prozent der für die TK-Ernährungsstudie Befragten schwer, im Job auf ausreichende Wasserreserven zu achten, wobei Frauen (47 Prozent) ihr Trinkverhalten kritischer bewerten als Männer (41 Prozent).

TK-Ernährungswissenschaftlerin Maike Schmidt: "Wer über den Tag verteilt ausreichend trinkt, kann besser denken und behält einen klaren Kopf." Insgesamt sollten Erwachsene über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. An heißen Tagen kann es auch mehr sein. Die besten Durstlöscher sind Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßter Früchte- oder Kräutertee oder Fruchtsaft-Schorlen. "Auf das Durstgefühl sollten sich die Berufstätigen nicht verlassen", rät Maike Schmidt.  "Wer Durst verspürt, hat nämlich schon viel zu wenig getrunken."

Ein paar Tricks können Berufstätigen helfen, regelmäßig ihre Wasserreserven auffüllen. TK-Ernährungswissenschaftlerin Maike Schmidt gibt folgende Tipps:
  • Um das Trinken nicht zu vergessen, kann man eine Flasche Mineralwasser in Sichtweite auf den Schreibtisch stellen und sich regelmäßig ein Glas damit füllen.
  • Das Auge trinkt mit: Eine schöne Wasserkaraffe im Büro kann zum regelmäßigeren Trinken motivieren. Wer möchte, kann das Wasser in der Karaffe dekorativ mit einem Stängel Zitronenmelisse, einigen Limettenscheiben oder Ingwerstückchen aufwerten.
  • Werden bei Besprechungen Getränke angeboten, sollte man bei Mineralwasser, Saftschorlen und Früchte- oder Kräutertee immer zugreifen.
  • Wer zu jeder Tasse Kaffee oder Tee ein Glas Wasser trinkt, füllt gleichzeitig seine Flüssigkeitsreserven auf. Kaffee und schwarzer Tee können zwar in die Flüssigkeitsbilanz mit eingerechnet werden, es sollten aber nicht mehr als vier Tassen oder zwei Becher am Tag sein.
  • Ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit - egal ob im Büro, in der Kantine oder auswärts - trägt ebenfalls zu einer positiven Flüssigkeitsbilanz bei.
  • Bei Dienstfahrten sollte man immer eine Flasche Wasser mitnehmen. So lassen sich die Flüssigkeitsreserven auch unterwegs unproblematisch auffüllen.
  • Wem es besonders schwer fällt, genügend zu trinken, kann ein "Trinktagebuch" helfen, passende Pausen für einen Schluck Wasser im Arbeitsalltag zu finden. Einfach aufschreiben, zu welchen Gelegenheiten man im Tagesablauf bereits eine Trinkpause macht und wann sich zusätzliche Gelegenheiten einbauen lassen. So kann man beispielsweise gleich morgens etwas für seinen Wasserhaushalt tun und nach dem Zähneputzen einfach ein Glas Leitungswasser trinken. 
Damit die Leistungskurve im Tagesverlauf nicht in den Keller rutscht, empfiehlt es sich zudem, mehrere kleine Mahlzeiten und Pausen einzulegen. Gibt es keine Kantine, kann man beispielsweise in einer Kunststoff-Box belegte Brote mitnehmen, die mit Salatblättern, Gurkenscheiben oder Tomaten garniert sind. Gut geeignet sind auch Reste vom Vortag - zum Beispiel Reis, Nudeln, Gemüse, Fleisch - als Salat angemacht. Vitaminreiche Snacks für zwischendurch sind auch zum Beispiel Karotten- oder Paprika-Sticks. Wer morgens gewöhnlich in Hektik ist, kann den Mittagssnack schon am Abend vorbereiten. Ein Stück Obst als Dessert oder als Zwischenmahlzeit am Nachmittag erhält die Leistungsfähigkeit bis zum Feierabend.