Seite zum Thema Gesundheit, Ernährung und Diät. Enthält viele leckere Rezepte und Tipps.
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Donnerstag, 29. August 2013
Fisch und Meeresfrüchte: Gestiegene Preise - geringerer Verbrauch
Freitag, 16. August 2013
Riskanter Koffein-Kick
Mehr Durchhaltevermögen für lange Partynächte oder mehr Höchstleistung beim Sport: Gerade junge Menschen hoffen auf den zusätzlichen Energieschub durch Red Bull & Co. Doch wer dosenweise Energy Drinks konsumiert, schadet seiner Gesundheit und zusammen mit Alkohol oder als Sportgetränk sind sie sogar riskant. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von 24 Energy Drinks und einem Energy Shot.
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Mittwoch, 14. August 2013
Auberginen: Kalorienarme Orientale
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Freitag, 26. Juli 2013
Melonen - Was Sie über Melonen wissen sollten
Melonen gehören durch ihren hohen Wassergehalt zu dem
Erfrischendsten, was der Sommer zu bieten hat. Genau genommen handelt es sich
dabei um Gemüse und nicht um Früchte. Wir unterscheiden zwischen Zuckermelonen, wie z.B. süße
Honigmelonen, würzig-aromatische Netzmelonen, die gerippten Kantalupemelonen
mit ihrem aromatischen Fruchtfleisch, feinaromatische Charentais, rauschalige
Galiamelonen, süßaromatische Ogen und den erfrischenden Wassermelonen.
Zuckermelone
(Cucumis melo)
Die Heimat der Zuckermelone ist umstritten. Ihr Anbau
erfolgt in allen wärmeren Ländern der Erde, wie Spanien, Frankreich, Portugal,
Italien, Israel, aber auch in Ungarn, Bulgarien und der Türkei.
Zuckermelonen sind kopfgroße bis zu 4 kg schwere, saftige
Beerenfrüchte, die an einem rankenden, meist kriechenden Spross aus den
unterständigen Fruchtknoten der weiblichen Blüten hervorgehen. Alle haben sie
im Inneren eine Höhlung, in der zahlreiche eiförmige, plattgedrückte, glatte
weiße Samen sitzen. Es existieren eine Vielzahl an Sorten, wobei folgende drei
Gruppen unterschieden werden:
Glatte Melonen: Frucht langrund, ohne ausgeprägte
Rippen, Schale ziemlich glatt, grünlich bis ockergelb. Fruchtfleisch
rötlichgelb, grün bis weiß. Geschmack meist honigsüß und aromatisch, z.B. Honigmelone.
Netzmelonen: Mittelgroß, plattrund oder oval,
gerippt. Schale rau, rötlichgelb bis orange, hellbraune Korkleisten bilden
grobe Netzstruktur auf der Schale. Fruchtfleisch grünlich, aprikosenfarben oder
rötlichgelb, sehr aromatisch, z.B. Galia.
Kantalupe-Melonen: Relativ kleine Früchte, rund bis
platt, deutlich gerippt. Schale stark warzig-wulstig, weiß bis gelblich oder
blaugrün-grau mit dunkelgrünen Längsstreifen. Fruchtfleisch aprikosenfarben,
gelborange oder rot; süß, sehr würzig und aromatisch, z.B. Charentais.
Zuckermelonen werden ganzjährig angeboten, Hauptsaison sind
die Sommermonate. Reif ist eine Frucht, wenn der Stiel zu schrumpfen oder
aufzureißen beginnt und die Frucht einen herrlichen Duft verbreitet.
Zuckermelonen können 14 Tage bei 7-10 °C gelagert werden. Verwendet werden sie
meist frisch. Zum Rohverzehr werden die Früchte halbiert, mit einem Löffel von
den Kernen befreit, in Segmente geschnitten und mit Messer und Gabel serviert.
Der Nährwert der Zuckermelonen ist gering (54 kcal bzw. 228
kJ/100 g), sie bestehen zu ca. 90 % aus Wasser. Verhältnismäßig hoch ist auch
ihr Gehalt an Zucker (5-10 %), Phosphor, Kalium, Calcium sowie an Provitamin A
und
Vitamin C.
Quelle: Wirths PR
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Montag, 22. Juli 2013
Salat - was Sie über Salate wissen sollten
Nie
war das Angebot an dem „gesunden Grünzeug“ so groß wie heute. Neben dem altbekannten
Kopfsalat kommen ständig neue Züchtungen dazu, so z. B. der so genannte
Batavia-Salat, eine Kreuzung zwischen Kopfsalat und Eisbergsalat. Genau
genommen zählt man zur Gruppe der Salate nur die Blattgemüse der Lactuca-Familie.
Dazu gehören Kopf- und Eissalat und deren Abkömmlinge, wie z. B. der Batavia-Salat. Außerdem zählen Lollo Rosso, Eichblattsalat und Römersalat zu den Mitgliedern dieser Pflanzen-Familie. Im Handel finden wir noch weitere Blattgemüse, die zwar nicht in diese botanische Gruppe gehören, die aber mittlerweile aus dem Salat-Sortiment nicht mehr wegzudenken sind. Hier sind vor allem der Feldsalat, die Endivie und der Radicchio zu nennen. Oft ist es darüber hinaus sehr schwer, einen Trennstrich zwischen Gemüse und Salat zu setzen, etliche Blattgemüse können als Salat und als Gemüse zubereitet werden. Hierzu zählen z. B. Chinakohl, Löwenzahn, Portulak und Rucola. So sollte man seiner Phantasie in der Salat-Küche keine Grenzen setzen, denn letztlich zählt – im wahrsten Sinne des Wortes – nur der persönliche Geschmack!
Dazu gehören Kopf- und Eissalat und deren Abkömmlinge, wie z. B. der Batavia-Salat. Außerdem zählen Lollo Rosso, Eichblattsalat und Römersalat zu den Mitgliedern dieser Pflanzen-Familie. Im Handel finden wir noch weitere Blattgemüse, die zwar nicht in diese botanische Gruppe gehören, die aber mittlerweile aus dem Salat-Sortiment nicht mehr wegzudenken sind. Hier sind vor allem der Feldsalat, die Endivie und der Radicchio zu nennen. Oft ist es darüber hinaus sehr schwer, einen Trennstrich zwischen Gemüse und Salat zu setzen, etliche Blattgemüse können als Salat und als Gemüse zubereitet werden. Hierzu zählen z. B. Chinakohl, Löwenzahn, Portulak und Rucola. So sollte man seiner Phantasie in der Salat-Küche keine Grenzen setzen, denn letztlich zählt – im wahrsten Sinne des Wortes – nur der persönliche Geschmack!
Quelle: www.wirthspr.de
Mittwoch, 3. Juli 2013
Die Vorzüge von Salaten
Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de in der Rubrik "Tipp der Saison"
sowie auf www.aid.de in der Rubrik "Lebensmittel / Saisonales" Dort gibt es weitere Links zum Thema.
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Leinöl - was Sie wissen sollten
Dienstag, 2. Juli 2013
Jedes zweite Lebensmittel bereits an der Grenze abgewiesen
Weitere Informationen:
Europäische Kommission - Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF): http://ec.europa.eu/food/food/rapidalert/index_en.htm;
www.was-wir-essen.de, Rubrik "Wir in Europa" - Wissenswertes
Montag, 1. Juli 2013
Frei von Laktose: Nett oder nötig?
Weitere Informationen:
aid-Kompaktinfo "... frei von Laktose"
Bestell-Nr. 61-352 einfach kostenfrei herunterladen unter http://shop.aid.de/0352/...-frei-von-laktose
oder in gedruckter Form bis zu 50 Stück kostenfrei anfordern, zzgl. Versandkosten.
www.aid.de/verbraucher/laktosefrei.php
www.was-wir-essen.de/infosfuer/laktoseintoleranz.php
Donnerstag, 6. Juni 2013
Weichmacher DEHP wird hauptsächlich über Lebensmittel aufgenommen
Lebensmittel stellen einen bedeutenden Übertragungsweg des
Weichmachers DEHP dar. Der Stoff, der Kunststoffe flexibel macht, wird
in der Umwelt sowie im menschlichen Urin nachgewiesen. Dies ist
unerwünscht, da der Stoff schädigende Wirkungen auf die
Fortpflanzungsorgane hat und dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit und die
Entwicklung des Kindes im Mutterleib beeinträchtigen kann. In Spielzeug
oder Kosmetika darf DEHP daher nicht mehr eingesetzt werden. Insgesamt
ist die Aufnahmemenge bei fast allen Menschen gering und es besteht
daher in der Regel kein Gesundheitsrisiko.
Kleinkinder können im ungünstigen Fall stärker belastet sein, da sie DEHP nicht nur über die Nahrung, sondern auch über den Hausstaub am Boden und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken. Allerdings werden auch über diesen Weg meist nur geringe Mengen aufgenommen. Für einen geringen Teil der Bevölkerung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gesundheitlich tolerierbaren Aufnahmemengen überschritten werden. Diese Ergebnisse zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Auf Grundlage aktueller Daten zum Lebensmittelverzehr und gemessenen DEHP-Gehalten in Lebensmitteln und Verbraucherprodukten wurde untersucht, wie viel DEHP aufgenommen werden kann. Die Ergebnisse stimmen gut mit bisher durchgeführten Messungen von DEHP-Abbauprodukten im menschlichen Körper überein.
DEHP ist die Abkürzung für Di(2-ethylhexyl)phthalat. Die Substanz gehört zu den am häufigsten verwendeten Weichmachern. Sie hält Kunststoffprodukte aus PVC geschmeidig. DEHP wurde von der Europäischen Union, wie einige andere Phthalate auch, als reproduktionstoxisch eingestuft: Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass DEHP durch seine hormonähnliche Wirkung die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen bzw. zu schädlichen Wirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Mutterleib führen kann.
Jugendliche und Erwachsene nehmen DEHP hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Aufnahmemenge ist für die große Mehrheit der Verbraucher in der Regel aber gering, so dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Die Werte liegen im Mittel unterhalb der Menge, die täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann. Außerdem werden Weichmacher wie DEHP aus dem Körper schnell wieder ausgeschieden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für DEHP eine tägliche Menge von maximal 50 Mikrogramm festgelegt, die ein Leben lang je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden kann (Tolerable Daily Intake, TDI-Wert), ohne dass eine gesundheitsschädliche Wirkung eintritt. Beim Verzehr von Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene in Deutschland derzeit durchschnittlich 13-21 Mikrogramm DEHP je Kilogramm Körpergewicht auf. Wenn allerdings Lebensmittel mit dauerhaft sehr hohen DEHP-Gehalten verzehrt werden, kann der TDI-Wert im ungünstigen Fall nach Schätzung des BfR zeitweise auch überschritten werden. Dies ist bei etwa einem Prozent der Verbraucher der Fall.
Welche Lebensmittel enthalten DEHP? Alle Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Fett, Getreide, Obst, Gemüse und Milch bzw. Milchprodukte können mit der Chemikalie belastet sein. Im Vergleich zu loser, unverarbeiteter Ware wiesen fetthaltige Würzsoßen wie Mayonnaise und ölhaltige Fertigprodukte wie Gemüse und Fisch aus Gläsern und ölhaltigen Konserven in den in dieser Studie berücksichtigten Produkten wesentlich höhere DEHP-Werte auf. Lebensmittel können DEHP und andere Weichmacher insbesondere während der Verarbeitung oder aus ihrer Verpackung aufnehmen. Daher wurde 2007 die Verwendung von DEHP als Weichmacher in Verpackungen fetthaltiger Lebensmittel verboten. Ab 2015 darf DEHP nach der EU-Chemikalienverordnung REACH in der EU nicht mehr ohne Zulassung für die Herstellung von Verbraucherprodukten verwendet werden. Da der Stoff jedoch durch Importprodukte weiterhin eingeführt werden darf und in der Umwelt weit verbreitet ist, lässt sich nicht ausschließen, dass Spuren davon in Lebensmitteln vorkommen können.
Die DEHP-Aufnahme bei Kindern erfolgt etwa zur Hälfte über die Nahrung. Weitere Eintragspfade sind der Hausstaub und Verbraucherprodukte sowie Spielzeug. Das betrifft insbesondere Kinder, die sich viel auf dem Fußboden aufhalten. Bei ihnen kann die DEHP-Aufnahme dadurch höher sein als bei Jugendlichen und Erwachsenen. In dieser Studie wurde als mittlere Gesamtexposition für Kinder eine Aufnahmemenge von 15-44 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag geschätzt. Diese durchschnittliche Aufnahmemenge liegt unterhalb des TDI-Wertes.
Die Aufnahme von DEHP lässt sich im Alltag mit einfachen Verzehrs- und Hygienemaßnahmen verringern. Hierzu gehört, dass Speisen häufiger frisch zubereitet, wenig Fertigprodukte verwendet sowie Produktmarken öfter gewechselt werden. Denn gleiche Lebensmittel können je nach Herkunft unterschiedliche Mengen an DEHP enthalten. Außerdem empfiehlt es sich, Böden und Teppichböden häufiger zu reinigen. Für Kleinkinder ist es wichtig, dass sie möglichst nur Sachen in den Mund nehmen, die dafür gedacht sind. Obwohl der Stoff in Spielzeug und Kinderartikeln seit 1999 verboten ist, wird er gelegentlich in solchen Produkten nachgewiesen, wie die Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX zeigen. Auch älteres Spielzeug, das vor in Kraft treten des Verbots auf den Markt kam, kann DEHP enthalten.
Informationen zum Forschungsprojekt:
Die Studie „Phthalat-Belastung der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen, Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP“ wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplanes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt. Ziel war, die Aufnahmemenge (Exposition) der Bevölkerung gegenüber DEHP zu schätzen und die Aufnahmepfade zu bestimmen. Dazu wurden Daten der vergangenen 20 Jahre zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichtigt.
Mit der Studie können erstmals verlässliche Aussagen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung in Deutschland mit DEHP und zu den Aufnahmepfaden getroffen werden. Messungen im Rahmen des vom Umweltbundesamt von 2003 bis 2006 durchgeführten Kinder-Umwelt-Surveys zeigten bei 1,5 % aller Kinder in Deutschland Konzentrationen von Stoffwechselprodukten im Urin, die auf eine erhöhte Aufnahme von DEHP hinweisen. Welchen Beitrag die verschiedenen Aufnahmepfade dabei spielen, kann durch die Studie des BfR nun wesentlich besser erklärt werden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Kleinkinder können im ungünstigen Fall stärker belastet sein, da sie DEHP nicht nur über die Nahrung, sondern auch über den Hausstaub am Boden und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken. Allerdings werden auch über diesen Weg meist nur geringe Mengen aufgenommen. Für einen geringen Teil der Bevölkerung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gesundheitlich tolerierbaren Aufnahmemengen überschritten werden. Diese Ergebnisse zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Auf Grundlage aktueller Daten zum Lebensmittelverzehr und gemessenen DEHP-Gehalten in Lebensmitteln und Verbraucherprodukten wurde untersucht, wie viel DEHP aufgenommen werden kann. Die Ergebnisse stimmen gut mit bisher durchgeführten Messungen von DEHP-Abbauprodukten im menschlichen Körper überein.
DEHP ist die Abkürzung für Di(2-ethylhexyl)phthalat. Die Substanz gehört zu den am häufigsten verwendeten Weichmachern. Sie hält Kunststoffprodukte aus PVC geschmeidig. DEHP wurde von der Europäischen Union, wie einige andere Phthalate auch, als reproduktionstoxisch eingestuft: Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass DEHP durch seine hormonähnliche Wirkung die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen bzw. zu schädlichen Wirkungen auf die Entwicklung von Kindern im Mutterleib führen kann.
Jugendliche und Erwachsene nehmen DEHP hauptsächlich über Lebensmittel auf. Die Aufnahmemenge ist für die große Mehrheit der Verbraucher in der Regel aber gering, so dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Die Werte liegen im Mittel unterhalb der Menge, die täglich ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann. Außerdem werden Weichmacher wie DEHP aus dem Körper schnell wieder ausgeschieden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für DEHP eine tägliche Menge von maximal 50 Mikrogramm festgelegt, die ein Leben lang je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden kann (Tolerable Daily Intake, TDI-Wert), ohne dass eine gesundheitsschädliche Wirkung eintritt. Beim Verzehr von Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene in Deutschland derzeit durchschnittlich 13-21 Mikrogramm DEHP je Kilogramm Körpergewicht auf. Wenn allerdings Lebensmittel mit dauerhaft sehr hohen DEHP-Gehalten verzehrt werden, kann der TDI-Wert im ungünstigen Fall nach Schätzung des BfR zeitweise auch überschritten werden. Dies ist bei etwa einem Prozent der Verbraucher der Fall.
Welche Lebensmittel enthalten DEHP? Alle Grundnahrungsmittel wie Fleisch, Fett, Getreide, Obst, Gemüse und Milch bzw. Milchprodukte können mit der Chemikalie belastet sein. Im Vergleich zu loser, unverarbeiteter Ware wiesen fetthaltige Würzsoßen wie Mayonnaise und ölhaltige Fertigprodukte wie Gemüse und Fisch aus Gläsern und ölhaltigen Konserven in den in dieser Studie berücksichtigten Produkten wesentlich höhere DEHP-Werte auf. Lebensmittel können DEHP und andere Weichmacher insbesondere während der Verarbeitung oder aus ihrer Verpackung aufnehmen. Daher wurde 2007 die Verwendung von DEHP als Weichmacher in Verpackungen fetthaltiger Lebensmittel verboten. Ab 2015 darf DEHP nach der EU-Chemikalienverordnung REACH in der EU nicht mehr ohne Zulassung für die Herstellung von Verbraucherprodukten verwendet werden. Da der Stoff jedoch durch Importprodukte weiterhin eingeführt werden darf und in der Umwelt weit verbreitet ist, lässt sich nicht ausschließen, dass Spuren davon in Lebensmitteln vorkommen können.
Die DEHP-Aufnahme bei Kindern erfolgt etwa zur Hälfte über die Nahrung. Weitere Eintragspfade sind der Hausstaub und Verbraucherprodukte sowie Spielzeug. Das betrifft insbesondere Kinder, die sich viel auf dem Fußboden aufhalten. Bei ihnen kann die DEHP-Aufnahme dadurch höher sein als bei Jugendlichen und Erwachsenen. In dieser Studie wurde als mittlere Gesamtexposition für Kinder eine Aufnahmemenge von 15-44 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag geschätzt. Diese durchschnittliche Aufnahmemenge liegt unterhalb des TDI-Wertes.
Die Aufnahme von DEHP lässt sich im Alltag mit einfachen Verzehrs- und Hygienemaßnahmen verringern. Hierzu gehört, dass Speisen häufiger frisch zubereitet, wenig Fertigprodukte verwendet sowie Produktmarken öfter gewechselt werden. Denn gleiche Lebensmittel können je nach Herkunft unterschiedliche Mengen an DEHP enthalten. Außerdem empfiehlt es sich, Böden und Teppichböden häufiger zu reinigen. Für Kleinkinder ist es wichtig, dass sie möglichst nur Sachen in den Mund nehmen, die dafür gedacht sind. Obwohl der Stoff in Spielzeug und Kinderartikeln seit 1999 verboten ist, wird er gelegentlich in solchen Produkten nachgewiesen, wie die Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX zeigen. Auch älteres Spielzeug, das vor in Kraft treten des Verbots auf den Markt kam, kann DEHP enthalten.
Informationen zum Forschungsprojekt:
Die Studie „Phthalat-Belastung der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen, Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP“ wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplanes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt. Ziel war, die Aufnahmemenge (Exposition) der Bevölkerung gegenüber DEHP zu schätzen und die Aufnahmepfade zu bestimmen. Dazu wurden Daten der vergangenen 20 Jahre zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichtigt.
Mit der Studie können erstmals verlässliche Aussagen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung in Deutschland mit DEHP und zu den Aufnahmepfaden getroffen werden. Messungen im Rahmen des vom Umweltbundesamt von 2003 bis 2006 durchgeführten Kinder-Umwelt-Surveys zeigten bei 1,5 % aller Kinder in Deutschland Konzentrationen von Stoffwechselprodukten im Urin, die auf eine erhöhte Aufnahme von DEHP hinweisen. Welchen Beitrag die verschiedenen Aufnahmepfade dabei spielen, kann durch die Studie des BfR nun wesentlich besser erklärt werden.
- Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band I: Exposition durch Verzehr von Lebensmitteln und Anwendung von Verbraucherprodukten - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Anhang zu Band I: Datenbasis zur Exposition durch Lebensmittelverzehr und Verbraucherprodukte - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band II: Ergänzende Messungen von DEHP, DINP und DiNCH in Lebensmitteln und Migrationsmessungen in Verbraucherprodukten - Phthalat-Belastung
der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen,
Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP
Band III: Humane Toxikokinetikstudie
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Mittwoch, 5. Juni 2013
Grenzwerte für Listerien in Räucherfisch
Listeriosen treten beim Menschen selten auf. Da sie aber
schwere Erkrankungen wie Hirnhautentzündungen oder Fehlgeburten auslösen
können, stellen mit hohen Listerienmengen belastete Lebensmittel - oft
Räucherfisch, Graved Lachs, Weichkäse und halbfester Schnittkäse aus
Rohmilch - ein besonderes Problem dar. Lebensmittel sind dagegen immer
weniger mit Salmonellen belastet. Zu diesem Erfolg haben konsequente
Bekämpfungsprogramme in den Tierbeständen geführt. Dies spiegelt sich
auch im Rückgang der Zahl von Salmonelleninfektionen beim Menschen
wider, wie die Meldedaten beim Robert Koch-Institut zeigen. Auch für
Campylobacter deutet sich ein Rückgang der Nachweisraten in den
Tierbeständen an. Die Campylobacteriose war 2011 aber weiterhin die
häufigste Lebensmittel bedingte Infektionskrankheit. Problematisch ist
weiterhin das Auftreten von multiresistenten Bakterien gegenüber
Antibiotika in den Tierbeständen und auf den Lebensmitteln.
Sie tragen dazu bei, dass Verbraucher mit multiresistenten Keimen besiedelt werden. „So erfreulich der Rückgang der Salmonellenbelastung ist, er bietet aber keinen Anlass zur Entwarnung. Rohes Fleisch bleibt für Verbraucherinnen und Verbraucher eine Quelle mikrobiologischer Gefahren und erfordert den sorgfältigen Umgang mit diesen Lebensmitteln“, betont BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Die strikte Einhaltung der Regeln der Küchenhygiene und gutes Durchgaren sind ein wirksamer Schutz gegen Lebensmittelinfektionen. „Lebensmittelunternehmer müssen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass nur Lebensmittel in Verkehr gebracht werden, bei denen die Grenzwerte für Listerien bei bestimmungsgemäßem Umgang einschließlich Lagerung nicht überschritten werden“, stellt Hensel klar.
Im Rahmen einer EU-weiten Grundlagenstudie hat das BfR das Vorkommen von Listeria monocytogenes in Räucherfisch, Weichkäse und halbfestem Schnittkäse sowie in wärmebehandelten Fleischerzeugnissen untersucht. Diese Lebensmittel sind dafür bekannt, dass sie Listerien in höheren Mengen enthalten können. Insgesamt zeigen die Studienergebnisse, dass die vorgeschriebenen mikrobiologischen Grenzwerte für Listeria monocytogenes in verzehrsfertigen Lebensmitteln nicht immer konsequent eingehalten werden. Wenn Grenzwerte überschritten werden, besteht das Risiko, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit Listeria monocytogenes infizieren können. Daher müssen Lebensmittelhersteller auf die konsequente Einhaltung der Vorschriften achten.
Infektionen mit Listerien treten beim Menschen zwar deutlich seltener auf als Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter. Sie stellen aber aufgrund der Schwere der ausgelösten Erkrankung beim Menschen ein besonderes Problem dar. Listeria monocytogenes kann beim Menschen schwere Gehirnhautentzündungen und Fehlgeburten auslösen. Insbesondere für Schwangere gilt daher die Empfehlung, keinen Räucherfisch und Rohmilchkäse zu verzehren, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
Nicht nur die vom Tier stammenden Lebensmittel können Träger von
Keimen sein. Auch pflanzliche Lebensmittel, wie z.B. Obst und Gemüse
können mit Salmonellen, Listerien oder anderen krankmachenden Keimen
verunreinigt sein, die bei unsachgemäßer Zubereitung zu Erkrankungen des
Menschen führen. Als Ursache des großen EHEC-Ausbruchs 2011 werden
kontaminierte Sprossen angesehen. Der Ausbruch zeigte, dass Unkenntnis
über neue und ungewöhnliche Gefahrenquellen nach wie vor eine der
wichtigsten Herausforderungen der Lebensmittelsicherheit ist.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Sie tragen dazu bei, dass Verbraucher mit multiresistenten Keimen besiedelt werden. „So erfreulich der Rückgang der Salmonellenbelastung ist, er bietet aber keinen Anlass zur Entwarnung. Rohes Fleisch bleibt für Verbraucherinnen und Verbraucher eine Quelle mikrobiologischer Gefahren und erfordert den sorgfältigen Umgang mit diesen Lebensmitteln“, betont BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Die strikte Einhaltung der Regeln der Küchenhygiene und gutes Durchgaren sind ein wirksamer Schutz gegen Lebensmittelinfektionen. „Lebensmittelunternehmer müssen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass nur Lebensmittel in Verkehr gebracht werden, bei denen die Grenzwerte für Listerien bei bestimmungsgemäßem Umgang einschließlich Lagerung nicht überschritten werden“, stellt Hensel klar.
Im Rahmen einer EU-weiten Grundlagenstudie hat das BfR das Vorkommen von Listeria monocytogenes in Räucherfisch, Weichkäse und halbfestem Schnittkäse sowie in wärmebehandelten Fleischerzeugnissen untersucht. Diese Lebensmittel sind dafür bekannt, dass sie Listerien in höheren Mengen enthalten können. Insgesamt zeigen die Studienergebnisse, dass die vorgeschriebenen mikrobiologischen Grenzwerte für Listeria monocytogenes in verzehrsfertigen Lebensmitteln nicht immer konsequent eingehalten werden. Wenn Grenzwerte überschritten werden, besteht das Risiko, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit Listeria monocytogenes infizieren können. Daher müssen Lebensmittelhersteller auf die konsequente Einhaltung der Vorschriften achten.
Infektionen mit Listerien treten beim Menschen zwar deutlich seltener auf als Infektionen durch Salmonellen oder Campylobacter. Sie stellen aber aufgrund der Schwere der ausgelösten Erkrankung beim Menschen ein besonderes Problem dar. Listeria monocytogenes kann beim Menschen schwere Gehirnhautentzündungen und Fehlgeburten auslösen. Insbesondere für Schwangere gilt daher die Empfehlung, keinen Räucherfisch und Rohmilchkäse zu verzehren, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
Die seit Jahren konsequent durchgeführten
Bekämpfungsprogramme gegen Salmonellen in Geflügelbeständen zeigen
insbesondere bei Legehennen Erfolge. Verbesserungen in der
Schlachthygiene haben auch zu einer Verminderung der Salmonellen in
Rind- und Schweinefleisch geführt. Der Anteil mit Salmonellen belasteter
Proben von frischem Rind- und Schweinefleisch wurde 2011 auf unter 1
Prozent gedrückt. Etwas höhere Nachweisraten finden sich im Hackfleisch
sowie in Wildschwein- und Geflügelfleisch. Auch die Häufigkeit des
Nachweises von Campylobacter bei Masthähnchen und auf Hähnchenfleisch
hat sich im Vergleich zu den Vorjahren etwas verringert, in 2011 waren
25,1 % der Schlachttiere und 31,6 % der Hähnchenfleischproben mit
Campylobacter belastet. Zu diesen Ergebnissen kommt das
Zoonosen-Monitoring 2011. Der Vergleich mit den Nachweisraten aus den
vergangenen Jahren zeigt deutlich, dass 2011 weniger Salmonellen und
Campylobacter auf Lebensmitteln nachgewiesen wurden, für andere
Zoonoseerreger wie VTEC und Yersinia enterocolitica wurde
dagegen kein Rückgang beobachtet. Ob sich der positive Trend für
Campylobacter verstetigen wird, werden die Untersuchungen der kommenden
Jahre zeigen.
Problematisch ist weiterhin das fortgesetzte
Auftreten multiresistenter Bakterien sowohl in den Tierbeständen als
auch auf Lebensmitteln. Viele dieser Bakterien machen Tiere und Menschen
zwar nicht unmittelbar krank. Die Keime können ihre
Resistenzeigenschaften aber auf Krankheitserreger übertragen, so dass
sie zu der Besiedelung des Menschen mit resistenten Keimen beitragen. Im
Rahmen des Resistenzmonitorings wurden 4.717 Isolate aus dem
Zoonosen-Monitoring 2011 auf ihre Resistenz gegen antimikrobielle
Substanzen untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die Ergebnisse der
vergangenen Jahre: vor allem bei Mastgeflügel werden sehr häufig
multiresistente Keime gefunden, die auch auf das Fleisch der Tiere
verschleppt werden. So zeigten 91,8 % bzw. 91,3 % der E. coli-Isolate
von Masthähnchen bzw. Mastputen Resistenzen gegen mindestens eine
Wirkstoffgruppe, 82,9 % bzw. 85,3 % der Isolate waren mehrfach
resistent. Das BfR
wird noch dieses Jahr einen ausführlichen Bericht zur aktuellen
Resistenzsituation von Keimen auf Lebensmitteln gegenüber Antibiotika in
Deutschland veröffentlichen. Die darin enthaltenen Daten werden
jährlich im Rahmen des Resistenzmonitorings erhoben und derzeit vom BfR ausgewertet.
Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die vom
Tier auf den Menschen übertragen werden können. Der Bericht zum
Zoonosen-Monitoring wird jährlich vom Bundesamt für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht und enthält
repräsentative Daten über das Auftreten von Zoonoseerregern sowie deren
Antibiotikaresistenzen in Lebensmitteln und Tierbeständen. Die Daten für
die Erstellung des Berichts erheben die Überwachungsbehörden der Länder
nach Vorgaben des BfR. Das BfR
bewertet diese aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.
Neben den Ergebnissen des Zoonosen-Monitorings enthält der Bericht auch
die umfangreichen Ergebnisse der Lebensmittel- und
Futtermittelüberwachung und diagnostischer Untersuchungen an Tieren.
Die Berichte können im Internet abgerufen werden:- „Erreger von Zoonosen in Deutschland 2011“
- Grundlagenstudie zur Erhebung der Prävalenz von Listeria monocytogenes in bestimmten verzehrsfertigen Lebensmitteln
- Berichte zur Lebensmittelsicherheit 2011: Zoonosen-Monitoring 2011
- Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Robert Koch-Instituts
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Samstag, 1. Juni 2013
Freitag, 31. Mai 2013
Abgepackte Salate: Fast jeder zweite enthält zu viele Keime
![]() |
Tütensalat gehört in den Kühlschrank. Foto: test.de
|
9 von 19 küchenfertigen Salaten enthielten zu viele
Keime, vor allem Hefen. Ein Bio-Salat war am Verbrauchsdatum sogar
verdorben. Gefährliche Krankheitserreger fanden sich aber nicht. Zu
diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test, für die sie abgepackte, verzehrfertige Salatmischungen getestet hat.
Eine Salatmischung von Rewe, die zwar mikrobiologisch zu den besseren gehörte, war am stärksten mit Pestiziden belastet. Von sieben verschiedenen Rückständen lag einer sogar über dem gesetzlichen Höchstwert. Ein weiterer Rewe-Salat der Eigenmarke Rewe Bio hätte nicht als Bioprodukt verkauft werden dürfen. Die Tester fanden hier Pestizide, die für Biosalate nicht zugelassen sind. Alle anderen Salatmischungen im Test waren gar nicht oder kaum mit Pestiziden belastet.
Der ausführliche Test Abgepackte Salate erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.05.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/salat abrufbar.
Donnerstag, 30. Mai 2013
Warum viele Vegetarier doch Fleisch essen
Seitansteaks, Soja-Würste, Frikadellen aus Tofu – wenn Vegetarier zur
Fleischalternative greifen, reagieren viele mit Unverständnis. Wenn man
Fleisch ablehne, solle man nicht auf Alternativprodukte zurückgreifen.
Dies sei inkonsequent, so die Meinung vieler. Der Vegetarierbund
Deutschland (VEBU) erklärt, warum vegetarisch lebende Menschen guten
Gewissens fleischfreie Steak- und Wurstvarianten genießen können.
„Fleischalternativen sind die moralische Antwort auf Massentierhaltung und Fleischproduktion am Fließband“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch. Vergleichbare Erscheinungen gibt es sowohl in der Ernährung als auch in anderen Lebensbereichen. „Wer weniger Kalorien zu sich nehmen möchte, greift zu Süßstoff statt Zucker, wer es schaumig mag, benutzt Duschgel statt Seife und wer Benzin sparen und der Umwelt etwas Gutes tun will, steigt auf ein Elektroauto um – ohne deshalb als inkonsequent zu gelten“, so Zösch weiter. All diese Entwicklungen sind Symptome des gleichen Phänomens: Fortschritt.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, vegetarisch und vegan lebende Menschen hätten eine generelle Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch, leben die meisten aufgrund ihrer Abneigung gegen das Töten von Tieren fleischfrei oder um Umwelt und Ressourcen zu schonen. So kam bei der Vegetarierstudie Jena (2007), bei der sich insgesamt 4000 Vegetarier beteiligten, heraus, dass für ca. 63 Prozent der Vegetarier moralische Gründe die wichtigste Rolle spielen. Dagegen nur für 11 Prozent emotionale Gründe, wie etwa die Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch. Für 20 Prozent sind gesundheitliche Gründe ausschlaggebend für eine pflanzenbasierte Ernährung. Gerade hier bieten Fleischalternativen viele Vorteile. Sie enthalten kein Cholesterin, meist weniger Fett und mehr ungesättigte Fettsäuren als Wurst vom Tier. Dafür viel pflanzliches Eiweiß.
Wurst ist eben doch nicht Wurst.
Für Fleischalternativen aus Soja oder Weizen werden keine Tiere gequält oder landen auf der Schlachtbank, egal ob in Wurst-, Steak- oder Gyrosform. Es spricht daher nichts dagegen, den Fleischgeschmack nachzuahmen. Der Wechsel von Fleisch zu alternativen Produkten ermöglicht es vegetarisch und vegan lebenden Menschen, an Gewohnheiten und Ritualen festzuhalten, sodass niemand „verzichten“ muss. Tofu, Seitan und Co. bieten zudem eine spannende Vielfalt an möglichen Zubereitungsarten, von welchen sich auch immer mehr Fleischesser beeindrucken lassen. Damit handelt es sich bei genauerer Betrachtung weniger um Ersatzprodukte, als vielmehr um eigenständige Lebensmittel, die eine positive Weiterentwicklung darstellen.
„Fleischalternativen sind die moralische Antwort auf Massentierhaltung und Fleischproduktion am Fließband“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch. Vergleichbare Erscheinungen gibt es sowohl in der Ernährung als auch in anderen Lebensbereichen. „Wer weniger Kalorien zu sich nehmen möchte, greift zu Süßstoff statt Zucker, wer es schaumig mag, benutzt Duschgel statt Seife und wer Benzin sparen und der Umwelt etwas Gutes tun will, steigt auf ein Elektroauto um – ohne deshalb als inkonsequent zu gelten“, so Zösch weiter. All diese Entwicklungen sind Symptome des gleichen Phänomens: Fortschritt.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, vegetarisch und vegan lebende Menschen hätten eine generelle Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch, leben die meisten aufgrund ihrer Abneigung gegen das Töten von Tieren fleischfrei oder um Umwelt und Ressourcen zu schonen. So kam bei der Vegetarierstudie Jena (2007), bei der sich insgesamt 4000 Vegetarier beteiligten, heraus, dass für ca. 63 Prozent der Vegetarier moralische Gründe die wichtigste Rolle spielen. Dagegen nur für 11 Prozent emotionale Gründe, wie etwa die Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch. Für 20 Prozent sind gesundheitliche Gründe ausschlaggebend für eine pflanzenbasierte Ernährung. Gerade hier bieten Fleischalternativen viele Vorteile. Sie enthalten kein Cholesterin, meist weniger Fett und mehr ungesättigte Fettsäuren als Wurst vom Tier. Dafür viel pflanzliches Eiweiß.
Wurst ist eben doch nicht Wurst.
Für Fleischalternativen aus Soja oder Weizen werden keine Tiere gequält oder landen auf der Schlachtbank, egal ob in Wurst-, Steak- oder Gyrosform. Es spricht daher nichts dagegen, den Fleischgeschmack nachzuahmen. Der Wechsel von Fleisch zu alternativen Produkten ermöglicht es vegetarisch und vegan lebenden Menschen, an Gewohnheiten und Ritualen festzuhalten, sodass niemand „verzichten“ muss. Tofu, Seitan und Co. bieten zudem eine spannende Vielfalt an möglichen Zubereitungsarten, von welchen sich auch immer mehr Fleischesser beeindrucken lassen. Damit handelt es sich bei genauerer Betrachtung weniger um Ersatzprodukte, als vielmehr um eigenständige Lebensmittel, die eine positive Weiterentwicklung darstellen.
Die besten pflanzlichen Alternativen zu Tiermilch
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein hoher Milchkonsum weder das
Osteoporoserisiko senkt noch die Knochengesundheit von Kindern und
Jugendlichen signifikant verbessert. „Zudem gibt es Hinweise darauf,
dass der Verzehr von Milch und Milchprodukten das Risiko für die
Entstehung verschiedener Erkrankungen erhöhen kann. Hierzu zählen
Prostatakrebs, Autoimmunerkrankungen wie Typ 1-Diabetes sowie Adipositas
bei Kindern und Jugendlichen“, so Dr. Markus Keller, Leiter des
Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE).
Der Verzehr von Milch und Milchprodukten ist für die menschliche Gesundheit nicht zwingend notwendig. „Eine ausreichende Kalziumversorgung kann auch durch regelmäßigen Konsum von kalziumreichen pflanzlichen Lebensmitteln, wie Sesam(mus), Nüssen und Mandeln, Grünkohl und Amaranth, sowie kalziumreichen Mineralwässern und angereicherten Pflanzenmilchen sichergestellt werden“, so der Ernährungswissenschaftler weiter.
Viele Verbraucher wissen nicht, wie groß die Auswahl an pflanzlichen Tiermilchalternativen ist, und dass diese zum Kochen und Backen gleich wie Tiermilch verwendet werden können. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU): „Die Vielfalt an pflanzlicher Milch bietet nicht nur Menschen mit Unverträglichkeiten oder vegan lebenden Menschen eine gesunde und abwechslungsreiche Alternative zu Tiermilch.“
Sojamilch
Sojamilch ist die bislang am weitesten verbreitete Alternative zu Tiermilch. Sie sieht aus wie Mich und ist genauso vielfältig einsetzbar. Sojamilch wird aus Sojabohnen hergestellt und hat einen hohen Proteingehalt, wenig Fett (2 Prozent) und ist cholesterinarm. Abhängig von der Marke kann Sojamilch mit Zusatzstoffen angereichert sein und schmeckt dementsprechend unterschiedlich. Es gibt sie mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Schokolade, Banane oder Latte Macchiato. Sojamilch kann zu Joghurt, Schlagobers, Majonäse, Eis, Pudding und Tofu weiterverarbeitet werden. Sojamilch ist vegan und eignet sich so auch für Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz).
Getreidemilch
Getreidemilch wird aus fermentiertem Getreide oder aus Mehl hergestellt, z.B. aus Reis, Hafer, Dinkel, Roggen oder Einkorn. Viele Supermärkte bieten mittlerweile auch Mixgetränke an, wie Soja-Reis-Drinks. Der Nährwert ist abhängig von der verwendeten Getreideart und kann mit dem von Kuhmilch in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe verglichen werden, nicht jedoch auf den Gehalt an Proteinen. Getreidemilch enthält wenig gesättigte Fettsäuren und keine Laktose; sie ist daher bei Laktoseintoleranz zu empfehlen. Ein weiteres Plus: Die Produktion von Getreidemilch belastet die Umwelt weniger als die Herstellung von Kuhmilch oder der Transport von Sojabohnen, soweit diese nicht lokal angebaut werden.
Mandelmilch
Mandelmilch ist eine weitere gesunde Alternative zu Tiermilch, die man auch leicht selber herstellen kann. Mandelmilch kann entweder aus gequollenen, blanchierten und geschälten Mandeln hergestellt werden, indem diese mit Hilfe eines Mixers in Wasser zerkleinert werden. Eine andere Option ist weißes Mandelmus (das in Reform- und Naturkostläden erhältlich ist) in Wasser aufzulösen. Der Geschmack erinnert an flüssiges Marzipan.
Kokosmilch
Kokosmilch wird vorzugsweise zur Zubereitung von Reisgerichten und Süßspeisen verwendet. Sie gibt den Gerichten einen typisch exotischen Geschmack. Aufgrund des hohen Fettgehaltes hat Kokosmilch eine eher cremige Konsistenz.
Bezugsquellen
Neben Bioläden und Reformhäusern bieten heutzutage fast alle größeren Supermärkte und Drogeriegeschäfte eine Auswahl pflanzlicher Milchalternativen an.
Der Verzehr von Milch und Milchprodukten ist für die menschliche Gesundheit nicht zwingend notwendig. „Eine ausreichende Kalziumversorgung kann auch durch regelmäßigen Konsum von kalziumreichen pflanzlichen Lebensmitteln, wie Sesam(mus), Nüssen und Mandeln, Grünkohl und Amaranth, sowie kalziumreichen Mineralwässern und angereicherten Pflanzenmilchen sichergestellt werden“, so der Ernährungswissenschaftler weiter.
Viele Verbraucher wissen nicht, wie groß die Auswahl an pflanzlichen Tiermilchalternativen ist, und dass diese zum Kochen und Backen gleich wie Tiermilch verwendet werden können. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU): „Die Vielfalt an pflanzlicher Milch bietet nicht nur Menschen mit Unverträglichkeiten oder vegan lebenden Menschen eine gesunde und abwechslungsreiche Alternative zu Tiermilch.“
Der Vegetarierbund zeigt die besten Tiermilch-Alternativen
Sojamilch
Sojamilch ist die bislang am weitesten verbreitete Alternative zu Tiermilch. Sie sieht aus wie Mich und ist genauso vielfältig einsetzbar. Sojamilch wird aus Sojabohnen hergestellt und hat einen hohen Proteingehalt, wenig Fett (2 Prozent) und ist cholesterinarm. Abhängig von der Marke kann Sojamilch mit Zusatzstoffen angereichert sein und schmeckt dementsprechend unterschiedlich. Es gibt sie mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Schokolade, Banane oder Latte Macchiato. Sojamilch kann zu Joghurt, Schlagobers, Majonäse, Eis, Pudding und Tofu weiterverarbeitet werden. Sojamilch ist vegan und eignet sich so auch für Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz).
Getreidemilch
Getreidemilch wird aus fermentiertem Getreide oder aus Mehl hergestellt, z.B. aus Reis, Hafer, Dinkel, Roggen oder Einkorn. Viele Supermärkte bieten mittlerweile auch Mixgetränke an, wie Soja-Reis-Drinks. Der Nährwert ist abhängig von der verwendeten Getreideart und kann mit dem von Kuhmilch in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe verglichen werden, nicht jedoch auf den Gehalt an Proteinen. Getreidemilch enthält wenig gesättigte Fettsäuren und keine Laktose; sie ist daher bei Laktoseintoleranz zu empfehlen. Ein weiteres Plus: Die Produktion von Getreidemilch belastet die Umwelt weniger als die Herstellung von Kuhmilch oder der Transport von Sojabohnen, soweit diese nicht lokal angebaut werden.
Mandelmilch
Mandelmilch ist eine weitere gesunde Alternative zu Tiermilch, die man auch leicht selber herstellen kann. Mandelmilch kann entweder aus gequollenen, blanchierten und geschälten Mandeln hergestellt werden, indem diese mit Hilfe eines Mixers in Wasser zerkleinert werden. Eine andere Option ist weißes Mandelmus (das in Reform- und Naturkostläden erhältlich ist) in Wasser aufzulösen. Der Geschmack erinnert an flüssiges Marzipan.
Kokosmilch
Kokosmilch wird vorzugsweise zur Zubereitung von Reisgerichten und Süßspeisen verwendet. Sie gibt den Gerichten einen typisch exotischen Geschmack. Aufgrund des hohen Fettgehaltes hat Kokosmilch eine eher cremige Konsistenz.
Bezugsquellen
Neben Bioläden und Reformhäusern bieten heutzutage fast alle größeren Supermärkte und Drogeriegeschäfte eine Auswahl pflanzlicher Milchalternativen an.
Haltung von Milchkühen
Viele sogenannte „Milchkühe“ leben auf Spaltenböden in Ställen. Während
weibliche Kälber meist für die künftige Milchproduktion getrennt von der
Mutter aufgezogen werden, werden die männlichen Kälber oft schon am Tag
nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und zur Produktion von
Kalbsfleisch gemästet. Heutige Milchkühe sind oft so überzüchtet, dass
sie deutlich mehr Milch geben, als natürlich wäre. Dies führt zu
schmerzhaften Euterentzündungen (Mastitis), welche mit Medikamenten
behandelt werden müssen.
Der VEBU ist die größte Interessenvertretung
vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit ihrer
Gründung 1892 wirkt die Organisation mit gezielter
Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft
deutlich zu senken sowie die pflanzenbetonte Lebensweise als
attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.
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Wissenschaft
Donnerstag, 23. Mai 2013
Verwendungsmenge für bestimmte Azofarbstoffe eingeschränkt
Weitere Informationen:
aid-Heft "Die E-Nummern in Lebensmitteln - Kleines Lexikon der Zusatzstoffe", Bestell-Nr. 61-1135, Preis: 3,00 Euro,
www.aid-medienshop.de
Montag, 20. Mai 2013
Wer keine Milch verträgt...
Wer keine Milch verträgt...
...leidet meist unter Laktose-Intoleranz
(Milchzucker-Unverträglichkeit), eine der häufigsten
Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Aufgrund der fehlenden oder nur sehr
geringen Enzym-Aktivität der Lactase (das Enzym, das die Laktose spaltet) kann
Milchzucker (Laktose) nicht oder nicht ausreichend abgebaut und verwertet
werden. Die Ausprägung der Laktose-Intoleranz ist individuell verschieden.
Manche vertragen einen gewisse Gehalt an Laktose, andere reagieren schon auf
geringste Mengen von Laktose. Die Folgen sind meist Durchfall, Koliken und
Erbrechen.
Um die Beschwerden zu vermeiden, sollte daher auf laktosehaltige
Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte und Käse, den einzigen Nahrungsmitteln,
in denen Laktose natürlicherweise vorkommt, verzichtet werden. Außerdem kann
Milchzucker in vielen anderen industriell hergestellten Lebensmitteln enthalten
sein.
Laktose-intolerante Personen müssen aber nicht ganz auf
Milch und Milchprodukte verzichten. Grundsätzlich wird von den meisten Betroffenen
eine gewisse Menge an Milch, die individuell sehr stark differiert, problemlos
vertragen. Generell gilt, dass der Grad der Beschwerde von entfetteter Milch
(Magermilch) zu Vollmilch hin abnimmt. Das Fett der Milch verlängert, genauso
wie feste Nahrung, die Durchgangszeit im Magen und verringert so die
Unverträglichkeit.
Bei einer milch- und milchproduktefreien oder -armen
Ernährung ist besonders auf eine ausreichende Calcium-Versorgung zu achten.
Eine ideale Calciumquelle sind heute spezielle laktosefreie Milchprodukte aus laktose-hydrolisierter
Milch, die normalen Milchprodukten auch geschmacklich nicht nachstehen. Hier
wird der Laktosegehalt durch Zusatz des Enzyms Lactase oder durch Fermentation
(Milchsäuregärung) bereits bei der Verarbeitung reduziert. Die so hergestellte
Milch und die darauf erzeugten Produkte enthalten so gut wie keine Laktose mehr
und können problemlos verdaut werden.
Auf folgende
Nahrungsmittel sollte verzichtet werden:
1. Lebensmittel, die Milchzucker enthalten:
- · Milch (ca. 4,8 %), Sauermilchprodukte (3-4 %), Sahne, Trockenmilch, Kaffeeweißer
- · Quark, Frischkäse und andere Käse enthalten Reste von Milchzucker (oft < 0,1 %)
- · Milchschokolade (10 %), Sahnebonbons, Pralinen, Eiscreme mit Milch oder Sahne (6-7 %), Nougat (25 %)
2.
Nahrungsmittel, die Milchzucker enthalten können:
(Bitte
beachten sie die jeweilige Deklaration!)
- · Fertigprodukte und andere industriell gefertigte Produkte, wie Instant-Erzeugnisse: Kartoffelpüreepulver, Cremesuppen, Cremes und Soßen
- · verschiedene Wurstwaren
- · Brot- und Backwaren, hergestellt mit Milch, Milchpulver oder Sahne, z.B. verschiedene Knäckebrotsorten, Milchbrötchen, Gebäck, Kuchen.
- · Achtung: auch Tabletten, Dragees oder Kapseln enthalten häufig Laktose (z. B. als Süßstoff)
Bevorzugen Sie folgende
calciumreiche Lebensmittel:
- · Spezielle laktosefreie Milchprodukte
- · calciumreiche Mineralwässer
- · Gemüsesorten wie roher Weiß- und Grünkohl, Mangold, Kichererbsen
- · Nüsse und Mandeln
- · Kräuter: Gartenkresse, rohes Petersilienblatt, rohen Schnittlauch
- · Samen: Sesam-Samen, Leinsamen
Übrigens, dem Körper eines Erwachsenen sollten pro Tag
mindestens 0,8-1,2 g Calcium zugeführt werden, Kindern, Jugendlichen und
Schwangeren entsprechend mehr. Zur Steigerung der Calciumaufnahme sollte auf
folgende Nahrungsmittel, die den Calciumräuber Oxalat enthalten, wie Spinat,
Rhabarber und Schwarztee in großen Mengen verzichtet werden. Dagegen fördert
Vitamin D (in Lebertran, Fisch, Eigelb und Pilzen), welches auch im Körper
durch UV-Bestrahlung produziert werden kann, die Calciumaufnahme.
Samstag, 18. Mai 2013
Laktose-Intoleranz – Milchgenuss mit Folgen
Weiß, lecker und so gesund. Milch – egal, ob von Kuh, Ziege,
Schaf, Pferd oder Esel – enthält Vitamine, Mineralstoffe sowie Fett, Eiweiß und
Kohlenhydrate. Aber dieser gesunde Genuss kann durch ein bestimmtes Kohlenhydrat
verleidet werden: Laktose, der Milchzucker, bekommt nicht jedem.
Nicht alle vertragen
Milch
Etwa 15 % der Deutschen leiden an einer Laktose-Intoleranz
(= Milchzucker-Unverträglichkeit), in Asien sind es fast 100 %. Dass die
meisten „Weißen“ als Erwachsene ohne Probleme Milch genießen können, verdanken
wir einer Mutation. Das wiederum bedeutet, dass Laktose-Intoleranz eigentlich
der Normalzustand ist. Betroffene können Laktose nicht in ihre Bausteine
Glukose und Galaktose zerlegen, da bei ihnen das verantwortliche Enzym Laktase
in Menge und/oder Aktivität verringert ist. In seltenen Fällen wird schon von
Geburt an kaum oder keine Laktase gebildet. Auch (chronische) Darmerkrankungen
und -Entzündungen oder Chemotherapie können eine Laktose-Intoleranz auslösen.
Unangenehm bis
schmerzhaft
Der Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln führt bei
Betroffenen zu Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Erbrechen, in schlimmeren
Fällen zu Bauchkrämpfen und Koliken. Schuld daran sind Bakterien im Dickdarm,
die die Laktose zu organischen Säuren und Gasen abbauen.
Es geht auch ohne
Wer auf den Genuss von Milch nicht verzichten will – als
Calciumquelle sollte man sie seiner (Knochen)Gesundheit zu Liebe auch nicht vom
Speiseplan streichen – kann auf laktosefreie Milch und Milchprodukte
zurückgreifen. Ebenfalls meist gut vertragen werden gereifter Hart- und
Weichkäse sowie Sauermilchprodukte, die bedingt durch ihre Herstellung weniger
Laktose enthalten.
Quelle: Wirths PR
Montag, 6. Mai 2013
Speisen sicher zubereiten
Das Merkblatt ist abrufbar unter:
www.bfr.bund.de/de/publikationen.html und
www.aid.de/gemeinschaftsverpflegung/hygiene_praxis.php
Donnerstag, 2. Mai 2013
Die Avocado
30 Prozent Fettanteil - das erwartet man bei einem Briekäse oder
einem durchwachsenen Stück Fleisch, aber niemals bei Obst. Die Avocado
belehrt uns hier eines besseren. Schließlich bezeichneten schon die
Majas und Azteken die birnenförmige Frucht nicht umsonst als "Butter des
Waldes".
Bis heute nutzen die Menschen Lateinamerikas das Fruchtfleisch der Avocado als Butterersatz. Der Anbau hat sich von ihrer mittelamerikanischen Heimat über die gesamten Subtropen ausgebreitet. In Deutschland stammt das ganzjährige Angebot hauptsächlich aus Spanien, Israel und Südafrika. Von den fast 400 Sorten sind bei uns nur wenige verfügbar. Die aromatischste unter ihnen trägt den unschönen Namen "Hass". Avocados werden immer unreif geerntet. Wer die Frucht sofort genießen möchte, sollte deshalb auf die Reife achten. Die ist erreicht, wenn die Schale schon bei leichtem Druck nachgibt.
Früchte mit braun-schwarzen Flecken auf der Schale sind nicht zu empfehlen, da häufig auch das Fruchtfleisch betroffen ist. Reife Avocados bleiben im Kühlschrank nur zwei Tage lang frisch. Bei Zimmertemperatur reifen die Früchte schnell nach, vor allem wenn sie neben Äpfeln oder Bananen gelagert werden. Trotz ihres hohen Fettanteils zählt die Avocado zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten Früchten überhaupt. Der Grund: das Fett setzt sich vor allem aus ungesättigten Fettsäuren zusammen.
Diese können den Cholesterinspiegel senken, schützen Herz und Gefäße und verringern so das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Auch der hohe Anteil an B-Vitaminen, Kalium und Magnesium macht den grünen Exoten zu einer rundum gesunden Mahlzeit. Ihre natürliche "Verpackung" erleichtert auch den schnellen Genuss unterwegs. Denn einmal längs durchgeschnitten lässt sich das Fruchtfleisch bequem aus den beiden Hälften löffeln. Ein besonders leckerer Partysnack ist die Guacamole. Dazu püriert man das Avocadofleisch und würzt es mit Limettensaft, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Chili und Salz. Sehr lecker und sehr gesund!
Bis heute nutzen die Menschen Lateinamerikas das Fruchtfleisch der Avocado als Butterersatz. Der Anbau hat sich von ihrer mittelamerikanischen Heimat über die gesamten Subtropen ausgebreitet. In Deutschland stammt das ganzjährige Angebot hauptsächlich aus Spanien, Israel und Südafrika. Von den fast 400 Sorten sind bei uns nur wenige verfügbar. Die aromatischste unter ihnen trägt den unschönen Namen "Hass". Avocados werden immer unreif geerntet. Wer die Frucht sofort genießen möchte, sollte deshalb auf die Reife achten. Die ist erreicht, wenn die Schale schon bei leichtem Druck nachgibt.
Früchte mit braun-schwarzen Flecken auf der Schale sind nicht zu empfehlen, da häufig auch das Fruchtfleisch betroffen ist. Reife Avocados bleiben im Kühlschrank nur zwei Tage lang frisch. Bei Zimmertemperatur reifen die Früchte schnell nach, vor allem wenn sie neben Äpfeln oder Bananen gelagert werden. Trotz ihres hohen Fettanteils zählt die Avocado zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten Früchten überhaupt. Der Grund: das Fett setzt sich vor allem aus ungesättigten Fettsäuren zusammen.
Diese können den Cholesterinspiegel senken, schützen Herz und Gefäße und verringern so das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Auch der hohe Anteil an B-Vitaminen, Kalium und Magnesium macht den grünen Exoten zu einer rundum gesunden Mahlzeit. Ihre natürliche "Verpackung" erleichtert auch den schnellen Genuss unterwegs. Denn einmal längs durchgeschnitten lässt sich das Fruchtfleisch bequem aus den beiden Hälften löffeln. Ein besonders leckerer Partysnack ist die Guacamole. Dazu püriert man das Avocadofleisch und würzt es mit Limettensaft, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Chili und Salz. Sehr lecker und sehr gesund!
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