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Montag, 29. April 2013

Wie Kinder am besten schwimmen lernen


Schwimmnudeln bieten eine gute Hilfe bei der Gewöhnung ans Wasser.  Foto: Foto: AOK-Mediendienst

Möglichst frühzeitig an Wasser zu gewöhnen

Paddeln und zappeln wie die Frösche und die Hunde – auch für ungeübte kleine Schwimmer ist es gar nicht so schwer, sich über Wasser zu halten. Wer erst einmal die Scheu vor dem nassen Element verloren hat, lernt schnell, wie er sich vom Wasser tragen lassen kann und welch großen Spaß Schwimmen macht. Schon ab einem Alter von vier Jahren können Kinder spielerisch an Wasser herangeführt werden. "Wir raten Eltern, ihre Kinder möglichst frühzeitig an Wasser zu gewöhnen", sagt der für Ausbildung zuständige Referent der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), Dr. Harald Rehn.

"Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein gesunder Sport, der den gesamten Bewegungsapparat in Schwung hält und die Gelenke schont", sagt Rehn. Als Hilfsmittel könnten Schwimmnudeln verwendet werden. Das vermittelt ein gewisses Sicherheitsgefühl und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. "Schwimmflügel eignen sich dagegen weniger zum schwimmen lernen: Die Kinder hängen damit so im Wasser, dass sie Arme und Beine nicht richtig bewegen können", warnt Rehn. 

Wer Mut und Ausdauer hat, kann dann sogar schon das Schwimmen vorbereitende Abzeichen "Seepferdchen" in Angriff nehmen. Vor der Verleihung dieses Abzeichens steht ein Sprung ins Wasser vom Beckenrand und 25 Meter schwimmen sowie das Herausholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser. "Allerdings kann man damit noch nicht sicher schwimmen", sagt Rehn. "Die Kinder dürfen auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Wasser bleiben."


Fehler in der Schwimmtechnik vermeiden


Nach der Empfehlung des Sportwissenschaftlers sollten Eltern ihre Kinder möglichst nicht selbst im Schwimmen unterrichten. "Sonst schleichen sich Fehler in der Schwimmtechnik ein, die später nur schwer korrigiert werden können." Rehn: "Es gibt viele Organisationen und Vereine, die gut ausgebildete Schwimmlehrer haben. Dort können die Kinder am besten die richtige Schwimmtechnik erlernen, und die Kurse sind in der Regel nicht teuer". "Aber ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall", erläutert Rehn.

"Wir plädieren dafür, dass Kinder möglichst vor dem Eintritt in die Schule oder in der ersten Klasse schwimmen lernen", sagt DLRG-Experte Rehn. Richtig los geht es nach seinen Worten mit dem "Deutschen Jugendschwimmabzeichen – Bronze" das neben einem Sprung vom Beckenrand mindestens 200 Meter schwimmen in einer Zeit von höchstens 15 Minuten, zwei Meter Tieftauchen, einen Sprung aus einem Meter Höhe und das Kennen von Baderegeln beinhaltet. In Deutschland beginnt der Schwimmunterricht in den meisten Schulen in der dritten Klasse. "Das halten wir für zu spät." Immer noch können nach Rehns Angaben in Deutschland knapp die Hälfte aller Kinder nicht sicher schwimmen. "Das kann zu Badeunfällen mit dramatischen Auswirkungen führen. Je früher Kinder schwimmen lernen, desto früher sind sie auch vor der Gefahr des Ertrinkens geschützt."

Weitere Informationen gibt es bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Donnerstag, 21. März 2013

Mit Vorlesestunden gesund aufwachsen

Mit regelmäßigen Vorlesestunden können Eltern viel dazu beitragen, dass ihre Kinder gut lesen und schreiben lernen, selbstbewusst werden und gesund aufwachsen. Einer AOK-Familienstudie zufolge geben Rituale und gemeinsame Aktivitäten in der Familie Kindern Halt und Geborgenheit. Wie positiv sich Vorlesen auf die Entwicklung von Heranwachsenden auswirkt, zeigen Untersuchungen der Stiftung Lesen.

Danach trägt regelmäßiges Vorlesen dazu bei, dass sich Mädchen und Jungen zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln. Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit vorgelesen wurde, lesen häufiger und länger, sind besser in der Schule und haben mehr Spaß an Bewegung, Kreativität und Musik als Heranwachsende, denen nicht oder nur wenig vorgelesen wurde.


Auch der Einzug elektronischer Medien in deutschen Kinderzimmern kann an der Faszination von gedruckten Büchern nichts ändern. Einer repräsentativen Studie der Stiftung Lesen zufolge sehen 90 Prozent der befragten Eltern beispielsweise Bilder- und Kinderbuch-Apps lediglich als Ergänzung, aber nicht als Ersatz von klassischen Büchern an.

Doch längst nicht alle Kinder kommen häufig in den Genuss von Vorlesestunden oder Gute-Nacht-Geschichten. 42 Prozent der Eltern von Kindern unter zehn Jahren lesen ihrem Nachwuchs nur gelegentlich oder nie vor. Die Folge: Viele Kinder und Jugendlichen tun sich schwer mit dem Lesen und Schreiben. Nahezu jeder vierte sechsjährige Junge und jedes sechste gleichaltrige Mädchen brauchten 2010 vorübergehend die Hilfe eines Sprachtherapeuten. 

Auch mit dem Rechnen tun sich viele Schüler schwer. "Probleme mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen belasten die Kinder, nagen an ihrem Selbstbewusstsein und können zur Ausgrenzung führen", weiß Dr. Ulrich Schäfer vom AOK-Bundesverband.

Stand: 11/12