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Sonntag, 26. Mai 2013

Heuschnupfen in der Schwangerschaft

Die Nase läuft, die Augen jucken: Schätzungen zufolge leidet in Deutschland jeder vierte bis fünfte Erwachsene unter Heuschnupfen. Das heißt: Der Körper reagiert allergisch auf verschiedene Blüten- und Gräserpollen oder Pilzsporen. Die meisten Betroffenen nehmen Medikamente, die die überschießende Abwehrreaktion eindämmen sollen, die Schuld an der triefenden Nase, den juckenden Augen und Niesattacken ist. Aber: Dürfen auch Schwangere die Arzneimittel weiternehmen?

Dr. Christof Schaefer vom Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie in Berlin, mit dem die Techniker Krankenkasse (TK) bei Fragen zur Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft zusammenarbeitet, erklärt hierzu: "Viele Medikamente, die gegen Allergien wirken, dürfen auch werdende Mütter einnehmen. Selbstverständlich müssen sie im Einzelfall stets mit ihrem Arzt überprüfen, ob es sich tatsächlich um einen allergischen Schnupfen handelt - und nicht etwa um eine Erkältung oder eine schwangerschaftsbedingt geschwollene Nasenschleimhaut", so der Leiter des Instituts.

Der Arzt sieht keinen Grund, dass Frauen während der Schwangerschaft eine therapiebedürftige Allergie unbehandelt lassen und die Beschwerden einfach "aushalten" - zumal eine nicht behandelte schwere Allergie zu einem Bronchialasthma führen kann, einer erheblichen Belastung für eine schwangere Frau.

Schaefer nennt Arzneimittel, die - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - für eine Therapie in Frage kommen können: "Als Nasenspray oder als Augentropfen eignen sich die Wirkstoffe Azelastin, Cromoglicinsäure und Levocabastin." Bei diesen Wirkstoffen sei bisher kein nachteiliger Effekt auf die Entwicklung des Babys bekannt geworden. Bei akut stark verstopfter Nase können werdende Mütter auch kurzzeitig abschwellende Nasensprays oder -tropfen mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin einsetzen. Schaefer: "Wenn die Mittel nur wenige Tage angewendet werden, besteht nach aktuellem Erkenntnisstand kein Risiko."

Wenn eine lokale Therapie nicht ausreicht, können Schwangere auch Loratadin oder Cetirizin in Tablettenform in der üblichen Dosierung einnehmen, so der Arzt weiter. "Diese Wirkstoffe gehören zu den in der Schwangerschaft am besten untersuchten überhaupt, und Nebenwirkungen für das Kind wurden bisher nicht beschrieben", sagt Schaefer. Auch bei den verschreibungspflichtigen Antiallergika - etwa Kortison haltigen Asthmasprays - bestehe kein Grund, die Behandlung in Frage zu stellen oder sich Sorgen um das ungeborene Kind zu machen. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden interessierte Frauen unter www.embryotox.de oder www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de.

Ausführliche Informationen über Heuschnupfen bietet zudem die Website der TK unter www.tk.de, Webcode 028268. Sie enthält auch Tipps, wie Allergiker die Pollenbelastung im Alltag reduzieren können. TK-Gesundheitsexpertin Nicole Liptow nennt Beispiele: "Empfehlenswert ist es, vor dem Schlafengehen zu duschen und Haare zu waschen, bei geschlossenem Fenster zu schlafen und die Wohnräume möglichst dann zu lüften, wenn es geregnet hat."  

Samstag, 25. Mai 2013

Tipps für den Umgang mit einer Pollenallergie


Durch das lang anhaltende kalte Wetter bis in den April hinein hat sich der Pollenflug bei vielen Pflanzen zeitlich nach hinten verlagert. Allergiker werden die Auswirkungen hiervon bald zu spüren bekommen, wenn sich die Frühjahrspollen verstärkt durch die Lüfte bewegen. Nach Schätzungen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) leidet jeder sechste Deutsche unter einer Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt. 

„Die Symptome hierfür können ganz unterschiedlich sein“, sagt Claudia Schmalhause vom KKH-Serviceteam in Krefeld. „Manch einer muss niesen, einem anderen tränen die Augen.“ Auch Dauerschnupfen, verstopfte Atemwege oder Augenjucken, Atemnot und Asthma bis hin zu Hautekzemen, Neurodermitis und Magen-Darm-Beschwerden können Anzeichen für Heuschnupfen sein.

Damit Heuschnupfengeplagte die kommenden Wochen gut überstehen, hat die KKH einige Tipps gesammelt:
  • Anti-allergische Tabletten (Antihistaminika) stets parat halten.
  • Fenster tagsüber geschlossen halten. In der Stadt sollte man zur Pollenzeit frühmorgens lüften, in ländlichen Gebieten zwischen 19 und 24 Uhr. Dann ist die Pollenkonzentration in der Luft niedriger.
  • Pollenschutzgitter an Schlafzimmerfenstern anbringen. Sie halten Flugsamen größtenteils ab.
  • Täglich Staub samt Pollen von Teppichen saugen und von Möbeln feucht abwischen.
  • Tagsüber getragene Kleidungsstücke nicht im Schlafzimmer ablegen.
  • Vor dem Schlafengehen Haare waschen, da sich hierin Pollen verfangen.
  • Bei Autofahrten Fenster geschlossen halten. Das Lüftungssystem sollte mit einem Pollenfilter versehen sein, der einmal jährlich gewechselt werden sollte.
  • Auf Pollenflugvorhersagen achten und während akuter, starker Pollenflugphasen längere Aufenthalte draußen vermeiden.

Dienstag, 9. April 2013

Mittel gegen Heuschnupfen


Fast jeder vierte Westeuropäer leidet an Heuschnupfen. Mit welchen guten und preisgünstigen rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke man ihn selbst behandeln kann, stellt die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift test vor. Dabei zeigt sich, dass viele Generika deutlich preisgünstiger sind als die Originalpräparate.

Rund zwei Drittel der Allergiker nutzen laut Umfragen rezeptfreie Medikamente, um Allergien zu behandeln. Die besten und preisgünstigsten Mittel gegen Heuschnupfen in Form von Tabletten, Tropfen, Nasensprays oder Augentropfen stellt die Zeitschrift test vor. Auch bei den günstigen Präparaten lässt sich noch sparen. Denn die beschriebenen Generika enthalten den gleichen Wirkstoff wie das Original, dessen Patentfrist abgelaufen ist und daher nachgebaut werden darf. Sie sind nicht weniger sicher, aber billiger.

So kosten 20 Tabletten Antihistaminika des Nachahmerpräparats Cetirizin ADGC nur 2,96 Euro, also fast sechsmal weniger als das Original Zyrtec für 17,29 Euro. Preisunterschiede gibt es auch bei Nasensprays und Augentropfen: Für 10 Milliliter des Generikums Allergocrom Augentropfen beispielsweise, sind 4,24 Euro fällig, für das Pendant der Marke Vividrin fast 50 Prozent mehr, nämlich 6,25 Euro.

Der ausführliche Artikel Mittel gegen Heuschnupfen erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/heuschnupfen abrufbar.

Freitag, 1. März 2013

Zu viel Fastfood: Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme treten häufiger auf

Essen Kinder und Jugendliche mehrmals in der Woche Fast Food, leiden sie häufiger an schwerem Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen. Das ist das Resultat einer internationalen Studie unter der Leitung eines Forscherteams der Universität von Auckland in Neuseeland.

Die Wissenschaftler hatten die Daten von rund 180.000 Kindern im Alter von sechs bis sieben Jahren und etwa 320.000 Jugendlichen im Alter von 13 bis 14 Jahren ausgewertet. Die jungen Probanden beziehungsweise ihre Eltern machten Angaben, wie häufig bestimmte Symptome für die Krankheiten Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme in den vergangenen zwölf Monaten aufgetreten waren. Bei Asthma war dies ein schweres Atmen bis Keuchen, bei Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis) eine laufende oder verstopfte Nase sowie tränende und juckende Augen und bei Ekzemen juckende Ausschläge. Sie sollten auch einschätzen, wie sehr diese Beschwerden das alltägliche Leben und das Schlafverhalten beeinträchtigt hatten. Zusätzlich wurden die Teilnehmenden zu ihren wöchentlichen Essensgewohnheiten befragt.

Wenn Jugendliche und Kinder drei Mal oder häufiger in einer Woche Fastfood aßen, war das Risiko für schweres Asthma um 39 Prozent beziehungsweise 27 Prozent erhöht. Auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von juckenden Ausschlägen und schwerem Heuschnupfen stieg - unabhängig von Geschlecht und finanzieller Situation der Probanden.

Der Verzehr von Obst hingegen hatte einen positiven Effekt: Die Schwere der Asthmasymptome verringerte sich bei Jugendlichen um 11 Prozent und bei Kindern um 14 Prozent, wenn mindestens drei Mal in der Woche Obst auf dem Speiseplan stand. Ein hoher Gemüsekonsum hatte zumindest bei Kindern eine vorbeugende Wirkung.

Bei Jugendlichen war der Zusammenhang zwischen einem hohen Verzehr von Fastfood und dem Auftreten der Krankheiten deutlicher als bei Kindern. Das liegt vermutlich daran, dass Teenager unabhängiger und freier in ihrer Nahrungsmittelauswahl sind. Die negativen Auswirkungen führen die Wissenschaftler auf die in Burger, Pommes & Co. enthaltenen gesättigten und trans-Fettsäuren zurück, die das Immunsystem beeinträchtigen. Obst hingegen ist reich an Antioxidantien und weiteren wertvollen Inhaltsstoffen. Weitere Untersuchungen sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
Fragen zu diesem Thema beantworten aid-Experten in den Foren "Säuglings- und Kinderernährung" und "Ernährung von Jugendlichen" auf www.was-wir-essen.de

aid-Heft "Das beste Essen für Kinder", Bestell-Nr. 61-1447, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de